Discy News
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DISCY 25
DIE ALBUM CHRONOLOGIE
24h Buchbestellservice
Diese Info nicht mehr ganz neu, aber da es sich doch noch nicht überall herumgesprochen hat, sei es nochmals an dieser Stelle erwähnt:
Discy führt auch eine Auswahl an Büchern. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit bieten wir interessante Neuheiten, Aktionen und Klassiker. Unsere Auswahl ist individuell und (nicht ganz) klein -und wie wir finden- sehr fein. Wir führen in erster Linie Belletristik, Musikerbiographien, aber auch gute Kochbücher und das ein oder andere politische Buch oder Bücher aus und über unsere Region. Darüber hinaus bestellen wir jedes lieferbare Buch innerhalb von 24 Stunden, sofern wir die Bestellung bis 16 Uhr entgegennehmen können (Ausnahme Samstag). Das gleiche gilt im Wesentlichen für Hörbücher und DVDs.
Harmonia Mundi News
Seit Jahren arbeiten wir sehr erfolgreich im Klassik-, Jazz- und Worldmusic-Sortiment mit Harmonia Mundi, einem der interessanten Anbieter in diesem Bereich. Die Harmonia Mundi Label- und Vertriebsneuheiten können Sie nun ab sofort online lesen.
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allmymusic.de

Discy Musik - Unsere CD Tipps

Hier stellen Ihnen unsere Mitarbeiter ihre persönlichen Favoriten vor. Dabei steht nicht unbedingt immer Aktualität im Vordergrund, sondern in erster Linie die Wertigkeit der Veröffentlichung. Gute Musik ist zeitlos und viele unserer Kunden äußern immer wieder den Wunsch nicht nur über topaktuelle Neuheiten informiert zu werden, sondern auch mal den ein oder anderen sogenannten Back-Katalogtitel vorgestellt zu bekommen.
Sie möchten einen oder mehrere Artikel bestellen? Sie haben Fragen zu diesen oder anderen CDs, DVDs oder Büchern? Kontaktieren Sie uns unter info at discy.de.

Wir liefern natürlich auch zu Ihnen nach Hause. Wir finden dabei garantiert immer den sichertsten und schnellsten Weg.
Sie haben hier auch die Möglichkeit gezielt nach Interpret oder CD-Titel zu suchen. Unsere Datenbank ist zwar klein aber dafür eben fein! Viel Spass beim Stöbern!
Suche:  
- MEDITERRANEAN CAFÉ SONGS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wohl dem der dieses Jahr das Glück hatte und dem deutschen Sommer in sonnigere Gefilde entkommen konnte. Der Mittelmeerraum bietet sich seit jeher dafür an. Musikalisch war vor allem Italien immer schon die Verkörperung des Dolce Vita am Meer für die "Man spricht deutsch" Reisenden. Das es auch mit etwas weniger Kitsch, aber trotzdem mit viel Gespür für Sentimentales und Pathos geht, beweist die CD "Mediterranean Café Songs", die eine musikalische Reise rund ums Mittelmeer ist. Nicht die ganz großen Exportschlager finden sich auf dieser CD, dafür aber viele in ihrer Heimat verehrte Liedermacher und Sänger wie Haris Alexiou, Gianmaria Testa, Hamid Zahar, Lo´Jo usw. Man hört die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede der verschiedenen Mittelmeerkulturen.. Sizilianische Volkssänger, Fado aus Portugal, spanischer Flamenco, Multi-Kulti aus Frankreich, Rai aus Algerien, Rembetiko und Laiko aus Griechenland und vieles mehr. Alles sorgsam zusammengestellt von einem in London lebenden algerischen Musiker, Journalist und Kenner der Musik des Mittelmeerraumes Hamid Zagzoule. Leider ist daher das ausführliche Beiheft auch nur in Englisch. Aber immerhin, in Deutschland wäre der Autor vielleicht auf der Strasse erschlagen worden, bevor er überhaupt eine Zeile hätte schreiben können. So ist´s mir dann doch lieber!
!!! (CHK CHK CHK) - MYTH TAKES  (Tipp vom 14.03.2007 )
Zweites Album der New Yorker Punk-Funk-Formation "!!!" (chk chk chk), die ihren Dirt-Funksound in vorher schier unvorstellbare neue Regionen treibt. Die 10 Tracks sind dichter, vielschichtiger und grooviger als alles, was wir von !!! bislang kennen (und das reichte schon aus, um von den Red Hot Chili Peppers als Support auf ihre UK Stadientour 2006 eingeladen zu werden!). "Myth Takes", ist ein Cut´n´Paste-Pop-Soundsplash aus ultratiefen Punk-Funk-Bässen, House-Bleeps, Spaghetti-Western-Gitarren, Afro-Polyrhythmen, Disco-Clappings & Philly-Soul. Es ist keine Übertreibung, zu sagen, dass derzeit nirgendwo sonst auf diesem Planeten mit herkömmlichen Instrumenten ein ähnlicher groovy Sound produziert wird, der sowohl die Rock- als auch die Electroclubs mitten ins Herz trifft - keine Rockband klingt mehr nach Disco! Kein Wunder, dass der Musikexpress "Myth Takes" zum "Album des Monats" kürt und sowohl Groove (Dance) als auch Intro (Alternative) "!!!" als Coverthema handeln. Denn dieses Album lässt nur eine Aussage zu: "!!!" sind die Bombe!
pm
ADAM GREEN - JACKET FULL OF DANGER  (Tipp vom 17.03.2006 )
Der Ex-Moldy Peaches Sänger legt sein mittlerweile viertes Solo-Album vor und es gelingt ihm die Vorgängeralben geschickt zu verbinden und noch weit darüber hinauszugehen. Herr Green legt ein abwechslungsreiches, durchweg großartiges Album vor, das mit Referenzen nicht geizt, uns immer wieder aufs Neue überrascht und zeigt, dass sich der spröde Anti-Folk Charme der Anfangstage durchaus mit anspruchsvoller Musikalität auf höchstem Niveau verbinden lässt. Adam zeigt den lässigen Crooner, den bombastischen Rocker, den witzigen Entertainer und den ernstzunehmenden Popstar. Dabei bleibt er sich auch weiterhin treu, nimmt sich nicht allzu ernst und hat sich genügend Ecken und Kanten bewahrt, um sich nach Belieben an ihnen zu begeistern und zu stoßen. In jedem Fall heben sie ihn auch weiterhin wohltuend von dem musikalischen Einheitsbrei ab.
pm
Airbourne - runnin´wild  (Tipp vom 25.06.2008 )
Schon wenige Takte des fulminanten Openers "Stand Up For Rock´n´Roll" reichen aus, um selbst den lahmsten Sesselpupser in ein wild tanzendes und grölendes Hardrock-Monster zu verwandeln. Airbourne besitzen einen ähnlich hohen Arschtritt-Faktor wie die frühen Backyard Babies, klingen aber noch intensiver und roher. Riffs, Soli, Beats und das furiose Kreischen von Fronter Joel O´Keeffe atmen zu jeder Sekunde AC/DC-Flair, ohne dass das Quartett jemals zu offensichtlich bei seinen großen Vorbildern abkupfert. Ein ruppiger Gossenrock-Hit reiht sich an den nächsten, die Ohrwürmer geben sich breit grinsend die Klinke in die Hand, und obwohl Runnin´ Wild erst das zweite Airbourne-Album ist, schnoddern sich die Jungs mit einer selbstbewussten Souveränität durch ihr Programm, die selbst Angus und Malcolm Respekt abverlangen dürfte.
Aloe Blacc - Good Things  (Tipp vom 17.10.2010 )
Die Konsenzplatte des Jahres. R´n´B, Pop, Soul, Blues...modern und frisch mit Sinn für Tradition. Gelungene radiotaugliche intelligente Mischung mit Millionenpotential.
ALTER BRIDGE - BLACKBIRD  (Tipp vom 25.06.2008 )
Während der ehemalige Creed-Sänger Scott Stapp immer noch von der großen Schauspielerkarriere träumt, liefern seine Ex-Kollegen bereits ihr zweites überragendes Album in Folge ab. Heftiger, druckvoller und roher als Creed gaben Alter Bridge Vollgas, und auch auf Blackbird wird ohne Kompromisse auf der Heavy-Rock-Überholspur gen Sonnenuntergang gedüst. Mark Tremontis tonnenschwere, peitschende Gitarrenriffs und die raubeinigen Grooves der Rhythmusabteilung legen ein erdbebensicheres Fundament, auf dem Myles Kennedy einen herben Ohrwurm nach dem anderen in Szene setzt. Eingängigkeit und authentische, ursprüngliche Rock-Urgewalt halten sich dabei jederzeit die Waage, für Blackbird gilt wie schon für One Day Remains: Niemand verwaltet das Erbe der Grunge-Generation eindrucksvoller und mitreißender als Alter Bridge
AM - FUTURE SONS AND DAUGHTERS  (Tipp vom 23.09.2011 )
...in USA schon letztes Jahr veröffentlicht (und von Kennern schon über den Import bezogen), jetzt endlich auch von einem europäischen Vertrieb zum Entdecken lizensiert - eines der Popalben 2010/2011...

http://offbeat.com/2010/11/01/am-future-sons-and-daughters-filter-us-records/
Andrew Colberg - On The Wreath  (Tipp vom 09.06.2010 )
http://www.myspace.com/andrewcollberg

Sommerlich flockiger Gitarren-Indie-Pop aus dem Calexico Umfeld
ANNE SOFIE VON OTTER & ELVIS COSTELLO - FOR THE STARS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wenn Klassik auf Pop trifft ist das Ergebnis oft ein seichtes Gedudel, welches weder mit gutem Pop noch mit klassischer Musik etwas zu tun hat. Diese CD ist eine seltene Ausnahme. Hier treffen einer der wichtigsten Songwriter der letzten zwanzig Jahre und eine der zur Zeit weltbesten Mezzo-Sopranistinnen in einer fast magischen Art und Weise zusammen. "For The Stars" heißt das gemeinsame Werk von Anne Sofie von Otter und Elvis Costello. Und tatsächlich möchte man meinen die beiden singen für die Sterne. Indem jeder der beiden dem jeweils anderen nur einen kleinen Schritt entgegenkommt entsteht ein rundum stimmiges Bild. Man erkennt wie zeitlos genial Songs von Elvis Costello sind und Anne Sofie von Otter beweist, dass sie sich auch in nicht klassischem Repertoire zu Hause fühlen kann. Sie verzichtet gänzlich auf sängerische Artistik oder übertriebene Phrasierungen und erinnert in Ihrer Geradheit bisweilen sogar an die legendäre Ella Fitzgerald. Die Songauswahl zeugt von Geschmack. Neben Liedern von Elvis Costello hört man Interpretationen von Songs der Beatles, Brian Wilson oder Tom Waits. Alle Songs sind derart sorgfältig arrangiert und interpretiert, dass sich niemand davor verschließen kann, dass hier tatsächlich eine moderne (Grenzen sprengende) Liedersammlung vorliegt, zukünftige Klassiker, mindestens aber eine wunderschöne CD!
Anouar Brahem - Le Pas Du Chat Noir  (Tipp vom 23.03.2004 )
Ein wahrer Meister der leisen Töne, der Tunesier Anouar Brahem gab im April Gastspiele in Memmingen (01.04.04) und Landsberg (02.04.04). Seine mittlerweile 7. Veröffentlichung "Le Pas du Chat Noir" stellt sein Instrument, die arabische Laute, die sogenannte Oud wieder in einen anderen musikalischen Kontext. Diesmal kombiniert er die arabischen Klänge mit denen von Akkordeon und Piano. Heraus kommt dabei kein beliebiges Sammelsurium, sondern ein wohlfeiler virtuoser und zeitgemäßer Klangkörper, der die einzelnen Elemente nicht geradebügelt, sondern ein sehr stimmiges Miteinander erzeugt.
Anouar Brahem - The Astounding Eyes Of Rita  (Tipp vom 08.10.2009 )
Der Tunesier Anouar Brahem spielt die Oud, die arabische Laute. Und er ist unter allen Oud Spielern der Welt der innovativste bis mir jemand das Gegenteil beweist. Begleitet von Klarinette (Klaus Gesing), Bass (Björn Meyer) und persischer Percussion (Khaled Yassine) entstehen zwischen Komposition und Improvisation Klangwelten fernab von Klischees und daher von echter Schönheit. Man sollte nicht den Fehler machen und diese wohlpointierte Musik zu leise spielen. "Play Loud"! Nur dann greifen die Töne wirklich Raum und entfalten das was ECM Aufnahmen seit Jahren versprechen: "The most beautiful sound next to silence!"
ANOUAR BRAHEM TRIO - ASTRAKAN CAFÉ  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Münchener ECM Label (Edition Of Contemporary Music) sorgte wie schon so oft auch dieses Jahr wieder für die interessantesten und spannendsten Neuveröffentlichungen. Aus dem Jahr 2000 verabschiedet sich ECM wieder mit einer echten Perle. Anouar Brahem schafft mit seinem Trio bestehend aus Oud (arabische Laute), Klarinette und Percussion wieder einmal auf leisen Sohlen eine Symbiose aus unterschiedlichen Kulturen und Klangverständnissen und schafft es dabei eine so stimmige friedliche Atmosphäre zu erschaffen, daß man meinen könnte, diese Instrumente wären extra füreinander gebaut worden. Das über die Musik die Kulturen zusammenfinden ist nichts neues, darüber nachdenken kann man allerdings nicht genug. Vor allem wenn jemand etwas derart schönes (nicht kitschiges) und stimmiges kreiert wie Anouar Brahem. Es wird nicht lange dauern bis man diese Musik zur Untermalung einiger Film- und Fernsehbilder aus dem arabischen Raum sehen wird. Ob mans braucht sei dahingestellt, denn bei dieser Musik entstehen die Bilder ganz von selbst, in jedermanns Fantasie. Man trifft die Welt im "Astrakan Cafe"!
APPARAT - DEVIL´S WALK  (Tipp vom 17.10.2011 )
...weniger elektronisch wie gewohnt, dafür überraschend songorientierter - stellenweise wunderschön traurig und melancholisch, dann wieder emotionaler elektronischer Pop - Apparat "Devil´s Walk" (mein, bzw.) das Herbstalbum 2011 (pm): http://byte.fm/magazin/blog/2011/09/19/apparat-the-devils-walk/
APPENZELLER SPACE SCHÖTTL - HERBSTIMPROVISATIONEN  (Tipp vom 30.05.2003 )
Die Herren Töbi Tobler und Ficht Tanner alias Appenzeller Space Schöttl zeigen auf ihrer CD Herbstimprovisationen was alles zusammengehören kann, wenn man nur will, daß es zusammengehört. Ausgehend von den Klängen ihrer Appenzeller Heimat und nur mit Hackbrett, Kontrabass und ihren eigenen Stimmen bewaffnet erkunden sie ihre musikalischen Möglichkeiten. Und diese sind reichhaltig: unmittelbar findet sich der Hörer in groovigem, rockigen wie beim Eingangsstück "E-Rock", welches schon durch die Vermischung der Begriffe darlegt wohin die Reise geht, nämlich überall hin. Zur E-Musik gehört der Rock ja bekanntlich nicht, oder doch? Bevor man noch darüber nachdenken kann geht die Reise weiter und man findet sich wieder in schweizer-indianischem "Kellergesang", jazzig-kunstvollem Umgang mit Harmonie und Rhythmik und landet irgendwann einmal "Auf der Ofenbank" zur Zen-Meditation. Im Gegensatz zu ihrer CD haben die beiden mittlerweile einen dritten Mitspieler gewonnen, den Geiger Matthias Lincke.
ARCTIC MONKEYS - WHATEVER PEOPLE SAY I AM, THAT´S I´M NOT  (Tipp vom 26.01.2006 )
Das Sheffielder Quartett ist brandneu bei Domino und hat in seiner Heimat innerhalb kürzester Zeit, ähnlich wie ihre Labelmates von Franz Ferdinand, abzüglich der üblichen Hysterie der Weeklies einige Vorschusslorbeeren eingeheimst. Ihre Mischung aus eingängigen Songs irgendwo im Kosmos zwischen The Jam, The Smiths und des frühen englischen Punkrocks ist derzeit bei den Kids in aller Munde. Im November waren die vier zum ersten Mal auch in Deutschland live zu sehen und verkauften innerhalb kurzer Zeit alle drei Shows hoffnungslos aus. Nach ihren Auftritten ist sich die komplette Medienlandschaft in seltener Einhelligkeit auch in Deutschland einig: Die Vier sind nicht einfach nur eine von vielen neuen Bands der Insel, nein, die Arctic Monkeys sind ohne Zweifel eine der großartigsten und wichtigsten Bands für 2006, von denen wir noch sehr viel hören werden!
pm
ART BRUT - IT´S A BIT COMPLICATED  (Tipp vom 28.06.2007 )
„Ich fand die Vorstellung, irgendwo in einer 1-Zimmer-Wohnung zu verhungern, total romantisch“, meinte Sänger und Songschreiber Eddie Argos, nachdem er seinen Job zugunsten einer nicht sicheren Karriere als Pop-Star aufgab. Das Problem dürfte sich für ihn und seine Band Art Brut spätestens jetzt mit dem zweiten Album für die nächste Zeit erledigt haben. Ähnlich wie sein Vorbild Jonathan Richman spricht er die alltäglichen Dinge des Lebens direkt an. Er schreibt Songs über Songs, über eigens zusammen gestellte Mixtapes oder entschuldigt sich wie auf „St. Pauli“ für sein Deutsch (...Punkrock ist nicht tot...), das er von einer Billy-Childish-Single gelernt hat. Wahrscheinlich kann er doch ein paar Brocken mehr, kommen Bassistin Freddy Feedback doch aus dem Sauerland und Trommler Mikey B. aus Bayern. Vielleicht erklärt das auch, warum Art Brut bei uns erfolgreicher als in der englischen Heimat sind, wo sie mit ihrem unkomplizierten Gitarren-Rock nicht in den Trend um Bloc Party, Interpol oder Editors passen. Oder ist der wahre Grund, dass die auf der Insel als humorlose Schwerenöter verpöhnten Teutonen über Argos’ Witze doch köstlicher lachen können als die Briten?
pm
AUGUST KLUGHARDT - STREICHQUINTET f. 2 VIOLINEN, VIOLA, VIOLONCELLO UND KONTRABASS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ein Komponist, den nicht einmal Meyers Musiklexikon kennt. Aufnahmen von Klughardt Kompositionen sind so gut wie nicht erhältlich. Zu seinem 100. Todestag darf das Landsberger Publikum eine der ganz seltenen Darbietungen seiner Werke genießen, wenn nicht gar die Uraufführung dieses Streichquintetts.
Vom Bergen Wind Quintet gibt es eine Aufnahme eines Quintetts für Bläser von Klughardt. Dies nur als Tipp für diejenigen, die sich etwas näher mit diesem Komponisten beschäftigen wollen.
AUGUST KLUGHARDT - SCHILFLIEDER FÜR OBOE, VIOLA UND KLAVIER  (Tipp vom 30.05.2003 )
Die einzig existierende CD mit den "Schilfliedern" ist eine Einspielung aus dem Jahre 1979 von Georg Meerwein, Anton Weigert und Karl Bergemann. Das Ensemble Berlin hat soeben seine Aufnahmen dieser kammermusikalischen Rarität beendet. Wann diese CD erscheinen wird ist allerdings noch ungewiss.
BABYLON - SKINRED  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Debüt dieser 4 Newcomer aus England macht vor wirklich fast keiner musikalischen Stilrichtung halt und verbindet vor allen Dingen Reggea/Dub mit modernem Rock/Croossover, das ganze versehen mit einem Schuß Elektronik und vereinzelten, fast poppigen Elementen. Sänger Benji Webbe wird manchen vielleicht von seiner Vorgängerband Dub War bekannt sein und sein neuer Act klingt wirklich wie die logische Konsequenz von Dub War. Allerdings ist Skindred eine Spur melodischer und vielseitiger. Anspieltipps wären das sehr elektronische, düstere "Sicker", das groovende "Kiss and Make-Up" oder der potentielle Radiohit "The Fear".

Alle Reggea Fans die auch mit Rock etwas anfangen können bzw. alle Rocker die auch mal was mit Reggae hören, sollten mal eine Hörprobe wagen.
BASEMENT JAXX - CRAZY ITCH RADIO  (Tipp vom 06.09.2006 )
Das kennen wir ja von Simon Ratcliffe und Felix Buxton: Sich wie tanzwütige, hemmungslose Eklektiker aufzuführen, als nonkonformistische Verweigerer und Meister wilder Soundgebräue. Auf ihrem vierten Studioalbum aber reißen den beiden bekannten Remix-Heroen (Pet Shop Boys, Missy Elliott, Justin Timberlake) und zuletzt Support-Act der Robbie Williams Tour 2006 sämtliche Bremsseile und das Spaßgaspedal bleibt voll durchgetreten. Eine rasante Fahrt, auf der allerhand aus den Lautsprechern schallt: Galoppierende Riddims, Soundspielereien, schweißtreibender Funk, pumpende House-Beats, Jazz, Latin-Extase, Balearen-Beat-Geballer, Streicher-Arrangements - um nur einen Teil zu nennen.
Zeit zum Durchatmen lässt einem das Duo aus Brixton kaum. Dieser weltumspannende Genre-Clash macht einen volltrunken wie eine Überzahl Cocktails mit zu vielen Zutaten. Für alle, die das ultimative Tanzvergnügen und kurzweilige Ablenkung suchen, kommt dieses Album einem Glückskeks gleich.
pm
BASEMENT JAXX - vs METROPOLE ORKEST  (Tipp vom 23.09.2011 )
...einzigartige Kooperation des Ausnahme-Dance-Duos Basement Jaxx mit dem niederländischen Orchester Metropole Orkest. Nie dagewesener Crossover zwischen Dance und Orchester besticht v.a. durch die gut arrangierten Stücke des Briten Duos mit dem 60-köpfigen Orchester nebst eigenem Chor.

http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/reviews/album-basement-jaxx-vs-metropole-orkest-basement-jaxx-vs-metropole-orkest-atlantic-jaxx-2313753.html
BASTIAN JÜTTE - INSIDE  (Tipp vom 23.09.2011 )
...war mehr als nur Ersatzdrummer für Billy Hart im Johannes Enders Quartett letzten Mai im Stadttheater. Das neue Album von Bastian Jütte "Inside" ist ein wahrer Groover! Alle Hüte ab!
Beady Belle - Closer  (Tipp vom 27.05.2005 )
Future Jazz & Song
(CD; Jazzland)

Smooth-adrette Jazz-Chanteusen scheint es ja derzeit aus Wolken zu regnen – vor allem in skandinavischen Gefilden. Und die Verbindung von Jazz mit hippen Elektronik-Sounds und modernen Dance-Grooves kann mittlerweile genausowenig als Alleinstellungsmerkmal dienen. Aber mit ihrem dritten Album finden die norwegische Sängerin mit dem deutschen Namen Beate S. Lech und ihre Nu-Jazz-Combo genau den richtigen Dreh zwischen Soul, Coolness, Zeitgeist und Tiefe, den es braucht, um "Closer" wohltuend von der Masse ähnlich konzipierter Lounge-Häppchen abzuheben. Da können selbst traditionellere Cats, die sonst gehaltvollere Song-Kost zu schätzen wissen, bedenkenlos näher rücken. Hier überzeugt die Band Beady Belle (plus Förderer Bugge Wesseltoft als Gast am Rhodes) mit interessanter Schönheit, die tiefer unter die Haut reicht. [bs: @@@@]
BEBEL GILBERTO - TANTO TEMPO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Vor einigen Wochen habe ich hier das neue Album der Bossa Nova Legende Joao Gilberto vorgestellt. Bebel ist seine Tochter uns siehe da: Musikaltät scheint sich zu vererben. Bebel ist auf dem besten Weg ein "Klassiker" des Neo-Bossa zu werden. Seit Anfang der Neunziger lebt sie in New York und arbeitet dort mit Größen wie Caetano Veloso, Chico Buarque, David Byrne, Towa Tei, Arto Lindsay und vielen mehr. "Tanto Tempo", ihr Solo-Debut-Album wurde in Sao Paulo aufgenommen. Die moderne Seite des Albums wird u.a. mitgestaltet von Beiträgen junger "Elektro-Brasilophonen" wie Smoke City, Thievery Corporation, Mario Caldato Jr und Amon Tobin. Desweiteren finden sich auf diesem Album großartige Gastmusiker, deren Heimat der Jazz und die Bossa Nova sind. Bebel Gilberto schafft es Traditionelles und Modernes in überzeugender Weise zu verbinden, ohne dabei die Brechstange auszupacken. Im Gegenteil: die Musik ist voller Magie, deren Zauber man fast unmöglich entkommt.
BECK - THE INFORMATION  (Tipp vom 21.10.2006 )
Der gute Herr Hansen zählt bestimmt nicht zu der Sorte Musiker, die zwanghaft einen Major-Vertrag benötigen. Dazu ist seine Musik noch immer viel zu sehr im Indie-Pop angesiedelt. Aber würde er sich noch ein paar sperrige Werke wie in den letzten Jahren leisten, die Verantwortlichen von Interscope würden wohl nicht lange zögern und das einstige Wunderkind des „elektronischen HipHop-Folk-Rock“ auf die Straße setzen. Vielleicht hat Beck tatsächlich Druck von außen erhalten, oder er ist sich der Gefahr bewusst geworden, irgendwann in einer Sackgasse zu landen, da der neueste Streich fast schon überraschend von Anfang an zündet und nachhaltig Spaß macht. Dabei geht er noch nicht mal Kompromisse an den Mainstream ein. Es gibt zwar die eine oder andere Melodie, die sofort hängen bleibt und etwas poppiger ausfällt, doch die meiste Zeit toben sich die Geister in Becks Gehirn aus und fördern allerhand krude Ideen und geniale Einfälle zu Tage. Wie es sich dabei für ein anständiges Beck-Album gehört, raschelt, klingelt, pumpt, groovt, knistert und wackelt es aus allen Ecken. Es kommen Trillerpfeifen, Feuerwehrsirenen, Telefone, ein landendes UFO, und was man noch so im beckschen Haushalt findet, zum Einsatz. Herr Hansen gibt dabei mal den Old-School-Rapper oder nuschelt sich in den nicht vorhandenen Bart.
pm
BEDOUIN SOUNDCLASH - SOUNDING A MOSAIC  (Tipp vom 12.07.2005 )
Der Bandname klingt nach großem Zelt in der Sahara, der Sound nach Jamaica mit einem Schuss westlichem Einfluss. Doch die drei Jungs, die sich hinter dem klimatisch irreführenden Bandkonstrukt verbergen, stammen eben aus Montreal. Also gibt es doch einen Sommer nördlich des fünfundvierzigsten Breitengrades - und Bedouin Soundclash haben ihn auf ihrem Debütalbum konserviert. In gekonnter Manier mischen Jay Malinowski, Eon Sinclair und Pat Pengelly Einflüsse aus Reggae, Pop und Folk mit großem Songwriter-Geschick.
pm
BEN HARPER - BOTH SIDES OF THE GUN  (Tipp vom 19.04.2006 )
Mr. Harper veröffentlicht mit gewissem Ehrgeiz und Kontinuität seine Alben, mittlerweile zählen wir sechs Solo-Alben. Doch einige seiner Fans haben aber jedes Mal das Problem, dass sie entweder die funkigen oder melancholischen Songs des Amerikaners bevorzugen. Für all jene veröffentlichte er nun sein bisher vielseitigstes Album. Da er eine besonders kreative Phase durchlief und sich nicht für eine bestimmte Auswahl seiner Lieder entscheiden wollte, gibt es ein Doppelpack, das eine weiße und schwarze CD beinhaltet - weiß für eher traurige und melancholische Balladen, schwarz für den Funk, des von ihm so geschätzten Stils der 60er/70er Jahre.
pm
Benny Greb - Brass Band  (Tipp vom 20.09.2009 )
Blasmusik ist der neue Funk! Grooviger wie auf dieser CD des Drummers Benny Greb gehts kaum noch. Nach vielen Balkan Combos oder den bayerischen Labrassbanda entdecken die Jazzer nun den New Orleans Brass wieder und hauchen neue Impulse ein. Trompete, Sousaphon und Posaune gehen ab wie Sau....Enjoy!
Black Dub -   (Tipp vom 24.11.2010 )
Ein Kandidat für "Platte des Jahres". Wenn Daniel Lanois (U.a. Produzent für U2, Bob Dylan etc pp) ins Studio ruft dann kann man sich sicher sein, daß was G´Scheites dabei rauskommt. Black Dub ist ein organisches Ding aus Blues, Soul, Jazz und was weiß ich. Eine Zusammenfassung von Daniel Lanois Talenten und denen seiner Mitmusiker. Besonders bemerkenswert: Die Stimme von Trixie Whitley. Klingt schon nach ganz grossem Format, obwohl es ihr Debut auf Tonträger ist!
BLOC PARTY. - A WEEKEND IN THE CITY  (Tipp vom 07.02.2007 )
Ihr Debüt war die wichtigste Platte 2005 und gab den Beat vor für den Britbandboom mit 80er-Referenzen. Doch Bloc Party haben es sich nicht leicht gemacht und einfach das Erfolgsrezept wiederholt. Sie lassen ein wütendes und vor allem düsteres Meisterwerk folgen, das es auf den Tanzflächen eher schwer haben dürfte. Zumal die kritischen Untertöne vor allem in der Heimat auch auf Kritik stoßen dürften. Ausgelöst durch das Schicksal eines schwulen Barkeepers und den rassistisch motivierten Mord an seinem Cousin beklagt Sänger Kele Okereke die britische Furcht vor Andersartigkeit und bettet seine Gesellschaftskritik in die Beschreibung eines ganz normalen Wochenendes britischer Mittzwanziger. Da geht es um Vorortzüge und Einkaufszentren, um Partys und Drogen, um den Kater danach und die Flucht zu Orten der Kindheit auf dem Land. Mit Produzent Jacknife Lee (Snow Patrol, U2) haben Bloc Party den richtigen Mann für die adäquate musikalische Umsetzung gefunden: Mit seltsamen Samples, Streichensembles und vor allem immer wieder Chören durchsetzt er das Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug, das sich nie auf Rockmusikkonventionen beschränkt, sondern immer auch von Soul, Disco und britischem HipHop weiß.
pm
BODI BILL - WHAT?  (Tipp vom 21.03.2011 )
Bodi Bill positionieren sich elegant zwischen Clubkultur und Folkästhetik, spielen mühelos mit diesen Gegensätzen, ohne dabei dem einen oder dem anderen Pol die Vorzüge abzusprechen. Die beiden Vorgänger "No More Wars", "Next Time" und das aktuelle "What?" sind gleichermaßen, wunderschöne Tanz- und Höralben, voller berührender Songs und hitziger Tracks. Schwerelos flirren hier Rhythmussequenzen und Stimmen durch Zeit und Raum, werden Liebeserklärungen in Clubtracks verwandelt - und andersherum. 

Das Trio aus Berlin hat somit innerhalb von vier Jahren drei raffinierte Popalben, gefüllt mit Elektronika, dickem Beat, leidenschaftlichem Songwriting und virtuosem Programming geschaffen und geht mit dieser Leidenschaft zum ersten Mal auf eine ausgedehnte Europatour...
BOOKA SHADE - DJ-KICKS  (Tipp vom 17.10.2007 )
Arno Kammermeier und Walter Merziger sind der mit Sicherheit momentan angesagteste und einflussreichste deutsche Elektronik-Act überhaupt. Neben ihren Erfolgen als Musiker sind sie auch erfolgreiche Produzenten und Remixer (Depeche Mode, Roxy Music, Tiga etc). Ja, und Labelchefs sind sie ganz nebenbei ebenfalls - sie besitzen und gründeten das ultrahippe Berliner Label "Get Physical". Und wer sie einmal live erlebt hat, der versteht, warum andere die Intensität ihrer Shows mit denen von Underworld vergleichen. Dies ist ihr erster veröffentlichter DJ-Mix überhaupt und eines dieser seltenen Klangparadoxe, das es schafft, experimentell und mitreißend, dekadent und dirty - und bei all dem immer noch ebenso modern wie zeitlos zu klingen. Es wurden also nicht bloß die gerade angesagtesten Clubtunes zusammengekramt, sondern eigene Regeln aufgestellt. Zum einen verbindet der Mix Klassiker der elektronischen Musik mit 80er Poptracks und aktuellen Klängen, zum anderen präsentieren Booka Shade zahlreiche Exklusivtracks, die das Licht der Welt noch gar nicht erblickt haben. Das Resultat ist ein Mix, der danach schreit, immer und immer wieder von neuem gespielt zu werden. Ein Mix, der einen vom Dancefloor nach Hause begleitet und umgekehrt, und dabei viele faszinierende und erhellende Umwege nimmt.
pm
BOY - MUTUAL FRIENDS  (Tipp vom 23.09.2011 )
...zwei Mädels, eine aus Zürich, die andere aus Hamburg, nennen sich gemeinsam "Boy" und nehmen ein wunderschönes Debüt-Album in Berlin auf, das auf "Grönland", dem Label von Herbert Grönemeyer veröffentlicht wird!

http://plattentests.de/rezi.php?show=8695
BRIAN SETZER - ROCKABILLY RIOT VOL.1  (Tipp vom 19.07.2005 )
Ein Mann mit Mission. Schon als Brian Setzer Anfang der Achtziger mit Schmalztolle und seinen Stray Cats dem guten alten Fünfziger-Jahre-Rock´n´Roll frönte, dass die Pomade nur so spritzte, war es nicht bloß fröhliche Revival-Laune, die ihn antrieb. Setzer ist durch und durch echter Fan. Und mehr noch als beim Brian Setzer Orchestra setzt er für sein jüngstes Steckenpferd auf Authentizität. "Rockabilly Riot! Volume one - A tribute to Sun Records" widmet sich mit aller Sorgfalt und einem Schuß romantischer Verklärung der Zeit, als Blues, Country und Jazz alle Grenzen vergaßen und munter losrockten. Die schiere Wucht dieser großartigen Songs rupft allen Weichnasen wie Dick Brave & Co das Grinsen aus dem Gesicht!
pm
CALEXICO - HOT RAIL  (Tipp vom 30.05.2003 )
In Arizona gibt es Wüste, Klapperschlangen, Indianer, Mexikaner, Kakteen, viel Zeit und Tuscon. Und natürlich Musiker aus Tuscon. Joey Burns und John Convertino sind ausgezeichnete Musiker aus Tuscon und manchen vielleicht noch bekannt aus der Zeit ihres Mitwirkens bei Giant Sand. Für diese Band wurde von deutschen Musikkritikern eigens das Wort "Wüstenrock" erfunden. Burns und Convertino führen seit Jahren mit Calexico diese eigenwillige Form des Musikgenres fort und erweitern es um Begriffe wie slawischer Country- und Western, texanischer Drum'n'Bass-Jazz, Breakbeat-Mariachi oder melancholischer Roadsong-Tango. Kurzum, die beiden machen Musik, und verstehen es kreativ mit den vielen verschiedensten Spielarten der Song- und Sounderfindungskunst unserer Tage umzugehen. Und hin und wieder schaffen sie es auch, daß vor dem inneren Auge des Hörers unvermittelt der ein oder andere Kaktus erscheint... "Hot Rail" auf Virgin Records ist im übrigen das dritte Album von Calexico. Den Startschuss zu ihrer Karriere legte vor einigen Jahren das Landsberger (jetzt Münchener) Label Hausmusik mit der Veröffentlichung ihres Debuts "Spoke". (Soviel Platz für Heimatkunde muß sein).
CANIDAS - GOLDEN  (Tipp vom 30.05.2003 )
Canidas ist eine schwedische Band bestehend aus vier Musikern und einem unsichtbaren Mitglied ........
.....die Stile; ein wichtiges Element in der sphärischen Musik von Canidas. Während viele Musiker die Intention zu haben scheinen, so viele Sounds wie möglich in ihre Songs zu packen, nehmen Canidas eine völlig gegensätzliche, ich bin fast geneigt zu sagen, eine skandinavische Sichtweise ein.

Canidas als Trip Hop zu bezeichnen, Vergleiche mit anderen Bands, wie z.B. Portishead, heranzuziehen, wäre zu einfach und würde ihrem beeindruckenden Debütalbum nicht gerecht werden. Hier geht es um frische, wehmütige Songs innerhalb des modernen elektronischen Genres. Ruhige Sounds fließen mit der fragilen Stimme der Sängerin entspannt dahin. Man kann sich völlig relaxt treiben lassen.

Die vier Schweden formierten sich 1997 und scheinen völlig unbefangen von Trends zu arbeiten, als ob es das natürlichste der Welt sei, leicht und luftig und dabei nicht seicht oder belanglos zu klingen. Canidas benützen ausschließlich akustische Instrumente und beschreiben die Kreation eines Songs mit der Bearbeitung eines Stückes Holz: "Wir beginnen mit einem großen Block und bearbeiten ihn bis wir zum essentiellen Kern gelangen, der Rest verschwindet."

Die Hauptinspiration der Band sind Einflüsse aus Film,- und klassischer Musik und manchmal reflektiert sich in ihren Kompositionen eine nahezu märchenhafte Naivität. Um ihre Liveshows zu unterstützen greifen Canidas angeblich zu einem besonderen Mittel: Matratzen werden für ihr Publikum ausgelegt, damit man während der Show wirklich entspannt den Flow der Musik und den Sound der Stille genießen und schätzen kann. Liebenswerte Schweden mit einem verträumten Winter-Album namens "Golden".
CARL AUGUST NIELSEN - QUINTETT FÜR BLÄSER op. 43 f-moll  (Tipp vom 30.05.2003 )
1922 stellte der norwegische Komponist dieses Werk fertig. Seitdem wird es auch bevorzugt von nordischen Ensembles aufgeführt. U.a. empfehlenswert ist die Aufnahme des Oslo Wind Ensembles auf Naxos.
CARLA BRUNI - NO PROMISES  (Tipp vom 17.01.2007 )
Diese Frau scheint vom Glück verfolgt zu sein. Ohne große Probleme gelang der fast schon unverschämt gut aussehenden, in Frankreich aufgewachsenen Italienerin mit ihrem Debut 2003 der elegante Sprung von den Laufstegen auf die Konzertbühnen der Welt. Dem ex-Model (Dior, Chanel, Prada) gelingt mit ihrem zweiten Album ein erneut unaufdringlich schönes, wie intimes Akustik-Werk. Interessant daran ist, dass die Tochter eines ehemaligen Industriellen (Pirelli) und zeitgenössischen Komponisten sowie einer klassischen Konzertpianistin nicht in ihren beiden Muttersprachen sondern in Englisch singt. Das kommt daher, dass die Schwester der Schauspielerin Valerie Bruni-Tedeschi (München, Die Zeit die bleibt u.a.) zuerst plante, Eigenkompositionen mit englischen Texten zu singen, um letztendlich doch Gedichte von Emily Dickinson, Dorothy Parker, William Butler Yeats oder Wystan Hugh Auden zu vertonen. Trotz der scheinbar inhaltlichen Schwere schafft es die, mit einer rauchigen Stimme ausgestattete Carla Bruni den Songs eine gewisse Lässigkeit zu geben, die nie ins Seichte abdriftet. Die Schönheit, der Affären mit Mick Jagger, Donald Trump oder Eric Clapton nachgesagt werden, präsentiert elf fast ausschließlich akustische und langsame Songs, die sich stilsicher zwischen Folk, Blues, Chanson und ein wenig Rock bewegen.
pm
CARTER BURWELL - BARTON FINK UND FARGO  (Tipp vom 30.05.2003 )
"Barton Fink" und "Fargo" vereint auf einer Soundtrack -CD. Die Coen Brothers haben, wie bei allen ihren Filmen ihren "Hofkomponisten" Carter Burwell wieder an das Pult gelassen. Carter Burwell ist einer der vielseitigsten aus der Generation der neuen Komponisten, was er auch bei diesen beiden Bearbeitungen aus den Jahren 1993 und 1996 unter Beweis stellt. Melodische Klänge die durch den eigen Stil von Burwell eine besondere Atmosphäre im Film bzw. später im heimischen Wohnzimmer entstehen lassen. Die Qualität und der günstige Preis von 26,99 DM machen diesen US-Import "Doppelpack" zum Muss.
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Weitere erhältliche Soundtracks von Carter Burwell: The General´s Daughter, Conspairy Theory, Psycho 3, Blood Simple, Arizona Junior
CECILIA BARTOLI - AN ITALIAN SONGBOOK  (Tipp vom 30.05.2003 )
Lieder von Bellini, Donizetti und Rossini von der bedeutendsten Mezzo-Sopranistin unserer Tage, begleitet von James Levine am Piano.
CESARIA EVORA - SAO VICENTE DI LONGE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wie für so viele grosse Künstler aus der sogenannten dritten Welt führte auch Cesaria Evoras Karriere über Frankreich. Dort fand die Sängerin von den kapverdischen Inseln in Europa als allererstes Gehör, ja da ist sie mittlerweile sogar so etwas wie ein Star. Es scheint, dass unsere französischen Nachbarn für Klänge fremder Kulturen ein weitaus offeneres Ohr haben als der Rest Europas. Seit einigen Jahren allerdings hat es Cesaria Evora allerdings geschafft, sich auch hierzulande einen Namen zu machen. Ihre Musik ist einerseits typisch für die kapverdischen Inseln, andererseits doch einzigartig. Sie versprüht eine Leichtigkeit, die man sonst am ehesten noch bei afro-kubanischer und karibischer Musik wiederfindet. Durch die Herrschaft der Portugiesen über die kapverdischen Inseln, kam allerdings auch der Fado ins Land. So ist auch die neue CD Cesaria Evoras "Sao Vicente Di Longe" eine Mischung dieser Einflüsse und durchaus geeignet den Hörer mit hochgelegten Beinen und geschlossenen Augen in andere Sphären zu katapultieren. Ganz nebenbei bemerkt: Es singt hier ein Mensch mit eigenem Charakter, kein aufgetakeltes Schönheitsideal der RTL Generation.
Charles Lloyd Quartet - Mirror  (Tipp vom 24.11.2010 )
Was Charles Lloyd hier im Spiegel erblickt ist in der Tat so etwas wie die Herrlichkeit auf Erden. Dieses hochmusikalische und virtouse Quartett zeigt wie wenig tod der Jazz noch auf Jahrzehnte sein kann, wenn die richtigen zusammenkommen. Lloyd, bereits in den Siebzigern und seinerseits schon mal Vorprogramm von Jimi Hendrix, gilt unbestritten als einer der wichtigsten Saxophonisten und Bandleader aller Zeiten. „Mirror" spiegelt all seine Lebenserfahrung wider und zeigt seine musikalische Vielseitigkeit. Lloyd spannt den Bogen von Thelonious Monk über traditionelle Weisen bis hin zu seinen eigenen Kompositionen und einem Song der Beach Boys, mit denen er auch schon mal auf Tournee war. Seit gut drei Jahren besteht mittlerweile Lloyds Quartet aus den fantastischen Jason Moran (Piano), Reuben Rogers (Bass) und Eric Harland (Drums).
CHICO CESAR - MAMA MUNDI  (Tipp vom 30.05.2003 )
Pop kommt von populär. Aber was ist wann wo populär? In Brasilien zb pflegt man schon immer die etwas andere Unterhaltung als hierzulande. Während die meisten Popproduktionen aus Deutschland meist im Grunde nichts anderes als Polka oder Marschmusik sind findet man in Brasilien eine schier endlose Vielfalt an rythmischen Ausdrucksformen und was dem ganzen noch die Krone aufsetzt: man tanzt sogar dazu! Das Unvorstellbare manifestiert sich auf vielen CDs aus Brasilien, eine besonders gelungene ist Chico Cesars neues Album "Mama Mundi". Mit seiner Experimentierfreude mit Reggae, Funk oder Rap ist er in seiner Heimat seit langem ein wiederkehrender Gast der Hitparaden. Das neue Album wirkt dagegen fast traditionell: Samba, Bossa, afro-kubanisches, aber auch vor indischen und asiatischen Anleihen schreckt Cesar nicht zurück. So kunstvoll wie die brasilianischen Fußballer mit dem Ball umzugehen verstehen, so facettenreich jonglieren die Musiker mit den verschiedensten Einflüssen und Stilarten. Eine in der Tat waghalsige Gratwanderung zwischen Folk und Popmusik internationaler Prägung. Populär.....? Keine Ahnung!
CHIKINKI - BRACE, BRACE  (Tipp vom 11.01.2008 )
Der englische NME hörte in ihnen die Athletik der Super Furry Animals, die atmosphärische Dichte Metallicas und die Katzenmusikalität von Jane´s Addiction. Die Rede ist von Chikinki, die jetzt ihr zweites Album vorlegen.
Mit "Brace, Brace" präsentiert sich das Quintett aus Bristol in der rockenden Variante und damit genauso energetisch, wie man die Band von ihren zahlreichen Liveshows her kennt. Chikinkis eigene Form von Glitch-Pop-Noise wird getragen von einem düster-verträumten Songwriting, mit dem sich die fünf weiter weg von der nicht passenden Dance-Schublade und hin zum Gitarrenfach bewegen. Ein mitreißender Elektronik-Rock, der von klassischem Songwriting à la Burt Bacharach, The Kinks und Brian Wilson inspiriert ist. Hier treffen perfekt arrangierte Elektro-Pop-Hits auf weiche Melancholie und sogar 70er-Jahre-Stadionrock-Stampfer.
pm
CHIMA - IM RAHMEN DER MÖGLICHKEITEN  (Tipp vom 18.10.2005 )
Mit seinem zweiten Album ist der 32-jährige Frankfurter „Soul-Rapper“ bei Moses Pelhams 3p-Label gelandet. Eine gute Wahl, denn vom Sound passt er tatsächlich ganz hervorragend in das Portfolio der kleinen Firma, wo sich u.a. Glashaus, Sabrina Setlur, Illmatic und Cassandra Steen tummeln. Das Album enthält 12 Tracks, die sich mit unterschiedlichsten Themen beschäftigen und sich musikalisch irgendwo zwischen den Beatles, Pharell Williams, Rio Reiser und Jill Scott abspielen. Auch wie er mit einem immer wieder überraschenden und charmanten Wortwitz besticht, so völlig unbeschwert und frei von jedem krampfhaft gesuchten Reim, so dass sich jeder Raum sofort erhellt und bestimmt auch manch ein entzücktes Gesicht im künftigen Publikum. (Chima wird GLASHAUS als Support auf der DREI-Tour im Oktober begleiten). Chimas Rahmen der Möglichkeiten ist offensichtlich größer, als es der Albumtitel auf den ersten Blick vermuten lässt.
pm
CHOCOLATE STARFISH & THE HOT DOG FLAVOURED WATER - LIMP BIZKIT  (Tipp vom 30.05.2003 )
Mit dem 1998 erschienen Album "Significant other" gelang der Band um Frontmann Fred Durst bereits der endgültige Durch- bruch.Ihr brandneues Album wird sie ganz sicher endgültig in den Rockolymp katapultieren. Es ist voll mit potentziellen Hits, auch wenn sie ihre Musik nicht gerade neu erfunden haben. Aber warum sollten sie auch, der Erfolg gibt ihnen mehr als Recht. Auf jedenfall ist es mit Abstand das beste Crossoveralbum der Letzten Zeit. Harte Gitarrenrhytmen wechseln sich mit äußerst effektvollen, teils sogar innovativen Melodien ab, wohingegen der Gesang meistens doch in Richtung Hip-Hop tendiert, öfter aber auch mal in härtere oder auch melodische Gefilde abdriftet.

Anspieltipps:
-Take a Look around
-My Generation
-IT`ll be Ok
-Hot Dog
CLAUDE CHALOUB - CLAUDE CHALOUB  (Tipp vom 30.05.2003 )
Claude Chaloub wurde 1974 in Beirut im Libanon geboren. Er begann mit acht Jahren Geige zu lernen. Er spielte zu Anfang arabische Musik, besuchte das libanesische Konservatorium und setzte seine Übungen selbständig fort als dieses wegen des Krieges geschlossen werden mußte. Mit 18 Jahren erhielt er ein Stipendium, das ihm ein Studium am Londoner Royal College of Music ermöglichte und zog nach London. Danach folgten einige erfolgreiche, auch mit Preisen bedachte, Aufführungen. Trotz seiner klassischen Ausbildung interessierte sich Chaloub immer auch für seine arabischen Wurzeln. Dazu kam ein starkes Interesse an indischer Musik und so hören wir hier auf seiner Debut CD eine ganz aussergewöhnliche Mischung all dieser Elemente. Sein spielerisches und kompositorisches Können, sowie seine Fantasie im Umgang mit diesen scheinbar nicht zu vereinbarenden kulturellen Unterschieden machen aus seiner Musik nicht so sehr ein multikulturelles Vergnügen, als vielmehr eine einzigartige Darbietung und persönliche Standortbestimmmung eines Wanderes zwischen den Welten. Chaloub stand auf der Wunschliste der Organistoren des in Landsberg angedachten World Music Festivals, welches unser Stadtrat kürzlich ablehnte. Schade!
CLICK CLICK DECKER - NICHTS FÜR UNGUT  (Tipp vom 30.09.2006 )
Das neue Click-Click-Decker-Album entstand größtenteils in Schlafzimmern, nämlich in dem von Kevin Hamann selbst und dem seines Toningenieurs. Schließlich ist man heutzutage nur dort wirklich ungestört, und zweitens hat das vermutlich große Auswirkungen auf die Intimität der Musik. Daraus ist eine Platte entstanden, wie sie wahrscheinlich nur notorisch verschlafene Menschen machen können und die eben deshalb so gut ist, weil Kevin Hamann einmal mehr Songs aus dem Ärmel geschüttelt hat, die gleichzeitig nach Bastelstunde klingen, aber eben auch nach Akribie, und dadurch besser sind als so manche große Kunst. Letztlich ist das aufgeräumter, aufrichtiger Songwriter-Pop, versehen mit verschrobener Elektronik, die nach halb geordnetem Gerümpel auf dem Dachboden klingt. Hamann ist so ein Typ, dem man gerade sein Herz ausschütten will, und dann redet nur er. Er ist die unlustige Heimwerker-Nerd-Variante von Olli Schulz (und deswegen möglicherweise die bessere) und hat seine Lyrik zwischen innerem Monolog und triebhafter Rede perfektioniert. Das ist wiederum sehr liebenswert, und nebenbei schreibt er eine ganze Platte voll mit Liedern für den Sonntagnachmittagskater, verzweifelt am Leben und dem ganzen Rest. Am 04.10. als Support von TOMTE live im Backstage/Muc.
pm
COLDCUT - SOUND MIRRORS  (Tipp vom 17.03.2006 )
Jonathan More und Matt Black haben neben ihrer Arbeit als DJ‘s und Produzenten auch das Label Ninja Tune ins Leben gerufen und die Welt um viel gute Musik reicher gemacht. Vor neun Jahren ist das letzte Album "Let us play" erschienen, zwei Jahre später das Remix-Album "Let us replay". Ein verspieltes, neugieriges Album, das damals ein Pionierstück in Sachen Einsatz von Samples war. Jetzt sind die Downbeat-Pioniere mit einem neuen, vielversprechenden Werk zurück.
pm
CORNELIUS CLAUDIO KREUSCH - SOLO PIANO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Beim diesjährigen Jazzfestival Burghausen war Cornelius Claudio Kreuschs Konzert das unumstrittene Highlight. Der Münchner Pianist, der zur Zeit in New York lebt überzeugt seit einiger Zeit bereits durch seine Soloauftritte. Die vorliegende CD wurde live in der Steinway Hall New York aufgenommen und besteht komplett aus Improvisationen. Kreusch wandert dabei durch die Stilvielfalt des Jazz, sehr virtuos und auch eingedenk seines klassischen Hintergrundes. Unwillkürlich drängt sich dabei der Vergleich mit dem grossen Keith Jarrett auf. Zumindest steht hier ein Pianist, noch am Anfang seiner Karriere und trotzdem nahezu einzigartig in seinem Mut zur spontanen Kreativität. Man darf sehr gespannt sein, wenn Cornelius Claudio Kreusch am Donnerstag , den 12. Juli im Amphitreum des Stadttheaters Landsberg einen Besuch abstattet. Dort haben die Lechstädter dann mal wieder Gelegenheit etwas ganz außergewöhnliches zu erleben.
CORNELIUS CLAUDIO KREUSCH - FEFE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Am Mittwoch, den 6.11. um 20 Uhr wird der Ausnahmepianist Cornelius Claudio Kreusch ein zweites Mal im Stadttheater Landsberg zu sehen und zu hören sein. C.C. Kreusch gehört zu den großen Talenten der internationalen Jazz-Szene. Dekoriert mit zahlreichen Preisen wurde seine CD "BlackMudSound" in diesem Jahr für einen Grammy nominiert.
Diesmal kommt er mit der afrikanischen Band "Fo Doumbé". In einer Mischung aus Jazz, African Music, Funk und World Music verspricht dieses Konzert ein absolutes musikalisches Highlight zu werden.
Cosmic Groove Orchestra - Time Has Come  (Tipp vom 09.06.2010 )
http://www.myspace.com/thecosmicgrooveorchestra

Eine unserer absoluten Lieblingsbands, schonmal zweimal zu Gast in der Licca Lounge gewesen und jetzt auch nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik

http://www.schallplattenkritik.de/
Dan Auerbach - Keep It Hid  (Tipp vom 16.03.2009 )
Dan Auerbach ist ein viel beschäftigter Mann. Er betreibt sein eigenes Ton-Studio, leitet seine eigenes Plattenlabel, ist die eine Hälfte der Kritikerlieblinge "The Black Keys" und veröffentlicht nun auch noch eine Solo-Platte. "Keep It Hid" entstand dann praktischerweise auch gleich in Auerbachs eigenem "Akron Analog" Studio und seine Familie und Freunde unterstützen ihn dabei kräftig: von seinem Onkel James Quine, über Drummer Bob Cesare bis hin zum gerade einmal 19jährigen Songwriter-Talent Jessica Lea Mayfield, die auch bereits auf dem letzten Black Keys Werk "Attack & Release" zu hören war. Auerbach, der selbst die Mehrheit der Instrumente (Schlagzeug, Gitarre, Percussions, Keyboard etc.) einspielte, legte dabei vor allem Wert auf einen organischen, authentischen Sound.
"Ich wollte eine Platte machen, die sich aus dem zusammensetzt, was ich auch persönlich am liebsten habe: Psychedelischem Rock, Soul Musik und Country Rhythmen!" sagt Auerbach mit einem zufriedenem Grinsen. Und zufrieden kann er wirklich sein, "Keep It Hid" ist eine schimmernde Blues-Rock Perle die immer wieder neu überrascht.
DANIEL CIRERA - HONESTLY I LOVE YOU COUGH  (Tipp vom 21.10.2006 )
Daniel Cirera war ein ganz normaler junger Mann, 26 Jahre alt, Schwede mit spanischen Wurzeln, geboren in Malmö, wohnhaft in Stockholm und einem ganz normalen Job als Jurist nachgehend. In seiner Freizeit klimpert er auf der Gitarre herum, hängt mit seinen Kumpels ab und genießt das Leben mit seiner Freundin. Diese scheint ihr Leben ebenfalls auf ihre ganz eigene Art zu genießen - sie betrügt Daniel und lässt ihn sitzen. Um sein gebrochenes Herz zu therapieren, macht er sich aus dem Staub und bereist die Welt. In dieser Zeit schreibt er Tagebuch, um die gescheiterte Beziehung zu verarbeiten und komponiert ein paar Melodien, mit denen er seinen Schmerz, seine Wut und seine Trauer vertont. Nach seiner Rückkehr nimmt er die Songs im Keller seiner WG auf und über Umwege landet eine gebrannte CD mit seinen "Selbstheilungsliedern" bei der Schallplattenindustrie. In Schweden erschienen die Stücke ganz offiziell im September 2004. Drei Singles wurden seitdem veröffentlicht und Daniel Cirera als neue Singer/Songwriter-Hoffnung gefeiert. Das Timing für seinen akustischen Gitarrenpop á la Jack Johnson konnte auch nicht besser sein. Nur die streckenweise ziemlich deftigen Texte machen eine vergleichbare Familientauglichkeit - im Sinne der harmlosen Surfersongs zunichte - und das ist gut so, denn dieses Album ist authentisch und lebhaft, wie seine Geschichte...
pm
Darwin Deez - Darwin Deez  (Tipp vom 09.06.2010 )
Sommerlicher Electropop mit Gitarre. Fresh as Ice !
http://www.myspace.com/darwindeez
Dave Matthews Band - Bigh Whiskey Ant The GrooGrux King  (Tipp vom 18.06.2009 )
Es ist fast schon ein Paradox: Während die Dave Matthews Band in den Staaten mit ihren energetischen Liveshows und der unkonventionellen, Grenzen sprengenden Musik massenweise Platin einheimst, hält sich der Bekanntheitsgrad in Europa in Grenzen. Lediglich Musiker, Sammler oder US-Austauschstudenten zählen die Band zu ihren Favoriten.Bei Betrachtung des Tourkalenders bleibt alles beim Alten: Die Band bepflastert im Stile eines großen Bauunternehmens halb Amerika mit ihren monumentalen, magischen Klangbauten und spielt auch auf ausgewählten Festivals in Europa. Deutschland bleibt hingegen unberücksichtigt. Nun kehrt die Multikulti-Progrock-Truppe mit neuem Album zurück. Mit einem weltweiten Vertrieb im Rücken erscheint die Platte immerhin auch in heimischen Gefilden, auch wenn es wohl noch bis zum St. Nimmerleinstag dauern dürfte, ehe Matthews´sche Live-Haftigkeit Deutschland beehrt. Der Ex-Barkeeper präsentiert seinen Fans perfekt gespielte Lieder. Tiefgründig, aber immer auch einem Restposten an Ironie und Leichtigkeit. Mit spielerischer Leichtigkeit vereinen die Vollblut-Musiker Rock, Pop, Funk, Jazz, Folklore, Dixie, Big Band und Klassik. Eingängige Strophe-Refrain-Schemata, die in der zweiten Song-Hälfte mit allerlei Überraschungen aufwarten und epische Songs mit grandiosen Spannungsbögen werden traumhaft tight vom Prog-Orchester zelebriert. Dazu kredenzt Dave Matthews zwei Bonus-Songs, die keinen Vergleich zum restlichen Material scheuen müssen und die Spielzeit auf stattliche 63 Minuten anwachsen lassen. Resultat: ein vielschichtiges Album, auf dem vielleicht erstmals in der 20-jährigen Bandgeschichte die fantastischen Live-Qualitäten im Studio festgehalten wurden. Immerhin ein schwacher Trost für uns Deutsche.
DAVID LYNCH - CRAZY CLOWN TIME  (Tipp vom 14.11.2011 )
Der Musikexpresss schreibt u.a. über seine Platte des Monats von David Lynch: So eine fiese, irritierende Platte wie Crazy Clown Time wird man so schnell nicht mehr hören - wir schließen uns an und freuen uns über das späte Debüt des skurrilen Filmgroßmeisters - Horror Blues mit tiefen menschlichen Abgründen! Für Lynch Fans ein Must, für Interessierte Anhörpflicht - alle anderen Finger weg!!!
http://www.musikexpress.de/reviews/alben/article121130/platte-des-monats-david-lynch-crazy-clown-time.html
David Sylvian - Manafon  (Tipp vom 11.09.2009 )
David Sylvian hat wahrscheinlich die schönste und markanteste Stimme der Welt. Er begann mit seiner 80er Jahre Poser Band Japan und steigerte sich zu einem einzigartigen Komponisten und Interpreten. Seine neue CD ist als Kunstwerk eine Rarität. Ein Sänger singt, die Musiker improvisieren. Man kann darüber tagelang schreiben und philosophieren. Es hilft nichts, man muß es hören und spüren. Also genug der Worte.
DE-PHAZZ - DEATH BY CHOCOLATE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ob es sich bei De-Phazz um Pop mit Jazzelementen handelt oder ob ein paar verrückte Jazzmusiker mal ein bißchen Popmusik machen wollten, darüber wird mit Sicherheit in unseren diskussionsfreudigen Gazetten demnächst viel gestritten werden. Und natürlich darüber, ob das, was die Damen und Herren um den Heidelberger Produzenten Pit Baumgartner hier ablieferten im ästhetischen Sinne überhaupt erlaubt ist. Fest steht, daß diese Platte Spaß macht, so wie einst die berühmte CD von US3, die frech mit Loops von Leuten wie Herbie Hancock, Grant Green und anderen Jazzgrößen spielte und diese in einem modernen groovigen Gewand neu entstehen ließ. De-Phazz basteln ähnliches aus Versatzstücken des Jazz, Soul und Funk, oft mit gehörigem Latin-Flavour , so wie bei ihrem heimlichen Clubhit "Mambo Craze" vom letzten Jahr, für den sich auf diesem Album einige würdige Nachfolger finden. Das dieser ebenso intelligente wie in die Beine gehende Sound aus Deutschland kommt ist ein weiterer Beweis dafür, daß nicht alles Sauerbier ist, was hierzulande zur Popkultur beigetragen wird.
Deerhunter - Halcyon Digest  (Tipp vom 17.10.2010 )
längst hat der sogenannte Indie Sound alle Grenzen weggesprent. Frei gedacht enstehen wunderbare Klangtempel wie zB Deerhunter, die scheinbar zeitlos im Raum schweben!
Delta Spirit - History From Below  (Tipp vom 07.07.2010 )
Dieses Indie/Alternative-Album klingt nach Sonne, Saunas, Hunden und Freunden, nach Whiskey-Cola, heißen Tagen, Nächten voller Sterne, guten Büchern, Wanderungen, kurzen Hosen und Barbecues" Ein echtes "Feel Good"-Album!
DEUS - KEEP YOU CLOSE  (Tipp vom 23.09.2011 )
...nach fast 20 jährigem Bandbestehen bringt "Deus", das einzigartige Indie-Rock Quintett aus Belgien eines ihrer besten Alben auf den Markt - da können sich andere Bands mal ne Scheibe abschneiden.

http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8739
DIAGRAMS - BLACK LIGHT  (Tipp vom 16.01.2012 )
Sam Genders, bis vor einiger Zeit Songschreiber und Sänger des erfolgreichen Neo-Folk-Projektes Tunng, kehrt unter dem Namen Diagrams mit einem Solo-Album in die Öffentlichkeit zurück. Sein Debüt "Black Light" vereint das Beste von Tunng, nämlich melodische Kompositionen, filigrane Instrumentierung, verträumten Gesang sowie elektronische Einsprengsel und bereichert sie um tanzbare Beats und eine gehörige Portion Pop. Ein Album, das - wie Sam selbst sagt - auch seine persönliche Entwicklung hin zu einem fröhlicheren, optimistischeren Menschen widerspiegelt: http://www.musikexpress.de/reviews/alben/article129163/diagrams-black-light.html
DIANA KRALL - THE LOOK OF LOVE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Die 36-jährige kanadische Pianistin und Sängerin Diana Krall ist drauf und dran etwas zu werden, was vor ihr so namhafte Figuren wie Billie Holiday oder Ella Fitzgerald waren: eine Legende. Zunächst ist sie nicht mehr und nicht weniger als die erfolgreichste Jazz Musikerin unserer Zeit. Ihr letztes Album "When I look into your Eyes" erreichte in USA und Kanada Platin. So erfolgreich zu sein und gleichzeitig qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten ist als Indiz dafür zu deuten, daß sich ein großer Teil des musikinteressierten Publikums eben doch nicht nach Belieben zumüllen läßt. Mit ihrer unterkühlten rauchigen Stimme und ihrem Pianospiel, geschult durch unzählige Barjazz Engagements in ihrer Jugend, verfügt sie über ihren ur-eigenen Stil. Für ihr neues Album "The Look Of Love" versammelten sich viele grosse Namen der Jazz Kultur, wie zb Russel Malone, Christian McBride oder Peter Erskine. Aber die grosse Sensation der Platte ist der Arrangeur Claus Ogermann. Er zeichnet verantwortlich für viele der wichtigsten Songs von Frank Sinatra und er hat seit Jahren keine Jazz Platte mehr arrangiert. Einzig für Diana Krall nahm er die Arbeit wieder auf. Barbra Streisand, Tony Bennett und viele andere ließ der 71-jährige zuletzt abblitzen. Herausgekommen ist ein wunderschönes rundes melancholisch-schönes Album, das nicht nur Jazz Fans begeistern dürfte.
DIDIER SQUIBAN - PORZ GWENN  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wenn hierzulande das Thema Heimat musikalisch umgesetzt wird, dann passiert dies meist vollmundig in TV-Sendungen wie dem Musikantenstadl. Didier Squiban verzichtet bei der Beschreibung seiner bretonischen Heimat ganz und gar auf Worte. Das liegt nahe, denn der Herr ist Pianist. "Porz Gwenn" ist Name des Ortes in dem Squiban lebt und gleichzeitig der Titel seiner aktuellen CD. Mit 18 kleinen und feinen Klavierstücken bedrängt Squiban den Hörer nicht, sondern vermittelt ihm auf unprätentiöse Weise die Gefühlswelt des Musikers. Kein Touristenguide durch die mit herbem Charme gesegnete Landschaft der Bretagne, sondern eine persönliche Liebeserkärung, landschaftliche Bilder erhalten ihre Umsetzung in Klang. Musikalisch bedient sich Squiban virtuos einer Mischung aus klassischen Elementen, Jazz und bretonischer Folklore. Er überfordert den Hörer damit nicht, ist aber weit weg von kitschigem oder klischeehaftem Dahingeklimpere. Einfach eine schöne Platte! ...Verzeihung: CD!
DINOSAUR JR. - BEYOND  (Tipp vom 03.05.2007 )
Die Dinosaurier der Grunge-Rock-Ära sind zurück. Und das mit einem Album, dass einen sofort 15 Jahre zurückbeamt, als man noch karierte Holzfällerhemden mit zerissenen Jeans kombinierte, und dies für wahnsinnig cool hielt. Richtig cool aber war und ist auch heute wieder (?) das Trio aus Massachusets, die Bands wie Nirvana inspirierten und dann doch den Pokal für die Most-Loved-Grunger an selbige abgeben mussten. Ob Cobain & Co wirklich die bessere Musik ablieferten, das möcht ich hier gar nicht beurteilen, auf jeden Fall sah Kurt schon immer besser aus, als alle drei Dinosaur Jrs. zusammen. Beyond ist das erste Album nach 15 Jahren, doch der Sound ist unverkennbar: Die ewig nörgelnde Stimme von Mastermind J. Mascis, die nicht wirklich jeden Ton trifft und so herrlich schräg klingt, der Proberaum Garage-Sound (leider auch bei der Abmischung der Instrumente), das Es-Gibt-Kein-Morgen-Schlagzeugspiel von Murph und auch Lou Barlow zupft den Bass wie in alten Tagen. Für die älteren unter uns ist diese Scheibe ein „Werthers Echtes“ - ein musikalisches Sahnebonbon, dass man nicht mehr wirklich objektiv beurteilen kann, weil so viele schöne Erinnerungen dran hängen. Die Frage ist, was denkt die Generation über die Musik der Grunge-Opas, die zu dieser Zeit noch mit Legomännchen und/oder Barbies spielte? Das würde mich echt mal interessieren!
pm
DISTURBED - BELIEVE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Disturbed sind ein Beispiel dafür, daß man in den Staaten auch ohne ein gespieltes Image zu Multiplatin-Ehren kommen kann, denn ihr Vorgängeralbum "The Sickness"hat dort mittlerweile Doppel-Platin erreicht . Schon das Debüt konnte mit seinen im Prinzip einfachen, aber packenden und treibenden Songs voll überzeugen., vor allen Dingen jedoch durch das wirklich einzigartige Organ ihres Frontmanns David Draimann.
Mal eigentümlich, fast Ragga-artig rappend , mal melodisch singend, mal shoutend. Und das ganze tut er auf wirklich einmalige Art und Weise, da er es versteht, seine Stimme sehr geschickt der Rhythmik der Musik anzupassen. Musikalisch gesehen wirkt die Band im Vergleich zum Vorgänger gelassener und entspannter, geht noch kompakter und ausgereifter zur Sache.
Das Ganze wirkt sehr homogen, so das die 12 Songs wie aus einem Guß daherkommen, was es wirklich schwierig macht, einzelne Songs hervorzuheben. Trotzdem wären da die erste Single "Prayer", das mit kleinen elektronischen Spielereien versehene "Liberate", das treibende "Rise"
und die sehr düstere Ballade "Darkness".
Bleibt abschließend nur noch zu sagen: Jeder der ein Faible für moderne, abwechslungsreiche, harte Rockmusik hat, kann hier bedenkenlos zugreifen.
DIVERSE - VILLA MEDICI  (Tipp vom 30.05.2003 )
Eine liebevolle Ansammlung von Werken des Barock und der Romantik in der Villa Medici-Giulini.
DIVERSE - VENEZIA LA FESTA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ein Tondokument: Die Stimmung des Markusplatzes musikalisch untermalt durch ein Caffè Concerto
Diverse Interpreten - Routes´n´Routes  (Tipp vom 22.05.2004 )
Wer sich einen Überblick verschaffen möchte über das bisherige Programm von Roots´n´Routes der kann das seit neuestem mit dem gleichnamigen Sampler. Die CD (16,95€) beeinhaltet Mitschnitte fast aller im BR Funkhaus aufgenommenen Konzerte. Die Vielfalt des Programms und die Qualität der einzelnen Gruppen und Musiker sprechen für sich. Es wäre für Landsberg mit Sicherheit eine Bereicherung wenn dieses Festival so wie von den Organiatoren geplant in die Lechstadt kommen würde. Mehr Infos auch unter www.rootsandroutes.de
DOGS - TALL STORIES FROM UNDER THE TABLE  (Tipp vom 18.07.2007 )
Zwei Jahre nach ihrem gefeierten Debütalbum „Turn Against This Land“ meldet sich die Londoner Band mit einem neuen Album zurück. Nach drei Top-40-Hits in England und Höchstnoten der Kritik überwog bei der Band der Frust über ihren Major-Deal, und man wagte einen Neuanfang auf dem neuen Label Weekender Records.
War ihr Debüt noch eine Aufnahme ihres damaligen Live-Sets, gehen die fünf Herren nun weitaus versierter zu Werke. Die Dogs sind nach zwei Jahren „on the road“ zu richtigen Musikern gereift, und das hört man dem facettenreichen Album an. Die verschiedenen Einflüsse von The Clash, Happy Mondays und The Jam bis hin zu den Pixies und Velvet Underground verschmelzen zu einem urbritischen Sound, der dem Punk und dem Pop des Königreichs gleichzeitig huldigt. Musikalisch haben sich die fünf Männer weiterentwickelt, bleiben aber dem guten Punk-Pop, der heute so erfolgreich produziert wird und eben eingängig klingt, treu. Den qualitativen Unterschied machen aber die durchaus vorhandenen Ecken und Kanten in ihren Songs aus, die ihnen die Eigenständigkeit geben sollten, um nun endlich aus der Masse der Britrockbands herauszuragen. Diese Melange überzeugte auch Paul Weller als Gastmusiker am Klavier mitzuwirken.
Die Dogs sind kein Hype der englischen Musikpresse, sondern eine durch und durch glaubwürdige Band von der Straße: trinkfest, britisch und verrückt nach dem guten alten Rock ’n’ Roll. Gut so.
pm
DUNKELBUNT - MORGENLANDFAHRT  (Tipp vom 31.05.2007 )
Während der letzten drei Jahren hat Ulf Lindemann aka [dunkelbunt] sein Debutalbum produziert, das jetzt auf dem Wiener Urban-World Label chat chapeau veröffentlicht wurde. Das Album ist ein Mix aus Dub, Reggae, Bossa, Jazz, Electronics, TripHop und BreakBeats - dicht verwoben mit Einflüssen aus Osteuropa und dem Balkan. Vielfältige Kooperationen mit Wiener Musikern ebenso wie mit Künstlern der internationalen Balkan- und Klezmer-Szene bereichern die Tracks. Unter anderem entstanden Songs mit Fanfare Ciocarlia, Amsterdam Klezmer Band, Harri Stojka, !Deladap uvm... Der hanseatische Exil-Wiener kombiniert die zahlreichen Facetten und Gesichter südosteuropäischer Folklore mit den Stilelementen der Elektronik und World-Musik - das Ergebnis könnte man Balkan-Dub, Balkan-TripHop oder Balkan-Electronics nennen.
Morgenlandfahrt ist jedoch mehr als eine bloße musikalische Verschmelzung unterschiedlicher Genres. Es erzählt von einem Fahrradtrip von Wien nach Istanbul, der als Inspiration zu dem Album diente. Auf seiner Reise durch 7 Länder lernte Ulf Lindemann nicht nur die Lebensgewohnheiten der Einheimischen kennen, sondern auch jene Plätze, an denen die unterschiedlichen Musikstile ihren Ursprung haben. Die Hintergrundgeräusche, mit denen die einzelnen Tracks auf der CD verbunden sind, wurden fast alle auf dieser Fahrt mit einem kleinen Stereomikrofon aufgenommen. Die Klangbilder reichen vom Sonnenaufgang in den grünen Donauebenen Ungarns bis zur Abenddämmerung in serbischen Auen, erzählen von rumänischen Pferdekutschen, bulgarischen Kindern am Strand des Schwarzen Meeres und einem Fischmarkt in Istanbul.
pm
Dweezil Zappa - The Return Of The Son Of...  (Tipp vom 17.10.2010 )
Zappa plays Zappa. Der Sohn den Vater...nach vielen Versuchen der klassischen und der Jazzmusik sich der Musik FZ´s zu nähern und neu zu interpretieren glänzt Dweezil immer mehr als wahrer Erbe. Das Ganze natürlich aus Sicht des Rock Kosmos
ED SHEERAN - +  (Tipp vom 13.02.2012 )
Plötzlich war er da. Wenige in England hatten bislang etwas von Ed Sheeran gehört, bis er im letzten Sommer in den Charts auftauchte und sich dort hielt. Wenn man bedenkt, wie viel Bewegung in den englischen Charts zu finden ist, dann ist es schon beachtlich, dass sich dieser junge, und nahezu unbekannte Mann mit der sanften Stimme durchsetzte. Plötzlich war er bekannt und seine Musik beliebt – jetzt auch in Deutschland mit seinem Debütalbum "+"...
http://www.laut.de/Ed-Sheeran
Eisenreich & Hinterseher - Andima  (Tipp vom 14.11.2007 )
Am 10. November waren sie bei uns zu Gast und stellten mit einem kurzen Auftritt diese eindrucksvolle CD vor. Über drei Jahre haben die Geigerin Martina Eisenreich (Rudi Zapf, Lauschgold) von der Akkordeonist Andreas Hinterseher (Quadro Nuevo) an diesem Album gearbeitet. Die Mühe hat sich gelohnt. Herausgekommen ist ein an Ideenreichtum und Virtuosität seinesgleichen suchendes Werk. Die bildreiche Sprache vermittelt den Hang der beiden zur Filmmusik.
Eisenreich studierte Filmmusikkompostion und Andreas Hinterseher hat mit Quadro Nuevo bereits viele Filmthemen neu arrrangiert. Die beiden harmonieren großartig live und auf CD und treten eine musikalische Reise an, die wenn man so will in Irland beginnt, über Frankreich nach Deutschland führt, dann nach Südamerika und dann direkt in ein Traumland das all diese Einflüsse vereint, verarbeitet, spielerisch anreisst, wieder entführt, mit Witz irreführt, den Boden zu verlieren scheint, aber doch immer wieder zurückkehrt mit schier unglaublicher Musikalität und Virtuosität. Sicher eines der besten Alben bisher aus dem Umkreis unserer bayerischen Musikerelite. Im Frühjahr wird es auch noch ein Konzert mit den beiden in der Licca Lounge geben.
Der genaue Termin steht noch nicht fest, aber wir informieren rechtzeitig.
ENNIO MORRICONE - VATEL  (Tipp vom 30.05.2003 )
Gerald Depardieu spielt den Küchenchef am Hofe König Ludwigs XIV der sich in die Frau des Königs, gespielt von Uma Thurman verliebt. Hierbei handelt es sich nach "The Mission" und "City of Joy" um die dritte Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Roland Joffe´ und Ennio Morricone. Der Soundtrack beinhaltet neben einigen klassischen Werken haupt-sächlich Stücke aus der Hand Morricones. Er hat es wieder einmal geschafft durch seine Musik eine Stimmung zu erzeugen die den Film aufwertet und abrundet. Im Gegensatz zu Morricones letzter Filmmusik "Mission to Mars" die in keinster Weise zu einem Science-Fiction-Film oder gar auf eine CD gehört hatte, merkt man bei "Vatel" das ihm diese Art von Filmkunst mehr inspirierte. Herausgekommen ist ein feinfühliger Score der einen, vielleicht erst beim zweiten Hören, richtig ergreift und dann aber wirklich begeistert. Das ganze Album ist sehr abwechslungs-reich, manche Stücke bieten Parallelen zu Phillip Glass, andere führen einen über sanfte Chöre in das 16. Jahrhundert bis hin zu Klavier-sonaten die an Wolfgang Amadeus Mozart erinnern. Dieser Soundtrack gehört wohl zweifelsohne zu den besten Filmmusiken der letzten Jahre.
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Weitere empfehlenswerte und erhältliche Soundtracks von Ennio Morricone: Spiel mir das Lied vom Tod, The Mission, The Untouchables, Rampage, Once upon a Time in America, Cinema Paradiso, The Good, the Bad and the Ugly, For a Handful of Dollars, For a Handful of Dollars more, In the Line of Fire, Bugsy, City of Joy, Causulties of War, I comme Icare, Der Clan der Sizilianer, Der Profi, Der Aussenseiter, Angst über der Stadt, Todesmelodie, Mein Name ist Nobody, Orca, Sampler: Mondo Morricone und More Mondo Morricone
ENSEMBLE BERLIN - SCHILFLIEDER, OP.28 / DEUX RHAPSODIES  (Tipp vom 30.05.2003 )
CD-Tipp anläßlich des Konzerts am 12.04.03 im Rathaus

ENSEMBLE BERLIN

Die Landsberger Sommermusiken fanden 20030bereits zum fünften Mal statt. Damit gehört diese Konzertreihe traditionell zum Kulturleben der Lechstadt.

Das besondere an den Landsberger Sommermusiken ist nicht nur die Tatsache, dass sich dazu ausschließlich Weltklassemusiker der Berliner Philharmoniker einfinden, sondern auch die Auswahl des Programms. Die Konzertabende gehen weit über das hinaus, was sonst an Kammermusik geboten wird. Zur Aufführung gelangen also nicht die ständig wiederkehrenden Standards, sondern viele bisher unentdeckte Perlen der Musikgeschichte. So sind die Landsberger Sommermusiken auch ein Treffen wahrer Musikfreunde und kein Aufmarsch unvermeidlicher Honoratioren wie sonst in Kleinstädten eher die Regel.

Aus den Sommermusiken hervor ging nun das „Ensemble Berlin“ um Christoph Hartmann. Auf ihrer Debut CD griffen sie den Geist des Festivals auf und spielten zwei fast vergessene Werke ein: Klughards Schilflieder (1872) und Loefflers Deux Rhapsodies (1901). Beide Werke sind in Ton umgesetzte Gedichte. Die Schilflieder basieren auf Gedichten Nicolaus Lenaus und Deux Rhapsodies bezieht sich auf Gedichte des französischen Poeten Maurice Rollinat, nachzulesen auch im Booklet der CD. Die Texte beschreiben Naturbilder und dem Ensemble Berlin gelingt es vorzüglich diese Stimmungen musikalisch zu vermitteln. Man bemerkt die Spielfreude der Musiker mit der sie diese facettenreiche Bildersprache mit Leichtigkeit meistern. Ein nicht zu überbietender Genuss für alle Kammermusikfreunde und solche die es werden wollen.

Am Sonntag, den 12.04.2003 haben wir nun auch Gelegenheit beide Werke im Konzert zu erleben. Das Ensemble Berlin gibt ein einmaliges und außerordentliches Gastspiel im Rathaus Landsberg. Man kann jedem Musikfreund nur dringend raten sich diesen Abend freizuhalten und sich mit dem Ensemble Berlin auf eine kammermusikalische Entdeckungsreise einzulassen.

ENSEMBLE BERLIN ´MITGLIEDER DER BERLINER PHILHARMONIKER´ - SCHILFLIEDER, OP.28 / DEUX RHAPSODIES

Klughardts
Schilflieder, fünf Phantasiestücke für Klavier, Oboe und Bratsche, entstanden 1872.
Die Partitur trägt eine Widmung an Franz Liszt "in inninger Verehrung", und das Werk steht unter dem Einfluss des älteren Komponisten nicht allein wegen des komplizierten, abwechslungsreichen Klaviersatzes, sondern auch, weil es einen außermusikalischen Stoff beschreibt, nämlich die poetische Schilderung eines Naturbildes. Es handelt sich um eine Gruppe von fünf Gedichten von Nikolaus Lenau, die strophenweise in der Partitur abgedruckt sind und das Ambiente des jeweiligen Stücks bestimmen. Das erste Stück beschreibt den von Weiden überhangenen Teich; der Dichter ist gekommen um das Ende einer Liebschaft zu beklagen und sieht, wie der Abendschein durch die Binsen strahlt. Im zweiten Stück bricht die Nacht über den Teich und seine Seele herein. Im dritten wandert er inmitten des rauschenden Schilfs und denkt traurig an die Geliebte, deren Stimme im Weiher unterzugehen scheint. Das vierte Stück beschreibt ein Gewitter, das bei Sonnenuntergang losbricht; im Licht der Blitze meint er das vergängliche Bild der Verlorenen zu sehen. Im letzten scheint der Mond auf eine friedliche Welt mit grasenden Hirschen und Vögeln im Rohr; auch der Dichter ist ruhiger und denkt an die Geliebte wie bei einem stillen Nachtgebet.

Charles Martin Loeffler
Die zwei Rhapsodien aus dem Jahr 1901 basieren, wie die Schilflieder von Klughardt, auf Gedichten. Vertonungen zweier französischer Gedichte von Maurice Rollinat, deren deren Texte als Einführung in der Partitur abgedruckt sind. "L´Ètang" (Der Teich) ist wie bei Lenau von Schilf umringt und der Himmel ist sturmumweht; doch in ihm leben unheimliche Kobolde und "schwindsüchtige Kröten", und der Mond sieht aus wie "ein Totenkopf, von innen her erhellt", der sich "in einem dunkeln Spiegel" betrachtet. "La Cornemuse" (Der Dudelsack) ertönt im Wald wie der heulende Wind oder das Röcheln einer sterbenden Frau; der Dudelsackpfeifer ist tot, aber bei Nacht kann der Dichter in der Tiefe seiner Seele noch immer "wie seinerzeit, das Klagen seines Dudelsacks" hören.
Die phantastische Atmosphäre der Gedichte spielt sich im virtuosen Klaviersatz wieder; die Melodielinie ist zumeist der Oboe oder Bratsche überlassen. In der zweiten Rhapsodie rufen leere Quinten und Oktaven, sowie eine wirbelnde Melodie, die schließlich in der Ferne verklingt, Assoziationen an den Dudelsack hervor.

Hörproben:

Langsam, träumerisch (77 kB / ca. 1 Min.)

Feurig (60 kB / ca. 1 Min.)

l´Étang (72 kB / ca. 1 Min.)

ERYKAH BADU - MAMA'S GUN  (Tipp vom 30.05.2003 )
3 Jahre nach ihrem sensationellen Debüt "Baduizm" ist nun die zweite CD der Afroamerikanern Erykah Badu erschienen. Mit "Mama's Gun" beweist die heute 30-jährige Sängerin endgültig, daß sie zu den ganz großen und besonderen Interpretinnen des Souls gehört. Ihre Musik und Texte - für die sie ausnahmslos selbst verantwortlich ist - sind voller Fantasie und Geist. Ihr Sound ist abwechslungsreich verspielt: Coole Funkyness, jazzige Grooves, Bluesiges und Folkiges, von allem etwas, aber immer an der richtigen Stelle, nie beliebig oder wahllos. Alles in allem nutzt sie die verschiedenen Ausdrucksformen des Souls so gekonnt wie zur Zeit keine(r). Sie sprengt damit nicht nur die musikalischen Dimensionen der meisten ihrer für MTV gestylten kaffeebraunen Sängerkolleginnen, sondern beweist auch, daß charakterstarke Musik auch heute noch erfolgreich sein kann. So verkaufte sie von "Baduizm" weltweit bereits über 4 Millionen CD's.
FAT FREDDYS DROP - BASED ON A TRUE STORY  (Tipp vom 03.08.2005 )
Man kann nur staunen, was da vom anderen Ende der Welt zu uns herüber tönt: Sieben Herren gelten als Neuseelands Finest, und gönnt man sich ihr Debütalbum, das es als erstes unabhängig vertriebenes Album an die Spitze der neuseeländischen Charts schafft, auch nur ein paar Minuten, wird sofort klar, warum das so ist. Wie bei vielen anderen großartigen Dingen, fällt es ausgesprochen schwer, den Neuseeländern ein eindeutiges Etikett aufzukleben: Zu sagen, es handle sich um Dub-Reggae, würde der enthaltenen Vielfalt bei Weitem nicht gerecht. Hier steckt schon auch Jazz drin, eine gehörige Portion Funk und etwas Elektropop. Kaum zu fassen, zu welch stimmiger Einheit sie die verschiedenen Versatzstücke verweben - als hätte es nie anders sein sollen.
pm
FEIST - METALS  (Tipp vom 10.10.2011 )
Album Nummer 3 der 35-jährigen Kanadierin Leslie Feist - ganz frisch auf dem Markt und schon das Kontext-Album der zweiten Jahreshälfte - musikalisch u.a. wieder mit Mocky und Chilly Gonzales (auch nur unter Gonzales bekannt) - ein wahrlich herausragendes Stück zeitgenössischer Popmusik mit Tiefe: http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8781
Feloche - La Vie Cajun  (Tipp vom 17.10.2010 )
Auf seinem Debütalbum bietet der Mandolinenvirtuose und Sänger eine einzigartige Mischung aus Electro-Cajun, Pop und wildem Rocksteady, aus der uns die dunstige Hitze des Bayous im Süden der USA entgegenschlägt. Auf "La Vie Cajun" kreiert der Pariser Musiker eine urbane Interpretation des Cajun, jener frankophonen Kultur, die im 18.Jahrhundert ihren Weg nach Louisiana fand, und dort heute noch gepflegt wird. Dabei ist Féloche kein Traditionalist. Sein Mandolinenspiel mag als Zeichen des Althergebrachten interpretiert werden, mit dem Féloche den akustischen Blues und Folk Louisianas und New Orleans wieder belebt - der Bricolage-Charakter seiner Musik aber klingt voll und ganz nach 21. Jahrhundert. Féloche nennt seinen Sound Urban Bayou - ein lässiges Gemisch aus Bluegrass und ukrainischem Punk, Reggae-Licks und französischen Chansons, Hip-Hop-Beats und Akkordeonsoli. Und auf "La Vie Cajun" erklingt sogar die Stimme der New-Orleans-Legende Dr. John.
FIRST BLOOD (RAMBO) -   (Tipp vom 30.05.2003 )
Jerry Goldsmith ein "Songwriter" über den man nicht mehr all zuviel schreiben muss. Der heute 72 jährige blickt auf 45 Jahre Filmmusik schaffen zurück. Pro Jahr liefert er immer noch 4 - 8 Soundtracks ab. Seine Arbeit zu First Blood (Rambo 1) ist diese Tage digital remastered wiederveröffentlicht worden. Zu diesem Film hat er eine sehr eingängliche Musik geschaffen die einen Wiedererkennungs- Effekt hat. Ein Klassiker für jeden Goldsmith-Fan. Der Titelsong wird von Sylvester Stallones Bruder Frank gesungen, der natürlich auch von Goldsmith komponiert und orchestral arrangiert wurde.
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Weitere erhältliche Soundtracks von Jerry Goldsmith: Alien, L. A. Confidential, Poltergeist I+II, Omen I+II+III, Chinatown, Islands in the Stream, Total Recall, Basic Instinkt, Nicht ohne meine Mutter, Outland, Capricorn One
FLAW - THROUGH THE EYES  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Debütalbum dieser äußerst hoffnungsvollen Newcomer aus Übersee, genauer gesagt Kentucky, besticht durch sein Abwechslungsreichtum, den sehr ausdrucksstarken Gesang von Sänger Chriss Volz und der äußerst druckvollen und harmonischen Produktion von David Botrill(u.a.Tool). Die insgesamt 13 Songs umfassen ein sehr breites emotionales Spektrum, sowohl in musikalischer Hinsicht als auch in den Songtexten. Wut, Frustration und Haß, aber auch Trauer, Entspannung und Ruhe, all diese Gemütszustände wurden von der Band sehr stimmungsvoll in die einzelnen Songs miteingebaut. Der Opener Only the strong besticht durch seine ausgewogene Mischung aus Härte und Melodie und einen sehr schönen Chorus, der Song Payback durch seinen absoluten Killerriff. Weitere Anspieltipps sind die beiden Hitverdächtigen Titel My letter und Best i Am, beides sehr gefühlvolle Halbballaden sowie das hymnische Whole. Alle Fans moderner, ausdrucksstarker Rockmusik, die Wert auf Abwechslung und dem richtigen Verhältniss zwischen Melodie und Härte legen, sollten zumindestens mal ein Ohr riskieren.
FLORENCE + THE MACHINE - CEREMONIALS  (Tipp vom 31.10.2011 )
25 Jahre und schon eine Stil-Ikone - und zwar in zweierlei Hinsicht: Nicht nur, dass uns Florence Welch mit ihrem zweiten Album ein weiteres Art-Pop Meisterwerk beschert, nein, sie hat geschafft, wovon Millionen Frauen träumen: Chanel und Gucci fragen an, ob sie sie beliefern dürfen und Designer Karl Lagerfeld hat sie zu seiner Muse erkoren, sie bei seiner diesjährigen Chanel-Show singen lassen - und es sich nicht nehmen lassen, die charismatische Sängerin bei einem Fotoshooting höchstpersönlich zu fotografieren. Doch auch abseits von Glamour und Blitzlicht weiß das neue Album "Ceremonials" stilsicher zu überzeugen: http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8857
Francesco Tristano - Bachage  (Tipp vom 21.03.2011 )
Der Luxemburger mit dem italienischen Namen steht für die Verbindung von Klassik und postmoderner Elektronik. Mit Bachage spannt er den Bogen zwischen zwei Komponisten, die gewissermaßen für Anfang und Ende des klassischen Komponisten stehen: J.S. Bach und John Cage. über Tristano s zb auch http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/der-sozius-des-kapitalismus/
Unbedingt hören sollte man auch sein Vorgängeralbum Idiosynkrasia
FRANZ LACHNER - NONETT F-DUR FÜR FLÖTE, OBOE, KLARINETTE, HORN, FAGOTT, VIOLINE, VIOLA, VIOLONCE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Mit Sicherheit ein Höhepunkt der diesjährigen Sommermusiken. Lachner (1803 bis 1890), geboren in Rain am Lech war u.a. Münchner Hofkapellmeister und ein Freund Franz Schuberts. Seine Werke blieben teils ungedruckt und so existieren leider nicht allzu viele Aufnahmen mit seinen Werken. Ganz hervorragend und unbedingt empfehlenswert ist die Einspielung des Consortium Classicum von Orfeo in München mit Anja Lechner und Helmut Nicolai vom Rosamunde Quartett.
FRAUNHOFER SAITENMUSIK - JOC AUF SCHÖTTISCH  (Tipp vom 30.05.2003 )
Seit nunmehr stolzen 20 Jahren gibt es die Fraunhofer Saitenmusik. "Gegen den Rhythmus der Zeit" und "Volksmusik in schwierigen Zeiten" hießen ihre ersten beiden (damals) Schallplatten. Und nach wie vor sind diese Titel Sinnbild ihres musikalischen Wirkens. Mittlerweile hat man allerdings eher das Gefühl, daß die Fraunhofer selbst stärker als Rhythmus und Zeit sind und eben diese zu bestimmen scheinen. Die Fraunhofer Saitenmusik war immer schon mehr als Traditionalität. Sie gelangten nicht umsonst zu Weltruf mit ihrer Fähigkeit musikalische und kulturelle Grenzen zu überschreiten. Das sie dabei unsere bayerische Tradition der Stub´nmusi mit Zither, Hackbrett, Harfe, Gitarre und Kontrabass als Basis wählten verwundert nur in einer Gesellschaft, die zu weiten Teilen Angst hat vor der eigenen Tradition. Auch auf ihrer neuesten CD finden sich neben traditionellen bayerischen Tänzen und Weisen u.a. auch Stücke aus Ungarn, Irland oder Frankreich, sowie für Stub´musi arrangiertes klassisches.
G.Love & Special Sauce - Superhero Brother  (Tipp vom 09.07.2008 )
Mit dem mittlerweile dritten Studioalbum auf Jack Johnsons Brushfire-Label meldet sich Songwriter Garrett Dutton alias G. Love zusammen mit seiner Band Special Sauce zurück. „Superhero Brother“ ist das insgesamt elfte Album des 35-Jährigen (ein Live- und ein Best-Of-Werk eingerechnet), der auf unnachahmliche Art und Weise Funk, HipHop, Blues, Folk und Americana verbindet. Dabei klingt G. Love mindestens so locker und relaxt wie sein Freund und Labelchef Jack Johnson – mit dem Unterschied, dass sich bei Herrn Dutton nicht jeder Song gleich anhört. Darf man so etwas überhaupt sagen?? (KK)
GERHARD POLT - ABFENT ABFENT  (Tipp vom 30.05.2003 )
...und schon sind wir wieder mittendrin im Streß und der Hektik der "Staaden Zeit". Die Tage bis zur Bescherung hilft uns nun allerdings Gerhard Polt verkürzen. Mit einem kabarettistischen Weihnachtsspecial trifft er mal alle Nägel auf den Kopf. Die CD "Abfent Abfent" vereint neue und altbekannte Äußerungen Polts zum und ums Thema Weihnachten wie zb "Nikolausi", "Der Weihnachtsneger", Vorsicht Neujahr" oder "Die Weihnachtsgratifikation". Eine Empfehlung für jeden, der den fast normalen täglichen Wahnsinn ein wenig von außen betrachten möchte. Polt ist halt Polt, und das ist auch gut so!
GERHARD POLT - UND WER ZAHLT´S?  (Tipp vom 30.05.2003 )
Über Gerhard Polt muß man nicht mehr viele Worte verlieren. Außer vielleicht, daß es immer noch Leute geben soll, die nicht verstehen können was denn an diesem Herrn das Satirische sein soll. So nah bewegt er sich an unserer Alltags-Realität....fast wie im richtigen Leben halt. Den guten persönlichen Beziehungen des Landsberger Konzertveranstalters Dietmar Michl zu dem Kabarettisten ist es zu verdanken, daß Polt in den vergangenen Jahren auch immer wieder mal zu Gast in der Lechstadt war. Und nun gibt es sogar eine CD, die größtenteils aus Aufnahmen besteht, die während seines letzten Auftritts im Juli 2000 im Sportzentrum gemacht wurden. Als (fast?) mitten im richtigen Leben stehender Landsberger sollte man sich dieses Schmankerl daher auf keinen Fall entgehen lassen....jo mei...!
GIANLUIGI TROVESI & GIANNI COSCIA - IN CERCA DI CIBO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Kein geringerer als der italienische Schriftsteller Umberto Eco zeichnet verantwortlich für die einleitenden Worte zu dieser CD. Ein seltenes Ereignis und fast schon eine rar gewordene Aufwertung einer CD-Produktion in einer Zeit, da Musik - und vor allem auf CD produzierte Musik - für viele nur noch billiger austauschbarer Wegwerfartikel zu sein hat, den man benutzt, um nicht zu sagen mißbraucht zum "eigenen" Lifestyle. "In cerca di cibo" von den Herren Trovesi und Coscia hat diese Würdigung auch allemal verdient. Auschließlich mit Akkordeon und Klarinette bewegen sich die beiden virtuos und keinesfalls zu kopflastig durch die italienische Folklore, Swing und Kammermusik. Assoziationen zu Astor Piazzola und Giora Feidman sind unvermeidlich, wobei diese CD eine durch und durch italienische ist. So finden sich neben eigenen Stücken einige italienische Klassiker, wie zb die "Celebre Mazurka Variata" (freilich "Alterata" bei Trovesi und Coscia) oder die umwerfend schöne Titelmusik zu "Il Postino". Eco bringt es auf den Punkt: "Es gibt nichts verführerisches als Raffinesse, wenn sie die Demut hat, sich als Naivität zu maskieren" und er stellt fest "An einer Strassenecke wie im Konzertsaal würden sie sich gleichermaßen zu Hause fühlen."
GIANMARIA TESTA - IL VALZER DI UN GIORNO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Wort Liedermacher klingt irgendwie nach Handwerk und daher im Cyberzeitalter ein wenig antiquiert. Ob man ein Lied "machen" kann, ist ohnehin fraglich. Im englischen schreibt man es ("songwriter") und auch das italienische Wort "cantautori" beschreibt mehr den kreativen Prozeß als die Handlung.Wie auch immer man Gianmaria Testa nun nennen will, in jedem Fall sind seine Lieder einzigartig großartig. Er schafft es mit rauchiger Stimme und Gitarre seinen Liedern ein Gewicht zu geben, wie sonst nur wenige. Assoziationen zu Leonhard Cohen, Bob Dylan und Paolo Conte werden wach. Testa gehört zur neuen Generation italienischer "Liedermacher", obwohl mit Mitte Vierzig auch nicht mehr der allerjüngste. Erfolge feiert er - neben seiner Heimat Italien - vor allen Dingen in Frankreich, wo auch sein neuestes Album "Il Valzer di un giorno" erschien. Bei uns ist die CD als Import erhältlich. Ein absoluter Geheimtipp für alle Freunde "gutgemachter" italienischer Musik!
GIDON KREMER - EIGHT SEASONS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Stargeiger Gidon Kremer´s Leidenschaft für den Tango hat bereits einige hervorragende CD-Produktionen zur Folge gehabt. Vor allen Dingen die Rekonstruktion Astor Piazzollas Tango-Oper "Maria de Buenos Aires" kann getrost als Meisterleistung gefeiert werden. Ein weiteres nie von Piazzolla selbst komplett aufgenommenes Werk ist dessen Version der Vier Jahreszeiten. Es handelt sich dabei nicht um eine Adaption der Vivaldi Jahreszeiten, sondern um eine eigenständige Kompostion des "Tango-Königs". Gidon Kremer stellt nun Vivaldis und Piazzollas Vier Jahreszeiten nebeneinander und das im wahrsten Sinne des Wortes. Alte und neue Welt, Nord- und Südhalbkugel, Klassik und Moderne treffen aufeinander. Wer denkt schon darüber nach, dass wir in Wirklichkeit auf der Erde acht Jahreszeiten durchlaufen bzw global betrachtet eine Unterteilung in Jahreszeiten gar nicht möglich ist. So verseht auch Gidon Kremer seine neue CD als Dialog zweier Genies, die den Rahmen von Zeit und Geographie ignorieren und sich statt dessen auf das Wesentliche konzentrieren.
GLADIATOR - HANS ZIMMER  (Tipp vom 30.05.2003 )
Hans Zimmer, der mittlerweile zu einem der erfolgreichsten Filmmusikkomponisten von Hollywood aufgestiegen ist, hat für diesen "Sandalenfilm" eine Musik geschaffen, die nicht so abgedroschen klingt wie die antiquate Bezeichnung für dieses Filmgenre der römischen Geschichte betreffend. Zimmer hat sich wohl von Miklos Rosza´s "Ben Hur" über Alex North´s "Spartacus", durchgehört und mit seinem eigenen Stil im wahrsten Sinne des Wortes in Einklang gebracht. Er hat eine Musik geschaffen die den Film in jeder seiner Einstellungen positiv beeinflusst, aber auch eine die ohne den Film leben kann. Dies zeigt alleine schon das Titellied, das er unter Einbringung der Sängerin Lisa Gerarrd zu einem besonderen Hörgenuss werden lässt. Eine weitere Oscar-Nominierung für die im März 2001 anstehende Oscar-Verleihung ist ihm wohl sicher.
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Weitere erhältliche Soundtracks von Hans Zimmer: The Rock, Rainman, Miss Daisy und ihr Chauffeur, Pacific Heights, Regarding Henry, Green Card, Besser gehts nicht, Black Rain, Mission Impossible II
GNARLS BARKLEY - ST.ELSEWHERE  (Tipp vom 17.06.2006 )
Mit Brian Burton alias Danger Mouse und Thomas Calloway alias Cee-Lo haben sich zwei der eigenwilligsten Aktivisten der US-HipHop-Szene zusammengeschlossen. Danger Mouse war u.a. verantwortlich für das legendäre "Grey Album", ein Mash-Up aus Beatles-Songs und Raps von Jay-Z, sowie als Produzent des letzten Gorillaz Album. Cee-Lo zeigte bereits als Mitglied der HipHop-Formation Goodie Mob, sowie des Künstlerkollektivs Dungeon Family, dass er als Sänger und Rapper kaum zu schlagen ist. Gemeinsam vermischen sie in den 14 Tracks nach Lust und Laune Soul-, Blues-, Rock-, Folk-, Psychedelic- und HipHop-Elemente und kreieren so einen ebenso explosiven wie eigenwilligen Soundcocktail.
pm
GOMEZ - WHATEVER´S ON YOUR MIND  (Tipp vom 23.09.2011 )
...aus der Abteilung Perlen fischen das neue Album von "Gomez - Whatever´s On Your Mind". Musik für Musikhörer!

http://www.titel-magazin.de/artikel/16/9603/gomez-whatever%C2%B8s-on-your-mind.html
GOTAN PROJECT - LA REVANCHA DEL TANGO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ein Trio bestehend aus einem Franzosen, einem Schweizer und einem Argentinier sorgt gerade in der Tango Szene für helle Aufregung. Ihr Name: "Gotan Project". Das Besondere an dieser Tango CD namens "La Revancha del Tango" ist die Mischung von Tradition und moderner DJ Culture. Die drei Herren schaffen es dem Tango einen neuen Sound zu geben ohne ihn in seiner Substanz zu zerstören. Tango im modernen Gewand zum Tanzen und zum Zuhören. Das Bandoneon trifft hier auf Grooves, Samples und Beats. Diese spannende Verbindung funktioniert sogar live. Publikum und Kritiker sind gleichermaßen begeistert. "La Revancha del Tango" ist mit Sicherheit ein Album, welches auch Astor Piazolla empfehlen würde. Eine Verbeugung vor dem Meister aller Zeiten und letzten grossen Erneuerer des Tango in Form des Titels "Vulvo al Sur" darf natürlich auf dieser CD nicht fehlen.
GOTYE - MAKING MIRRORS  (Tipp vom 19.12.2011 )
Das Musik-Jahr geht zu Ende, da kommt kurz vor Toreschluss ein nahezu perfektes Popalbum auf den Markt: "Making Mirrors" von Gotye. Den Namen muss man noch nicht kennen, aber man sollte ihn sich merken. Denn nächstes Jahr wird man den Australier mit belgischen Wurzeln vermutlich als neuen, frischen Popstar wiedersehen, der stimmlich mitunter an Michael Stipe von R.E.M. und Peter Gabriel erinnert: http://www.cdstarts.de/kritiken/109126-Gotye-Making-Mirrors.html
GRAND NATIONAL - KICKING THE NATIONAL HABIT  (Tipp vom 17.08.2005 )
Eine der meist gehyptesten Bands aus England kommt nun endlich mit ihrem Debutalbum nach Deutschland. Das Duo aus Londons Norden, das sich nach dem traditionsreichsten Jagdrennen Englands benannt hat, überzeugt mit einem modernen Pop-Verständnis, das sich auf allerbeste englische Traditionen zwischen Indie und Dance beruft - Gitarren-Pop-Ohrwürmer mit Laidback-Funk, Reggae/Ska-Rhythmen und Disco Grooves. Hier treffen New Order-Basslines auf Zero 7-Easyness und der chilled Reggae von The Police auf Blur’sche Pop-Selbstironie. Neuer Indie-Pop zum Tanzen. Neuer Indie-Pop für den Sommer.
pm
Grasscut - 1 inch 1/2 mile  (Tipp vom 23.07.2010 )
http://www.myspace.com/grasscutmusic
Grinderman - Grinderman 2  (Tipp vom 17.10.2010 )
Die "böse" Seite von Nick Cave und Warren Ellis. Hier wird nicht gekuschelt, hier wird geschunden und getreten. Laut und wild, wie eine Dampfwalze im Hurricane. ...und dann klart es auf: unbedingt hören bis zum Ende. Ich meine durchhören: nicht schummeln und skippen. Es lohnt sich. Ein grosses Album, wieder mal!
GUISEPPE VERDI - STREICHQUARTET IN EINER BEARBEITUNG FÜR FLÖTE, OBOE, KLARINETTE, HORN UND FAGOTT  (Tipp vom 30.05.2003 )
Verdis Streichquartett gehört zu den Klassikern der Kammermusik. Diese Bearbeitung für Bläser stammt von Morderai Rechtmann. Zur Orientierung empfehlen wir die ganz hervorragende Einspielung des Delmé Quartetts oder die CD Verdi & Variations der I Musici de Montreal mit einer sehr gelungenen Bearbeitung für Orchester.
HALEH ALP - SPIELT WERKE VON FREDERIC CHOPIN  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der zurückhaltende Titel sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß man es hier mit einer Pianistin von Weltrang zu tun hat.
Mit beethovenschem Temperament spielt sie die eröffnende Ballade in g-moll; ihr emotionaler Ansatz ist ergreifend, ihre Tempogestaltung atemberaubend risikofreudig.
Als für Chopin geradezu prädestiniert erscheint ihre aussergewöhnlich sorgfältige Phrasierung: jeder Lauf wirkt durchdacht und gefühlt zugleich, ihr Rubatospiel ist kontrolliert durchdrungen. Dem Sicheinlassen auf die Details begegnet der stete Überblick dieser Interpretin über die Gesamtheit der Komposition. Neben alledem begleitet einen durchweg der Eindruck des Frischen, Spontanen beim Hören dieser CD.
Haleh Alp stellt Chopin nach ihren eigenen Worten in die erste Reihe der Komponisten der Klavierliteratur; ent prechend ernst nimmt sie die "24 Preludes": weitaus mehr als eine Sammlung kurzer Charakterstücke empfindet sie diese als ein Bekenntnis Chopins, als sein Meisterwerk. Als Hörbeispiel empfehle ich das Lento
e-moll (Titel 17) und das Presto con fuoco (Titel 19). Haleh Alp lebt seit kürzerem in der Landsberger Region, ihren Chopin-Abend am 28.Juni im Stadttheater-Foyer, dessen Kernstück die "Preludes" sein werden, sollte man sich vormerken - und hingehen.
Thomas Carl
Hamel - Nobody´s Tune  (Tipp vom 09.06.2010 )
Cooler Swingpop für Fans von Roger Cicero und Michael Buble.
http://www.myspace.com/hamelmusic
HAPPY MONDAYS - UNCLE DYSFUNKTIONAL  (Tipp vom 01.08.2007 )
Eine der großartigsten Bands aus Manchester kehrt nach langer Pause zurück und legt endlich ein neues Studioalbum vor - das erste Album seit "Yes Please" von 1992 und der Re-Union von 2004. Aufgenommen wurde das Album letztes Jahr unter der schützenden Hand von Produzenten-legende Howie B und Sammy Levine (einem Enkel von Quincy Jones). Die Band beendete gerade eine erfolgreiche Tour durch das United Kingdom und das Feedback der Medien war überwältigend!
In den frühen 90ern gehörte die Band um Shaun Ryder neben den Stone Roses, The Charlatans und The Farm zu den Helden der sogenannten englischen "Rave"-Szene. Schon bemerkenswert, wie die alten Recken drogengeschwängerte, unwiderstehliche Dance-Rhythmen, Brit-Rock und Funk in den Griff bekommen. Anscheinend haben die unzähligen, vor Jahrzehnten geschluckten Ectasy-Pillen einen angenehmen, extrem verspäteten Flashback, der ihnen damals wohl auch den gegensätzlichen Namen gab, hervorgerufen. Selbst wenn dieses erste Album der auf ein Trio abgespeckten Happy Mondays nach 15 Jahren nicht mehr den vollen „Pills & Thrills“ Effekt hervorruft und britische Neo-Raver wie Klaxons oder Shitdisco mittlerweile wilder und frischer daherkommen, servieren sie immer noch ein paar phatte Beats und machen die lange Unterbrechung vergessen.
pm
HARD-FI - STARS OF CCTV  (Tipp vom 08.02.2006 )
Gefunden haben sich die vier Jungs Anfang 2002 in Staines, einem Vorort von London, der nicht gerade für Hippness bekannt ist. Um hier richtig losrocken zu können, mussten sie selbst was auf die Beine stellen. Kurzerhand mieteten Hard-Fi eine leerstehende Taxizentrale, richteten sich dort ihr Studio ein und nahmen ihr vorliegendes Debut-Album auf. Sie liefern auf "Stars of CCTV" eine gelungene Mischung aus Pop, Punk, Britrock, House, Dub und einem halben Dutzend anderer Stilrichtungen und können mit ihren Endzwanzigern bis in die 70er Jahre zurückgreifen. In England entwickelten sie sich in kürzester Zeit zum Geheimtipp, mittlerweile sind Hard-Fi für den begehrten Mecury-Award nominiert, den auch schon Bands wie Coldplay oder Franz Ferdinand erhalten haben.
pm
HEITOR VILLA-LOBOS - DUO FÜR FLÖTE UND FAGOTT  (Tipp vom 30.05.2003 )
Dieses Werk schrieb der Brasilianer Villa-Lobos 1957 in Paris zwei Jahre vor seinem Tod. Die Kammersolisten der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz widmen sich auf ihrer CD "Kammermusik für Bläser" ausschließlich Werken dieses zu Lebzeiten nicht unumstrittenen Komponisten.
HELGE SCHNEIDER & HARDCORE - JAZZ  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wenn einem bei Helge Schneider nur Katzeklo einfällt ist das, als ob man bei Bayern nur die Lederhose im Kopf hat - man denkt zu kurz. Dass sich hinter Schneiders schräger Erscheinung ein außerordentlicher Musiker verbirgt, hat sich allerdings mittlerweile herumgesprochen. Noch dazu ist er ein guter Musiker im ganz traditionellen Sinn, d.h. er versteht viel von den ganz leisen Akzentuierungen, den feinen und weniger feinen Unterschieden zwischen talentiertem Können und mühseligem Genaddel. Da er weiß was gut ist, kann er es sich erlauben das Schlechte zu persiflieren. So virtuos er als Musiker ist, so albern ist er als Künstler im ganzen. Die neue CD "Jazz" zeigt ihn von der weniger albernen Seite. Musik pur, ohne Sketche, ohne Texte. Allerdings trotzdem mit all dem Anarchismus, den Helge Schneider ausmacht. Er interpretiert mit seiner kleinen Band Hardcore Jazzklassiker wie "Stomping At The Savoy", "Mood Indigo" oder "Mack The Knife" und man merkt die Herren haben Spaß. Und auch das Zuhören macht Spaß und das ist ja wohl unbestritten das allerwichtigste in der Musik.
HERBERT - SCALE  (Tipp vom 13.06.2006 )
Matthew Herbert - seit zehn Jahren als recording artist tätig - ist ohne Zweifel einer der innovativsten Elektronik- und Pop-Produzenten Großbritanniens. Neben den Releases unter eigenem Namen hat er auch unter den Pseudonymen Doctor Rockit, Wishmountain, Radio Boy, Transformer u.a. veröffentlicht. Er überschreitet immer wieder Grenzen: Sein Schaffen erfreut sich weltweiten Respekts, unabhängig von einzelnen Genres oder hermetischen Szene-Kreisen. Das zeigt schon die Auswahl derjenigen Künstler, die Herbert produziert und remixt hat: Von Björk über REM, John Cale, Roisin Murphy bis zu Serge Gainsbourg.
Mit seinem neuen Album hat er seine bisher zugänglichste und eingängigste Song-Collection herausgebracht. Hier finden all seine Identitäten zueinander und er hat für sich auch wieder das Songwriting entdeckt. Die Platte ist wie ein opulentes Mahl an gefühlvollem Pop mit Integrität, Intelligenz und Erfindergeist. Sie ist der Beweis dafür, dass die beste Musik gleichermaßen verspielt und politisch sein kann, ernst und fabelhaft. Alles nur eine Frage der Scale, der Ausgewogenheit. Tipp!
pm
HUNDREDS - VARIATIONS  (Tipp vom 12.12.2011 )
Alte Streitfrage: Ist es der Song oder ist es der Sound? Beim vor anderthalb Jahren erschienenen Debütalbum des Hamburger Geschwisterpaars Eva und Philipp Milner war es erst einmal das Klangbild, jene fein ziselierte und trotzdem detailreiche elektronische Kühle, die überzeugt hat. Für Variations haben meist befreundete Musiker zehn der zwölf Stücke von Hundreds neu interpretiert:
http://byte.fm/magazin/blog/2011/11/29/neue-platten-hundreds-variations/
HÜLYA -   (Tipp vom 30.05.2003 )
Hülya Kandemir, türkisch-stämmig, in Deutschland aufgewachsen und seit einiger Zeit im Raum Landsberg wohnhaft verkörpert so etwas wie die self-made Künstlerin in Reinform. Ihre Musik und Texte sind sehr persönlich und in erster Linie im Singer-Songwriter Genre anzusiedeln. Vergleiche mit Tracy Chapman, Sheryl Crow oder Joni Mitchell kommen einen in den Sinn. Am Freitag, den 6. April stellt sie im Landsberger Stadttheater ihre aktuelle CD "Pure Energy" vor und wird dabei unterstützt von Andreas Keller, der sich u.a. bei Siggi Schwab als herausragender Percussionist profiliert hat. Obwohl hinter ihrer CD Produktion kein Riesenbudget steht sind die Aufnahmen allesamt hervorragend gelungen. Musiker und Tontechniker sorgen gemeinsam für ein stimmiges und genussvolles Klangbild. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie junge Musiker ihren eigenen Weg gehen und sich nicht den Zwängen des Big-Business unterordnen lassen. Im Prinzip hat Hülya alles was ein grosser Star in der Musikbranche braucht: Talent, Fantasie, eine ganz grosse Stimme und sie sieht gut aus. Nur eins hat sie nicht: die Absicht sich verbiegen zu lassen! Mehr Infos über Hülya gibt es auf der Website www.huelya.de.
INFADELS - WE ARE NOT THE INFADELS  (Tipp vom 16.02.2006 )
Das Quintett aus East-London präsentiert auf seinem Debüt eine Vielzahl von Sounds - neben rockigen Gitarren, poppigen Vocals und tanzbaren Schlagzeugrhythmen, findet der Hörer auch Keyboard Klänge, die jede Tanzfläche sofort in Schutt und Asche legen. Und so begann es...
Als die Urformation Greenship erste Erfolge feiern konnte, wurde zunächst die Band Balboa gegründet. Als sich noch Bassist und Percussionist zu Balboa gesellten, wurden die Infadels geboren und der Startschuß konnte abgefeuert werden. Die Briten orientieren sich u.a. an den Talking Heads, The Stooges und den Rolling Stones, weshalb es auch schwer ist diese Band zu klassifizieren.
Das renommierte, englische Wall Of Sound Label stellt mit dieser Indie-Pop-Perle sein erstes Highlight für 2006 vor.
pm
J.J.CALE - LIVE  (Tipp vom 30.05.2003 )
"Mama don't like no guitar players round here" beklagt sich J.J.Cale in einem seiner Songs. Tja, der Mann hat den Blues. Keiner schafft es allerdings dem Blues eine derartige Lässigkeit abzugewinnen wie der grosse alte Meister der weissen Bluesmusiker. Sein neuestes Album ist eine Sammlung seiner bekanntesten Songs in Live-Versionen. Kaum zu glauben, aber alle Stücke klingen so frisch als hätte er sie gerade erst geschrieben. Immerhin haben einige der J.J. Cale Klassiker mehr als 25 Jahren auf dem Buckel, wie zb Cocaine oder After Midnight. J.J.Cale beeinflußte maßgeblich Musiker wie Eric Clapton oder Mark Knopfler und viele seiner Songs wurden als Coverversionen durch andere Interpreten bekannter als durch ihn selbst. Ihn kümmert's wenig und die harte eingeschworene Fangemeinde auch nicht. Erst recht nicht wenn er alle paar Jahre auch selbst ein Lebenszeichen von sich gibt. Er macht sein Ding und er macht es gut, denn wie pflegt der alte Mann zu sagen: "I don't care what mama don't like...."
Jack Johnson - To The Sea  (Tipp vom 09.06.2010 )
Sommermusik pur! Leichtfüßig, locker und wolkenlos.

JACK PENATE - MATINEE  (Tipp vom 11.10.2007 )
Die Spatzen pfeifen es in London von den Dächern: Jack Penate wird der nächste große musikalische Sohn dieser Stadt. Jacks Kopf scheint voll von unglaublichen Pop-Songs zu sein. Schon auf seiner Debüt-EP schüttelte er kleine Hymnen aus den Ärmeln seines karierten Hemdes; seine erste Single schoss gleich in die Top 10 der britischen Single-Charts. Der 22-Jährige aus Süd-London zeigt sich auf Albumlänge als veritabler Meister des 3-Minuten-Popsongs und beweist, dass er jede Vorschußlorbeere wert war. Er weiß schon sehr genau, wie ein mitreißendes Album zu klingen hat! Produktionstechnisch unterstützt hat ihn dabei Jim Abiss (Artic Monkeys, Editors, Kasabian). Auch live ist der junge Mann, der sich sowohl mit Kate Nash als auch mit Lily Allen schon UK-Bühnen geteilt hat, ein Ereignis. Bei der Art und Weise wie er die Hüften kreisen lässt, würde sich Shakin’ Stevens ein Implantat wünschen. Im Herbst auf Tour und am 31.10. im Atomic Cafe in München. Pflicht!
pm
Jacob Young - Evening Falls  (Tipp vom 13.04.2004 )
Norwegen ist derzeit das Land mit der vitalsten Jazzszene Europas. Namen wie Jan Garbarek oder Bugge Wesselthoft stehen auch in ihrer Unterschiedlichkeit für eine eigene Identität, grenzübergreifend, generationenverbindend. Mit "Evening Falls" hat der Gitarrist Jacob Young vor kurzem bei ECM sein internationales Schallplattendebut veröffentlicht. Am Donnerstag, den 13.Mai 2004 steht er mit seinem aktuellen Programm auf der Bühne des Landsberger Stadttheaters. Die Musik Jacob Youngs ist geprägt von seiner norwegischen Heimat, gleichermasse aber auch durch eine genaue Kenntnis des amerikanischen Jazz und der Tradition großer Gitarristen von Jim Hall bis John Abercrombie. Die Band, die Young seit zwei Jahren begleitet reflektiert die Stile und Ideen von drei Generationen norwegischer Musiker: mit dem jungen Trompeter Mathias Eick, dem Schlagzeuger Jon Christensen, der unzähligen ECM Aufnahmen u.a. auch mit Jan Garbarek entscheidende Impulse verliehen hat, sowie Vidar Johansen an der Bassklarinette und Tenorsax und Mats Eilertsen am Kontrabass erkunden sie gemeinsam die weiten Räume, die Jacob Youngs lyrische Kompositionen eröffnen.
JAMARAM - OOKUCHAKA!  (Tipp vom 13.06.2006 )
Die Reggae Band bringt Südsee Flair nach Bayern, genau gesagt in die Landeshauptstadt München. Die 8-Köpfige Band formierte sich bereits vor 6 Jahren und brachte 2004 das Debüt „Kalahassi" heraus. Ein Jahr später schon schob man die EP „Never Too Late“ nach, die den gewünschten Erfolg brachte und den Jungs eine Menge Konzerte bescherte, wo sie ihren Bekanntheitsgrad um ein Vielfaches vergrößerten. Mit dem neuen Werk schließen sie genau da an. Im Vordergrund steht ganz klar Reggae, aber gewisse Nuancen Funk, Soul und Samba lassen sie einfließen.
pm
JAN DELAY - MERCEDES-DANCE  (Tipp vom 06.09.2006 )
Der absolute "Beginner" macht ein Funk-Album: Ist da tatsächlich irgendwer überrascht? Gerade er, der schon immer den Funk und Soul in den HipHop integrierte; wo er schließlich auch irgendwie hingehört. Gerade er, der als DJ schon immer darauf achtete, dass bei aller politischen Aussage der Spaßfaktor niemals auf der Strecke blieb. Und so kam es, wie es kommen musste: Das dritte Solo-Album ist für diejenigen eine tolle Entdeckung, die mit all den Pseudonymen des Eizi Eiz/Curtis Icefield/Eißfeldt 65/Boba Ffett/Jan Eißfeldt bisher nicht viel anfangen konnten, und stellt alle diejenigen vor Herausforderungen, die dachten, sie hätten schon alle Spielarten dieses multiplen Künstlers gehört. Scharfe Bläser, trockene Drums, funkige Gitarren und schillernde Orgelsounds - so hört sich´s an, wenn Hamburgs Chef-Styler was mit einer Funkband anfängt! Anerkennendes Nicken macht sich breit und wächst sich zu einem Ganzkörper-Mitwippen aus, während sich "Klar" unverschämt swingend seinen Weg zum Ohrwurm des Monats bahnt. Herzlichen Glückwunsch! Hier werden die richtigen Knöpfe gedrückt.
pm
Jason Mraz - We Sing.We Dance.We Steal Things  (Tipp vom 25.06.2008 )
Dieser sympathische Amerikaner bringt frischen Wind in die Singer/Songwriter-Szene. Jason Mraz begann seine Karriere in Coffee-Shops, in denen er mit der Gitarre in der Hand seine Lieder vorführte. Dabei kam er so weit herum, dass er bald in New York und schließlich in San Diego landete, wo er seit einigen Jahren sein Lager aufgeschlagen hat. Eine kluge Entscheidung, denn sein sonniges Songwriting passt perfekt ins kalifornische Easy Living. Mit seinem letzten Album Mr. A-Z erreichte Jason Mraz die Top-5 der US-Billborad-Charts und erhielt satte 5 Grammy-Nominierungen. We Sing, We Dance, We Steal Things heißt das aktulle Album des großen Talents, der in seinen Songs Rock, Pop, Folk, Reggae und Rap zur seiner ureigenen Mraz-Mixtur verschmilzt. Produziert wurde es von Martin Terefe, den man für seine herausragende Arbeit mit KT Tunstall, Ron Sexsmith und James Morrison kennt.
JOAO GILBERTO - JOAO VOZ E VIOLAO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Joao Gilberto ist der große Sänger und Gitarrist der Bossa Nova. Sein Name ist seit den Sechziger Jahren untrennbar mit dem Welthit "The Girl From Ipanema" verbunden. Jetzt meldet sich der brasilianische Bossa Nova "Papst" fast 10 Jahre nach seinem letzten Studioalbum wieder zurück. Seine neue CD ist ein reines Soloalbum. Nur Gilbertos Stimme und seine Akustik-Gitarre sind zu hören. Obwohl Bossa Nova im Grunde heiter und gelassen, voller Liebe und Romantik ist, hat er auch etwas Rastloses. Und Melancholie ist die Stmmung, die sich fast immer durch alle Kompostionen Gilbertos von damals bis in die heutige Neo-Bossa-Zeit zieht. Produziert wurde das Album von Gaetano Veloso, auch nicht gerade ein Unbekannter in Brasilien. Zusammen schufen sie ein wirklich besonderes, intimes und gefühlvolles Album.
JOE JACKSON - NIGHT & DAY 2  (Tipp vom 30.05.2003 )
Anfang der Achtziger veröffentlichte Joe Jackson ein Album namens "Night & Day". Heute gilt dieses Album als Meilenstein der Popgeschichte. Joe Jackson selbst hat sich nach "Night & Day" allerdings aus der Popgemeinde verabschiedet. Die Alben der letzten Jahre gehörten ausschließlich seiner Liebe zum Jazz und zur Klassischen Musik. Mit "Night & Day 2" unternimmt er den Versuch alle seine musikalischen Einflüsse zu verarbeiten. Es ist ein ambitioniertes Konzeptalbum, welches einen Tag und eine Nacht in New York aus der Sicht völlig unterschiedlicher Personen beschreibt: einem Teenager, der von zuhause wegläuft, einem iranischen Einwanderer, einem Transvestiten und einer Latino, die einen Brand im Nachtclub "Happyland" überlebt. Musikalisch unterstützt wird Joe Jackson u.a. von Marianne Faithful. Insgesamt eine CD, aus der man auch einen Film drehen könnte. Mal was anderes!
JOHANNES BRAHMS - KLAVIER-QUINTETT op. 34 f-moll  (Tipp vom 30.05.2003 )
Hier finden sich gleich mehrere empfehlenswerte Aufnahmen. Allen voran von einem Meister des großen Flügels Maurizio Pollini mit dem Quartetto Italiano. Neu und nicht minder interessant ist die Einspielung mit Fortepiano vom Ensemble La Gaia Scienza auf dem Münchener Label Winter & Winter. Auch Glenn Gould spielt dieses anspruchsvolle kammermusikalische Werk Brahms 1957 mit dem Montreal String Quartett, die damals allererste autorisierte Aufnahme.
JOHN & STEVE HACKETT - SKETCHES OF SATIE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Erik Satie lebte von 1866 bis 1925 vorwiegend in Paris und war einer der Komponisten, der am radikalsten mit der Musiktradition des 19. Jahrhunderts brach. In seinen Kompositionen verzichtete er auf Takt und Metrum und schuf eine Musik ohne thematische Entwicklung, ohne Dynamik. Der Klang der Instrumente stand im Vordergrund, seine leisen kleinen Klavierstücke gleichen Momentaufnahmen, Schnappschüssen von Gemütszuständen, Sketchen. "Sketches of Satie" nennt sich folgerichtig auch die neue CD von ex-Genesis Gitarrist Steve Hackett und dessen Bruders Steve. Die beiden verbannen allerdings das Lieblinginstrument des Komponisten, das Klavier, und interpretieren dessen Kleinode Gnossiennes, Gymnopédies, Pièces froides und Nocturnes mit Akustikgitarre und Flöte. Ein ambitioniertes Unterfangen, das den beiden aber unter Aufbietung der allergrößten Sorgfalt gelang. Es entstand ein atmosphärisch gehaltvolles Instrumentalalbum, welches die Musik Saties rund 100 Jahre nach ihrer Entstehung zeitgemäß erscheinen läßt. Zeitgemäß nicht im Sinne lärmend plakativer Selbstdarstellung, sondern als deren Kontrapunkt: leise verschmitzte Zurückhaltung!
JOHN BARRY - HAMMETT  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ich glaube auf diesen Moment haben die eingefleischten John-Barry-Fans schon lange gewartet. Unter dem Label "Prometheus" wurde dieser Soundtrack aus dem Jahr 1982 endlich und erstmals veröffentlicht. Der Film beschreibt, die fiktiven Erlebnisse des Schriftstellers Samuell Dashiell Hammett, der als Person aber real existierte. Er schrieb in den 30er und 40er Jahren die Drehbücher für "Der Malteser Falke" mit Humphrey Bogart von John Houston erfolgreich verfilmt, und die "Dünner Mann" -Filmreihe. Francis Ford Coppola und Wim Wenders realisierten den Film, in den 30er Jahren spielend, mit Frederick Forrest als Hammett. John Barry hat sich für diesen Soundtrack selber neu erfunden. Er komponierte einen Jazz-Soundtrack der durch Klavier und Klarinette getragen wird, und durch ein ausgefeiltes Orchester Arrangement untermalt ist. Nach dem ersten Hören bringt diese Musik einen dazu, einfach nur zu sagen: "Klasse!" Die Sensibilität und Reife die diese melancholischen Stücke ausstrahlen, gehören zu dem Besten das John Barry in seinen rund 40 Jahren Filmmusikschaffen hervorgebracht hat. Darüberhinaus komponierte er für diesen Film 8 eigenständige Jazz-Stücke im Stil der 30er Jahre die wohl in den "Prohibitionsbars" damals so gespielt wurden. Für einen stolzen Preis von 64,99 ist dieses importierte Meisterwerk noch zu haben. Die Betonung liegt auf "noch", da diese CD auf 3000 Exemplare weltweit limitiert ist. Jede einzelne CD ist mit einer laufenden Nummer versehen.
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Weitere erhältliche Soundtracks von John Barry: Out of Africa (Oscar), Dances with Wolfes (Oscar), Octopussy, Mercury Puzzle, Born Free (2 Oscars), Diamonds are Forever, New York - Across the Sea of Time (IMAX-Film), The Scarlett Letter, On her Majesty´s Secret Service, King Kong, Highroad to China, The Lion in Winter (Oscar), Body Heat, Somewhere in Time, From Russia with Love, Thunderball, You only live twice, The Man with the golden Gun, Moonraker, A View to a Kill, Goldfinger, Sweept from the Sea, Moviola I + II.
JOHN HOLLOWAY - SCHMELZER/BERTALI/UNARUM FIDIUM  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der Geiger John Holloway sorgt mit der CD Unarum Fidium dafür, dass zwei bedeutende Komponisten des Barock nicht in Vergessenheit geraten. Johann Heinrich Schmelzer (1620-1680) und Antonio Bertali (1605-1669) teilten eine besondere Liebe zur Violine. Darüber hinaus galt Schmelzer zudem als Begründer der "Wiener Geigenschule" und war Wegbereiter für die musikalischen Formen der Suite und Sonate. Mit der ungewöhnlichen Instrumentenkombination Orgel, Cembalo und Violine gelingt Holloway ein echtes Juwel. Die Aufnahmen wirken zeitlos frisch und setzen gleichzeitig diesen wunderbar virtuosen und einfallsreichen Barockmusikern ein würdiges Denkmal.
John Lennon - Yoko Ono - Double Fantasy - Stripped Down  (Tipp vom 17.10.2010 )
Ein neuer Mix des Lennon Albums von 1980. Sein letztes. Doppelalbum mit der Originalversion und einem sensationellen Re-make, das klingt wie ein ganz neues Album. Reduziert aufs Wesentliche zündet es sofort wie nie zuvor! Ein Beispiel was Studioarbeit leisten kann. Erschienen zum 70.Geburtstag von John Lennon, den er selbst leider nicht erleben darf...
John Scofield - That´s What I Say  (Tipp vom 14.06.2005 )
Im Jahr nach seinem Tod ist ´Brother Ray´ präsent wie zu seinen Glanzzeiten: Der Film "Ray" und der Grammy-Regen für sein posthum veröffentliches, letztes Duett-Album vermitteln fast den Eindruck, als hätte man vergessen, eines der – zumindest zeitweise prägenden – schwarzen Genies der amerikanischen Populärmusik, zu Lebzeiten ausreichend anzuerkennen. Nun winkt ihm verschmitzt einer der umtriebigsten und versiertesten weißen Gitarristen unserer Tage hinterher: John Scofield, selbst ein sich immer wieder neu erfindender Wanderer zwischen ernsthaftem Bop und komplexen Annäherungen an Pop mit allem was groovt.
Dementsprechend akzentuieren ´Sco´ (g) und seine illustren Begleiter – hier mit Larry Goldings (p, hammond, wurlitzer, vibes), Willie Weeks (b) sowie Steve Jordan (dr) – den Groove der bekannten Ray Charles-Themen, bzw. erspielen sich ohne vor Ehrfurcht zu erstarren immer wieder überraschende, moderne Variationen. Den markantesten Eindruck der aus unterschiedlichsten musikalischen Lagern zusammengewürfelten Handvoll Gastvokalisten, mit Dr. John, Warren Haynes, John Mayer und Aaron Neville, hinterlässt vor allem Mavis Staples, die Ray Charles´ berühmte Country-Streicher-Ballade "I Can´t Stop Loving You" herzergreifend zurück auf soulig-gospeliges Terrain führt. Ein Tribut im besten, weil anders swingenden Sinne!
Johnny Liebling - Goldene Zeiten  (Tipp vom 15.05.2006 )
Beatnik-Chansons mit widerhakigem Jazz-Touch
(CD, LP; Universal)

"Goldene Zeiten/ fuhren vorbei in ´nem Ferrari mit´m Tarnanstrich/ was bleibt? Unendliche Weiten/ Du hast drin gesessen und ich nicht."
Als Lovekrauts konnten drei der fünf Hamburger den Durchbruch schon einmal am Horizont vor sich schimmern sehen. Umso entschlossener und abgeklärter setzen sich Johnny Liebling auf ihrem Debüt zwischen die Stühle: Impressionistische bis surreale Beatnik-Lyrik in deutsch, Underground-Chansons mit einem widerhakigem ´Touch Of Jazz´, Trompetentupfer in blau, Rotlicht-Rumba mit Kontrabass, kantige Gitarrenkapriolen zwischen Morricone, Surf und Tom Waits – beileibe kein Easy Listening, dafür ein substanzieller, erwachsener Gegenentwurf zum gegenwärtigen Deutsch-Pop-Hype, dem man unbedingt ein paar Hördurchgänge zur vollen Entfaltung gewähren sollte! [b
JONATHAN JEREMIAH - A SOLITARY MAN  (Tipp vom 24.10.2011 )
...heute ein "Reminder" eines erst kürzlich in Deutschland veröffentlichten Debütalbums des noch unbekannten Londoner Songwriters Jonathan Jeremiah mit einer unglaublich samtenen Stimme und fast motownesquer Soulstimmung! Gute Musik kennenlernen, bei uns reinhören...
http://www.cdstarts.de/kritiken/108225-Jonathan-Jeremiah-A-Solitary-Man.html
JULIETTE AND THE LICKS - FOUR ON THE FLOOR  (Tipp vom 21.10.2006 )
Sie haben bis jetzt durchgehalten, obwohl sich der kommerzielle Erfolg noch nicht eingestellt hat und das Line-up weiterhin wacklig ist. Nach der Debüt-EP und dem ersten Longplayer (beide 2005) sollte so langsam auch für The Licks und deren Anführerin Juliette Lewis ein Achtungserfolg her. Die Schauspielerin hat ihre Hollywoodkarriere weiterhin auf Eis gelegt, um mit der Band den Durchbruch zu schaffen und für den Ex-Schlagzeuger ist kein Geringerer als Dave Grohl (Nirvana/Foo Fighters) eingesprungen. In einer knappen halben Stunde werden zehn Songs runtergerissen, die zwischen Punkrock und rotzigem Rock’n’Roll liegen. Juliette Lewis erweißt sich als das raue Energiebündel, das jeden Auftritt der Band zu einem Ereignis macht und Herr Grohl bringt mit seiner Schießbude ordentlich Druck mit. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Album nämlich wesentlicher tighter und knackiger ausgefallen. Das Tempo wird fast durchgehend hoch gehalten, die Texte sind böse, staubig und cool wie ein Road Movie...
pm
KATIE MELUA - PIECE BY PIECE  (Tipp vom 05.10.2005 )
Es ist noch nicht einmal zwei Jahre her, seit die, als beste „Newcomerin International“ ausgezeichnete, in der Sowjetunion gebürtige, Wahlbritin mit ihrem Debütalbum die Musikwelt auf den Kopf stellte. Diesen sensationellen Erfolg möchte die sympathische 21-Jährige mit ihrem zweiten Album natürlich gerne wiederholen – ein Album, das im Vergleich zum Debüt etwas ernster und erwachsener klingt. Katies einzigartige Stimme und ihr außergewöhnliches Talent paaren sich zu einem reifen und ansprechenden Werk. Diesmal hat sie einen Großteil der Songs selbst geschrieben, oder in Zusammenarbeit mit ihrem Entdecker Mike Batt entwickelt, der ebenfalls erneut für den anderen Teil der Kompositionen und die Produktion verantwortlich ist.
pm
KID ALEX - RESTLESS  (Tipp vom 19.04.2006 )
Seit dem zarten Alter von 14 Jahren forscht Alex Ridha in Plattensammlungen und beschäftigt sich nächtelang mit den Turntables. Bereits mit 16 Jahren legte er vor 500 Leuten auf, pendelte zwischen Budapest, Zürich sowie Berlin und veröffentlichte neben ersten Remixen auch eigene Produktionen. Diese eigenen Tracks entstanden zusammen mit Alex´ Freund Andi Meid und stellten den Anfang unter dem Bandnamen Kid Alex dar. Im typischen Sound der Hamburger stechen besonders Dance- und Rockelemente hervor, die sich mit einer Prise Funk zu einer enormen Eingängigkeit verbinden und in „Young Love (Topless)“ sogleich den ersten Hit fanden. Das folgende Debüt „Colorz“ sicherte dem Duo Anfang 2004 einen gelungenen Einstand. Der aktuelle Longplayer, der neben seiner permanent vorhandenen Tanzbarkeit feinfühlig die Ohren erklimmt, weiß durch gelungene Arrangements im angesagten Elektro-/Indiepop Sound mehr als zu überzeugen.
pm
KING'S SINGERS - CAPELLA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Die King´s Singers erfreuen sich zurecht des Rufes eines der weltbesten Vokalensembles zu sein. Die weltweite Popularität des Ensembles rührt aus der einzigartigen Fähigkeit, die pure Freude am Gesang zu vermitteln. Unabhängig davon, ob es sich um ein Madrigal des 16. Jahrhunderts, eine Welturaufführung, ein Auftragswerk, ein geistliches Meisterwerk oder ein Arrangement eines Pophits handelt, die King´s Singers verstehen es immer ihre Zuhörer zu fesseln und zu begeistern. Ihre neue Doppel-CD Capella vermittelt sowohl dem Kenner als auch dem Einsteiger einen Eindruck von ihrem schier unerschöpflichen Repertoire. Seit ihrer Gründung 1968 am King´s College in Camebridge haben die King´s Singers mit so legendären Stars wie Barbara Hendricks, Placido Domingo, Paul McCartney oder dem Boston Pops Orchestra zusammengearbeitet.So widmet sich auch die eine der beiden CDs Arrangements zeitloser Pophits von u.a. Paul Simon, den Beach Boys, Freddie Mercury, Billy Joel und Phil Collins. Die zweite CD ist ein Gang durch die Jahrhunderte: von Josquin Deprez über Franz Schubert und Johannes Brahms bis zu Henryk Gorecki. Am 22. März gastieren die King´s Singers im Rahmen ihrer Deutschlantour in München.
Kitty Hoff - Curiose Geschichten  (Tipp vom 09.07.2010 )
http://kittyhoff.de/


Kitty Hoffs neuester Geniestreich. Schumanns Kinderszenen in Jazz Bearbeitungen mit Texten von Kitty Hoff!

Die CD gibt es nur in einer limitierten Auflage direkt von der Band oder natürlich auch von uns, dem offiziellen Kitty Hoff Dealer in Landsberg für € 14,99.

Wir freuen uns jetzt schon aufs Konzert nächstes Jahr in Landsberg.
Kristin Asbjörnsen - The Night Shines Like The Day  (Tipp vom 18.06.2009 )
Einen Vorgeschmack auf das neue Tord Gustavsen Album bietet diese CD. Denn am Piano sitzt kein geringerer als der Meister selbst. Was nicht weiter verwundert, wenn man sich entsinnt, dass auch das Tord Gustavsen Trio seinerzeit begann als Begleitband von Silje Nergard. Wie Nergard gehört auch Kristin Asbjörnsen zur bemerkenswert stilsicheren und charismatischen Fraktion der jungen norwegischen Jazzsängerinnen. Das Album klingt authentisch, ohne unnötige Patina und bewegt sich zwischen Jazz und Singer-Songwriter Qualitäten gekonnt hin und her. Cello, Gitarren, Bass und Percussion schaffen eine wunderbar intime Atmosphäre.
LANGOTH - GROUNDING  (Tipp vom 17.06.2006 )
Der erfahrene Produzent Michael Langoth startete sein Projekt nach typisch Wiener Lebensart: er bereitete befreundeten Musikern ein Festmahl - inklusive anschliessender Jam-Session zum Dessert. Folgerichtig wurde das viel beachtete Langoth Debüt "Sentimental Cooking" zur klassischen Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Aus dieser schönen Idee heraus ist das nun erschienene Nachfolgealbum mit einem komplexen, zukunftsorientierten Sound entstanden. Aus dem bunten Haufen begabter Gourmets ist deutlich hörbar eine familiäre Einheit geworden. Die zehn Tracks überzeugen durch lässige Downtempo-Attitüde, exzellentes Programming, neugierigen Pop-Appeal, slicken Rap, gut abgehangenen Jazz-Taste und jeder Menge Soul. Ein reifes, musikalisches Statement zum Thema "urbane Hochkultur" der Wiener Schule - sinnlich, deep, sexy und galant.
pm
LAURA VEIRS - YEAR OF METEORS  (Tipp vom 08.09.2005 )
Das fünfte Album der scharfsinnigen Songschreiberin aus Seattle ist eine Platte geworden, die von inneren und äußeren Bewegungsprozessen erzählt, denn sie ist viel gereist, hat viele Konzerte mit ihrer Begleitband "The Tortured Souls" gespielt und ist nun völlig verdient beim Wilco-Label Nonesuch gelandet, wo sie, als in sich gekehrte Visionärin auch hingehört. Die Songs sind diesmal weniger akustisch geprägt, als bisher; das neue Album wirkt eher bandorientiert und überrascht durch kleine Elektroperlen, die langsam auftauen wie Brot im Kühlschrank. Die Stimmung schwankt von urban trist in fröhliche Düsterkeit, kommt aber durchaus darauf an, auf welcher Seite man sich selbst einreiht.
Ein Album mit Zweifeln der Protagonistin, doch nicht mit Kaufzweifeln belastet, denn wer noch einen Funken Anspruch an Musik stellt, der wird ohne dieses Album kaum auskommen - schwer zumindest.
pm
Lemonheads - Varshons  (Tipp vom 19.06.2009 )
Es gibt bekanntlicherweise nichts peinlicheres als in die Jahre gekommene Männer, die über "früher" erzählen. Zweck der Übung ist ja meist sich selbst zu beweisen, dass man auch mal jung war und "es hat krachen lassen", was meist jeder reellen Grundlage entbehrt.

Wenn man so in die Jahre kommt ist ein positiver Nebeneffekt der, dass einem zunehmend der Sinn für Peinlichkeit abgeht. Deshalb rede ich jetzt über "früher". Wer gleich aussteigen will kann also aufhören zu lesen oder weiter unten den Newsletter gleich abbestellen. Man bekommt ja ohnehin zu viele...

Um aber erst mal in der Gegenwart zu bleiben: Diese Woche erschien eine neue CD der "Lemonheads". Sie heißt "Varshons". Der ganz gewiefte kann daraus bereits ableiten: Es handelt sich um Coverversionen!

Die Lemonheads, dass war immer Evan Dando und Evan Dando war ein Held meiner Jungendtage. In den Achtzigern waren die Lemonheads zunächst eine sehr laute und eine sehr schnelle Band....Punkrock! Aber wer schnell genug mitdenken konnte entdeckte auch damals bereits...oder vielleicht gerade damals "The Beauty Of It All", die Schönheit in der Häßlichkeit. Evan Dando war weniger ein politischer Punkrocker als ein selbstreferentieller Bohemien. Er sieht auch immer noch zu gut aus, um sich wichtiger zu machen als er ist. Jeder wußte damals, dass man zu einem Lemonheads Konzert besser ohne Freundin gehen sollte. Er war noch berüchtigter als Howe Gelb von Giant Sand. Schwierig nur, dass gerade die Damen immer dort hin wollten. Einen meiner engsten Freunde bewundere ich heute noch für sein Rückgrat als er seine Grenzen vorgeführt bekam durch den "Dandy" Dando und ein komplettes Konzert in vorderster Front stoisch genoss während seine Liebste längst dem Künstler nicht nur in Gedanken verfallen war.

Nichts auslassen galt für Evan Dando auch für alle Arten von Zeugs. Leider auch für Heroin. Jeder weiß dass, deshalb verrate ich nichts neues. Einer seiner grossen Helden heißt Gram Parsons, ein Trinker und drogensüchtiger Revolutionär der Country Music. Früh den Rock´n´ Roll Tod gestorben, nachdem er stilprägend für die Byrds und auch die Eagles war.

Evan Dando ist also ein Punkrocker mit dem Herzen eines Folksingers. Es verwundert daher nicht, dass die Lemonheads vor vielen Jahren ihren größten Hit mit einer Coverversion von "Mrs Robinson" hatten. Lange tingelte Evan Dando später durch abgefuckte Bars und Clubs und niemand weiß wie es weitergehen wird. Kaum eine Sau, die 3,5 Milliarden Lieder auf ihrem iPod hat wird seine neue CD kaufen. Leider!

Seine Coverversionen waren nie anbiedernd, das hatte er nie nötig. Er hat viele grosse eigene Songs geschrieben und auf "Varshons" werden wieder einmal Songs von Leonhard Cohen, Townes Van Zandt, Wire, GG Allin oder Christina Aguilera (!) zu seinen eigenen und man möchte auf der Stelle vor Rührung heulen, wenn es nicht so peinlich wäre.

Ich spendiere jedenfalls höchst persönlich jedem Käufer der neuen Lemonheads CD einen Drink in der Licca Lounge. Fragen Sie an der Kasse! Dann erzähl ich auch noch mehr über ..."früher"!
LETZTE INSTANZ - INS LICHT  (Tipp vom 08.02.2006 )
Die siebenköpfige Band aus Dresden ist zurück - mit Album Nr.5! Nach Besetzungswechsel, Labelwechsel und Neuorientierung hat die Band um Specki T.D., dem Schlagzeuger aus LL, in Zusammenarbeit mit Siggi Bemm (Tiamat, Farmer Boys, The Gathering) und Bodo Kommnick ("Symphonie" Silbermond) in den vergangenen Monaten ihr neues Album "Ins Licht" aufgenommen. Der Band mit ihrem neuen Sänger Holly ist ein wahres Schmuckstück gelungen. Nie war die Letzte Instanz so intensiv und auf dem Punkt. Die Band platziert sich nun endgültig im Kontext zwischen Subway To Sally, Rammstein und Schandmaul. Und als Krönung geben sich auch die prominenten Kollegen wie Eric Fish (Subway To Sally), Thomas Lindner (Schandmaul) und Sven Friedrich (Zeraphine) ein Stell-Dich-Ein auf "Ins Licht". Über dieses Album wird man sprechen!
pm
LINKIN PARK - HYBRID THEORY  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Debüt dieser 5 Guys aus Amerika (Northern-Hollywood),deren Bandname nach einem in ihrer Heimatstadt gelegenen Park benannt Wurde,kann schon jetzt ohne Zweifel als eines der Highlights des noch jungen Jahres bezeichnet werden.Angefangen beim wirklich gut harmonierenden Sängerduett,die Rapgesang und gut gelungene melodische Gesangsparts miteinander verbinden,bis zur tight spielenden Rhythmussektion und dem ideenreichen Gitarrenspiel. Zudem scheinen die Jungs bereits jetzt ihren eigenen Stil gefunden zu haben und versumpfen nicht in der momentanen breiten Masse der Crossoveracts.Durch die vielen ruhigen Passagen,teilweise angereichert durch gelegentliche Keyboards und Samples,schafft es die Band wirklich gut,Emotionen zum Ausdruck zu Bringen,ohne weder lyrisch noch musikalisch irgendwie klischeehaft zu klingen. Wer also auf Crossover mit etwas mehr Anspruch steht,der sollte hier Unbedingt zugreifen!!!!!!!

Anspieltipps:
- In the end
- One step closer
- Pushing me away
- Forgotten
LOS ZAFIROS - BOSSA CUBANA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wieder mal Kuba. Wieder mal eine Reise in die Vergangenheit. Diesmal aber ohne die Stars des "Buena Vista Social Clubs", die für manch einen schon fast zu populär gewordenen Legenden kubanischer Musik. Neben der Dokumentation von Wim Wenders widmeten sich mehrere andere Filme in der letzten Zeit den Themen Lebensgefühl und Musik Kubas. Ein leiser und sehr schöner Film ist "Havanna mi amor", den man in Landsberg leider bislang nicht auf dem Spielplan findet. Die Musik zu diesem Film bestreiten ausschließlich die Los Zafiros. Eine Art kubanische Version der Comedian Harmonists aus den Sechziger Jahren. Los Zafiros bieten einen einzigartigen Sound, die stimmliche Vielfalt des Doo-Wop kombiniert mit swingenden E-Gitarren, Pop vermischt mit Calypso und Bossa Nova. Lange Zeit schlummerten diese Bänder in den Archiven der Egrem Studios in Havanna und sind jetzt erstmals auf CD erhältlich.
Madeleine Peyroux - Careless Love  (Tipp vom 14.01.2005 )
Jazz -- ergreifend lässige Sängerin auf den Spuren von Bessie Smith, Billie Holiday und Nina Simone
(CD; Emarcy/Rounder)

Im letzten (nicht gar so dollen) Film von Woody Allen "Anything Else" lernt sich das fatale Hauptpärchen beim gemeinsamen Stöbern nach alten Billie Holiday 78-ern näher kennen. Aber auch dem heutigen Digitalisten kann bei der Suche nach der passenden Digitalistin geholfen werden. Denn unsere ´Schallplattenmann´-Entdeckung (1996 in Ausgabe #32 -- ich muss mich einfach mal selber loben!) hat nach Querelen mit Plattenfirmen (gähn!) acht Jahre nach "Dreamland" endlich ein Label für die Realisierung eines zweiten Albums gefunden.
Immer noch mit der emotional-stimmlichen Intensität und dem Timbre einer reinkarnierten Billie Holiday gesegnet, wird die kontemplativ gereifte Sängerin von Producer Larry Klein (u.a. Joni Mitchell, Shawn Colvin, Holly Cole, Tracy Chapman) und nicht minder coolen Cracks wie Dean Parks (g), Larry Goldings (p) oder Lee Thornburg (tp) soundmäßig zwar ein klein wenig Mrs. Jones-wärts gestriegelt, doch im Prinzip singt Madeleine Peyroux auch hier ihren "Weary Blues (From Waiting)", von "Careless Love", der "Lonesome Road" -- ein Auge weinend, das andere mit einem sanft ironischen Lächeln, unterstützt vom mal hoffnungsfroh hüpfenden, sonst standesgemäß ´lazy´ dahinschleichenden Swing der Combo. Kompositionen von W.C. Handy, Elliott Smith, Hank Williams, Leonard Cohen und Bob Dylan werden dabei ebenso ergreifend lässig interpretiert, wie der vielleicht schönste Song: das mit Jesse Harris und Larry Klein selbstverfasste "If You Think That Time Will Change Your Ways (Don´t Wait Too Long)". [bs: @@@@] s.auch www.schallplattenmann.de
MADITA - MADITA  (Tipp vom 25.10.2005 )
Mit viel Sinn für Drama erklingt hier eine neue Frauenstimme, die einen teilweise an Björk erinnert, über einem vom Wiener DJ-Star Vlado Dzihan geschnürten Paket aus Jazz, Pop- und Downbeatsounds. Ein unglaublich dichtes, mitreißendes Album, für das Goldfrapp wahrscheinlich töten würden. Doch Madita hat weniger mit Samples experimentiert, sondern den Instrumenten den Vorrang gegeben. Genau dies verleiht diesem Album die spezielle Note. Die Songs haben zum Teil einen komplexen Aufbau, wirken jedoch immer noch leicht. Der Sound ist dynamisch und lebendig. Als Zuhörer durchlebt man Kalt-Warm-Duschen. Man ertappt sich dabei, dass man mit dem Schuh im Takt mitwippt und eigentlich gerne aufstehen und lostanzen würde, aber nie weiss, ob die Musik dann nicht sofort wieder das Tempo wechselt und ganz sanft wird. Ein Werk für Menschen, die von Musik mehr erwarten als eine Collage von Samples.
pm
MADREDEUS - MOVIMENTO  (Tipp vom 30.05.2003 )
In Portugal gibt es seit dem 19. Jahrhundert eine Art urbane Volksmusik, genannt der Fado. Der Fado entspringt der portugiesischen Version der Schwermut: "Saudade", auf deutsch am ehesten noch mit Weltschmerz übersetzbar. Das die verschiedenen Formen der Traurigkeit trotz allem wunderschöne Musik hervorbringen können beweist der Fado seit nunmehr mehreren hundert Jahren. Fast alle Musiker Portugals sind heute in irgendeiner Weise vom Fado beeinflußt, so auch die weltweit zur Zeit erfolgreichste Gruppe Madredeus. Ihre neue CD Movimento ist wieder ein schönes Beispiel für den portugisieschen kreativen Umgang mit der Vergangenheit, eine Kreuzung moderner Klänge mit traditioneller Musik. Kein billiger Pop-Fado, sondern eine Weiterentwicklung bestehender Tradition. In jedem Fall etwas für alle Freunde akustischer Musik und glasklarer weiblicher Sangeskünste.
MAKE YOURSELF - INCUBUS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das im November 1999 erschienene Album der Jungs von Incubus übertrifft ihr Debütalbum S.c.i.e.n.c.e. (1997), welches auch schon Recht ordenlich war, um Längen. Ihr aktuelles Werk , wenn auch mittlerweile schon ein Jahr alt, möchten wir euch diese unbedingt empfehlen.Die Platte strotzt nur so voller Abwechslung, coolen Melodien und abgefahrenen Breaks.Verschiedenste Einflüsse aus den Bereichen Rock, Funk , Modern Metal , dazu ein Gesang, der stellenweise an das Organ von Mike Patton(Faith no More) erinnert. Das ganze wird abgerundet durch eine harmonische Produktion, die niemals überladen oder klinisch wirkt.

Anspieltipps:
- The warmth
- Privilege
- Drive
- Battlestar Scarchlactica
MAKOSSA & MEGABLAST - SOY COMO SOY  (Tipp vom 21.11.2011 )
Makossa & Megablast, Österreichs verlässlichste Exporteure für Afro-House, haben wieder zugeschlagen. „Soy Como Soy“ vereint dabei die Stimme von Tower Of Power und den Flair von Tony Allen mit der Kraft der Vier-Viertel-Bassdrum...
http://www.musikexpress.de/reviews/alben/article122110/makossa-amp-megablast-soy-como-soy.html
MARCOS VALLE - ESCAPE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Marcos Valles musikalische Karriere begann 1962 in Rio de Janeiro. Er gehört in eine Reihe mit Antonio Carlos Jobim und damit zu den ganz grossen Interpreten des Bossa Nova. Er hat mittlerweile über 30 Alben aufgenommen und mehr als 400 Songs komponiert, die beispielsweise von Dizzy Gillespie, Dave Brubeck, Joe Pass, Sarah Vaughan, Sergio Mendes, Azimuth und Towa Tei gespielt und teilweise sogar in die Hitparaden gebracht wurden. Seit 1995 arbeitet er mit dem Londoner DJ Joe Davis. Die soeben erschienene CD "Escape" hat seine Wurzeln nach wie vor im Bossa Nova, aber die beiden verstehen es genial diese Tradition im modernen Gewand neu auferstehen zu lassen. Heraus kommt ein äußerst entspannter, leichter aber nicht seichter Sound, der Freunde der brasilianischen Musik genauso begeistert wie Hörer chilliger elektronischer Musik wie zb auf den CDs des Cafe del Mar. Auf jeden Fall ein Tipp für heisse Sommernächte!
MARDI GRAS BB - SUPERSMELL  (Tipp vom 30.05.2003 )
Denkt man an Dixie, dann fallen einem zuerst die unzähligen Biergartencombos ein, die hierzulande den Genuß einer Maß Bier im Freien musikalisch untermalen. Mit dieser speziell bayerischen Auslegung des Dixieland haben Mardi Gras BB nur wenig gemeinsam. Obwohl: auch Mardi Gras BB kommen aus Deutschland, berufen sich auf New Orleans und stehen nicht gerade für abstinenten Lebenswandel. Nur beschaulich will ihre Musik so gar nicht wirken. Ihr Prinzip heißt Vollgas! Man meint zu spüren wie einem die Trompeten, Posauenen und Saxophone den Wind direkt ins Gesicht blasen. Ihr Sänger klingt als ob er die letzten drei Nächte mit Tom Waits und Dr John duchgemacht hätte und zu allem Überfluß bringen sie auch noch einen DJ mit ins Spiel, der u.a. für das wohltuende Knistern einer Schallplatte im Hintergrund sorgt. Nostalgisch....? Who cares?
MARIA DEL MAR BONET - RAIXA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Maria del Mar Bonet zählt seit über 30 Jahren zu den herausragenden Sängerinnen der Mittelmeeregion. In ihrer spanischen Heimat wird sie fast abgöttisch verehrt. Sie versteht es wie kaum jemand sonst ihre balearischen Wurzeln, den Respekt für Traditionen mit Modernität in Einklang zu bringen. Unverwechselbar ist auch ihre stimmliche Sensibilität. Ihre neue CD ist ein live Mitschnitt eines Konzertes im Herzen des gothischen Viertels in Barcelona. Der Flair dieser Stadt zieht sich somit durch die gesamte Aufnahme. Raixa klingt mediterran, traditionell und zeitgenössisch, eine Mischung aus Streichern, Stimmen und Percussion, wunderschön und bewegend.

Hörproben:

JARDÍ TANCAT (235 kB / ca. 1 Min.)

OMBRA NEGRA (235 kB / ca. 1 Min.)

DE SENTIR (235 kB / ca. 1 Min.)

MATT COSTA - SONGS WE SING  (Tipp vom 25.04.2006 )
Der 23 Jahre junge Kalifornier hat soeben seine Support-Tour für seinen Freund Jack Johnson absolviert und sein Debüt auf dessen Label Brushfire Records vor kurzem auch in Europa veröffentlicht. Darauf spielt sich der ehemalige Fast-Pro-Skateboarder, den eine lange Verletzungspause zurück zur Gitarre brachte, wie selbstverständlich durch mannigfaltige Stil- und Spielarten vergangener Dekaden, von Ragtime über Folk und Psychedelia bis zu Country und Rock. Das Böse, die Liebe, Natur und Gesellschaft - Matt Costa singt über diese Themen jenseits jeder Pose mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit. Aus Huntington Beach, so heißt es, können eigentlich nur Skater und Surfer kommen. Und jetzt das: Ein Singer/Songwriter mit braunen Augen und einer unfassbaren Stimme.
pm
Mavis Staples - You Are Not Alone  (Tipp vom 27.09.2010 )
Max Richter - Infra  (Tipp vom 17.10.2010 )
Zeitgenössische Musik kann ja viel sein. Max Richter prägt und entwickelt sie. Wer "Waltz with Bashir" oder "Die Fremde" gesehen hat und sich in die Musik verliebt hat, weiß wovon ich rede. Der Rest muß nachsitzen.
METHOD MAN - 4:21...THE DAY AFTER  (Tipp vom 06.09.2006 )
Der Titel des fünften Solo-Album des Wu-Tang Mitglieds besagt, dass in den 70er Jahren am 20. April um 4:20 Uhr eine Gruppe von Teenagern aus Kalifornien den „National weed smoking day“ gegründet haben soll. Ja, ich weiß jetzt was ihr schon wieder denkt. Method Man. Gras. Großer Kiffer. Mal wieder nichts dahinter. Stimmt aber nicht. Denn Mr. Mef hat sich bei dem Namen für sein neues Album etwas gedacht: „4:21-the day after the national weed smoking day... ist der Tag, wo man wieder nüchtern wird. Da hat man eine Art Klarsicht, einen Blick auf die Dinge, wie sie wirklich sind. Klar, dass diese Aussage eine Anspielung auf seinen früheren Lebensstil und sein geflopptes Album „Tical O: The Prequel“ ist, wegen dem er von den Medien hart in die Mängel genommen wurde. Doch das gleiche Missgeschick wird Iron Lung, Tical, Johnny Blaze oder einfach Method Man nicht noch einmal passieren. Sein hartes Tief hat er eindeutig hinter sich gelassen und auch noch zu seinen Gunsten genutzt. Denn die ganzen Kritiken dienten Mef zur Inspiration und zur Selbstfindung, womit „4:21... The Day After“ sein bisher persönlichstes und innovativstes Album geworden ist.
pm
MICHAEL BRECKER - NEARNESS OF YOU  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der Tenorsaxophonist Michael Brecker, einer der ganz großen Persönlichkeiten des Jazz, stellt mit "Nearness Of You" sein allererstes Album vor, welches ausschließlich aus Balladen besteht. Zur Seite stehen ihm dabei kaum weniger namhafte Größen wie Herbie Hancock, Charlie Haden, Pat Metheny und Jack DeJohnette. Dieses Team von exzellenten Musikern erschafft auf dieser CD elf geniale und sehr berührende Musikstücke. Sie bedienen sich neben wenigen Standards in erster Linie eigener Kompositionen, die aber allesamt zu einer gelungenen Einheit verschmelzen. Nicht umsonst trägt die CD den Untertitel "The Ballad Book". Und tatsächlich kann man in dieser Musik lesen wie in einem Buch! Einem Buch über menschliche Beziehungen, Emotionalität, Sentimentalität (nicht zu verwechseln mit Kitsch). Für das Sahnehäubchen sorgt ein gewisser James Taylor, seineszeichen erfolgreicher Singer/Songwriter. Auf zwei Stücken übernimmt er den Vokalpart und beweist in seiner unnachahmlichen Art, daß er auch in jazzigem Umfeld zu Hause ist. Man würde es sich wünschen mehr von dieser Art zu hören zu bekommen.
MILAGRES - GLOWING MOUTH  (Tipp vom 23.01.2012 )
Milagres ist portugiesisch und heißt Wunder und wie durch ein Wunder überlebte Kyle Wilson, der Sänger des gleichnamigen New Yorker Quintetts, einen schweren Kletterunfall, gründete nach seiner Genesung diese Combo, um letztendlich dieses wundervolle Indiepop-Debüt zu veröffentlichen: http://www.musikexpress.de/reviews/alben/article131096/milagres-glowing-mouth.html
MODESELEKTOR - HAPPY BIRTHDAY!  (Tipp vom 13.09.2007 )
Nach ihrem klasse Debüt "Hello Mom" meldet sich das Duo mit dem zweiten Studio-Album zurück. Nach 111 Brandrodungen der Dancefloors von Island bis Sydney im letzten Jahr und getrieben von unbändiger Goldgräberstimmung, verkrochen sich die beiden Brüder im Geiste in ihr mobiles Airstream-Caravan-Aufnahmestudio, um "Happy Birthday" aus der Taufe zu heben. Sympathiebekundungen von außen gab es in der Vergangenheit natürlich auch so etliche - einige derer, die sich einst als Sympathisanten öffentlich zu Wort meldeten, sind jetzt mit Beiträgen auf ihrem Tonträger vertreten: Thom Yorke (Radiohead), Maximo Park, Puppetmastaz, Apparat, Paul St. Hillaire, Otto von Schirach, Siriusmo und der French-Rap-Trupp TTC. Das Repertoire reicht von hartem Rap neuer französischer Schule bis zum Begriff Dubstep und Indie Dance im weitesten Sinne. Für die Ausschilderung ihres Musikstiles geistern laufend neue urbane Wortfetzen durch den Äther: Euro-Crunk, Continental-Grime, Tech-Hip Hop, etc. - die Liste ist lang. Daher unterschreiben die Herren Bronsert und Szary ungern Abos für Stilarten. Ihr Hang zu Selbstironie ist hingegen weiter ungebrochen und darüber freuen sich alle, einschließlich sie selbst. "Happy Birthday" wirkt reifer aber keineswegs unattraktiver. Genauso wie die Herren selbst ...!
pm
MOONBAND - THE SIGNIFICANCE OF DENAVIGATION  (Tipp vom 23.09.2011 )
...das neue Album von einer unserer Lieblingsband: The Moonband.

http://www.themoonband.de/
MOONBOOTICA - MOONBOOTICA  (Tipp vom 23.11.2005 )
Auf Ihrem gleichnamigen Album präsentieren sich KoweSix und Tobitob erstmals mit selbstgeschriebenem Material: Anfangs noch Initiatoren einer Partyreihe in Hamburg und Auftragssöldner diverser Remixe, landeten die zwei Jungs schon bald mit eigenen Tracks in den deutschen Dance-Charts.
Das nun vorliegende Album ist eine extrem treibende Mixtur aus House, Hip-Hop und Elektro mit verschärften Rock-Einlagen. Nervöse Big-Beat Sounds werden gekonnt mit reduzierten, kühleren Klängen aktueller Club-Musik verbunden. Alle Tracks sind dabei mit derbe viel Spass an der Sache und der hier notwendigen Selbstironie aufgenommen, so dass man den Jungs den exzessiven Rückgriff auf Dancefloor-Standards, wie die wohl unvermeidlichen Snare-Rolls gerne verzeiht. Schöne Platte zum rocken auf der Tanzfläche und auf dem Sofa.
pm
NANA MOUSKOURI - IN NEW YORK  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ein wahres Juwel aus den Fontana Archiven ist jetzt endlich auch in Deutschland erstmals auf CD erhältlich. Ende der Fünfziger Jahre sorgte eine junge Sängerin in Griechenland für Furore. Ihr Name war Nana Mouskouri. Der Rest ist Legende, denkt man. Aber wer weiß schon, daß ihre ersten Aufnahmen außerhalb Griechenlands in den USA stattfanden. Diese CD schafft Klarheit. Nana Mouskouri brilliert hier mit dem Torrie Zito Orchestra als facettenreiche Swing und Musical Interpretin. Die Aufnahmen entstanden 1962 und wurden produziert von Quincy Jones, der später auch für Frank Sinatra arrangierte. Eine passende Ergänzung zum gelungenen Swing Debut von Robbie Williams, der dieser Tage mit genau dem Repertoire aufhorchen läßt mit dem Nana Mouskouri vor 30 Jahren ihre Weltkarriere begann.
NAOMI - AQUARIUM  (Tipp vom 09.12.2006 )
Das dritte Album des Duos aus Berlin. Und es ist ihr bestes - poppiger denn je und so eingängig wie aufregend. Atmosphärisch dicht, wie man es von ihnen kennt, doch mit ganz neuen Mitteln. Das Duo verzichtet diesmal fast völlig auf die Klanglandschaften von früher, auftragende Samples, Echoschleifen, flächige Sounds. Stattdessen: reduzierte bis minimale Arrangements, Gitarren und E-Piano, Mellotron und sparsame Synthesizer über trockenen, Hip Hop-beeinflussten Beats. Und keine Instrumentals mehr, sondern Songs. Meist klassisch strukturiert und fast durchweg Single-tauglich. Was sich auf "Pappelallee" schon andeutete, erblüht hier in Albumlänge: Bernd Lechler und Nico Tobias sind fulminante Songwriter, und auf "Aquarium" entsteigen sie der "Downbeat"-Schublade endgültig. Wohltuende Songs sind das. So plakativ wie tiefgründig, so kantig wie emotional, und trotz verquerer Momente bringen sie die Welt ins Reine. Dieser Spagat gelingt Naomi durch einen eigenwilligen Mix aus strahlenden Melodien und relaxtem Understatement, aus großen Emotionen und lakonischen Details. Dazu Texte, die einen erwischen, Protagonisten, die man aus dem Spiegel kennt.
pm
NAWFEL -   (Tipp vom 30.05.2003 )
Ausnahmen bestätigen die Regel. So gesehen bestätigt Nawfel gleich mehrere (scheinbare) Regeln und Wahrheiten. Zum einen ist dieser 15 jährige Franzose tunesischer Abstammung Gitarrist und nicht DJ wie die meisten seiner Altersgenosse, die heutzutage etwas mit Musik zu tun haben. Zum anderen ist dieses "Wunderkind" nicht wie so viele große Talente nur ein exzellenter Instrumentenbeherrscher. Im Gegenteil. Er besticht durch außerordentliche Virtuosität und Kreativität. Seine Vorbilder sind Jimi Hendrix, Santana, Clapton und Wes Montgomery. Als ebenfalls großen Einfluß bezeichnet er Stevie Wonder, Marvin Gaye und James Brown. Nawfels Stil umfaßt all diese Einflüsse, gespielt mit einer unglaublichen Energie und Frische seiner jungen Jahre. Für sein soeben erschienenes Debütalbum auf dem amerikanischen Independent-Blues-Label Sky Ranch standen folgerichtig auch hochrenommierte Musikergrößen Spalier um diesem Ausnahmetalent den richtigen Rahmen zu verpassen: Ivan Neville (Neville Brothers), Money Mark (Beastie Boys), Reggie McBride (Bassist von Stevie Wonder), Jim Keltner (u.a. Ry Cooder), um nur die wichtigsten zu nennen. Mit Sicherheit nicht das letzte was wir von Nawfel zu hören bekommen haben.
NEIL YOUNG - SILVER AND GOLD  (Tipp vom 30.05.2003 )
"Good to see you again"....Mit dieser Textzeile beginnt Neil Young´s Album Silver And Gold. Die Freundlichkeit des Eingangssatzes zieht sich dann auch wie ein roter Faden durch die ganze CD. Silver And Gold ist die Vollendung einer Trilogie, die Neil Young vor bald 30 Jahren mit Harvest begann und 20 Jahre später mit Harvest Moon fortsetzte. Unbestritten seine wohl persönlichsten Alben. An sich sind Neil Young Platten immer wie Postkarten eines guten alten Freundes, der einen nie vergisst. Er läßt einen Teil haben an seinem Leben, seinen Aufs und Abs, seinen Problemen und seiner Lebensfreude. Man freut sich besonders nach langer Zeit des Schweigens über ein Lebenszeichen und wenn dieser Freund dann auch noch ein wahrer Poet ist, dann hat man auch noch allen Grund stolz auf ihn zu sein. Beim Song Distant Shore beschreibt Mr Young glaubwürdig das Problem eines Poeten ein aufrichtig gemeintes Liebeslied an eine nicht mehr ganz so frische Liebe zu schreiben und löst damit die Aufgabenstellung so intelligent wie herzzereißend, daß man ihn auf der Stelle umarmen möchte. Neil Young, ein Mensch, kein maßgeschneiderter virtueller Megastar. Good to see you again!
Neil Young - Le Noise  (Tipp vom 17.10.2010 )
Der Titel ist ein Wortspiel, was auf den Produzenten der Platte Daniel Lanois anspielt. Lanois ist unbestritten einer der klügsten und versiertesten Köpfe der Musikwelt heutzutage.
Der Schallplattenmann sagt:
Neil Young hatte sein spirituelles Radio mal wieder auf Empfang gestellt und dabei acht neue Songs aus dem Äther gefischt (ok, "Hitchhiker" kreiste getreu gut unterrichteten Rusties schon länger im Orbit); das anfangs für ein Solo-Akustik-Album angedachte Material drehte letztlich der titelstiftende Producer Daniel Lanois (U2, Bob Dylan, Neville Brothers, Willie Nelson u.v.a.m.) durch seinen neuentwickelten Gitarreneffekt-Wolf.
Herausgekommen ist dabei eine Art live und vorwiegend bei Vollmond auf elektrischer Gretsch oder akustischer "Le Noise"-Effekt-Gitarre schroff dahin improvisierter "Dead Man"-Soundtrack, zu dem Neil Young seine ebenfalls meist wie direkt aus dem Unterbewusstsein assoziiert anmutenden Texte singt.
Einmal mehr klatscht "The Painter" aus "Greendale" spontanen Eingebungen folgend ein Klangfarben-Readymade auf Band und stellt die Folgebereitschaft seiner Jünger gewaltig auf Probe. Bewundernswert bleiben künstlerische Integrität und der Mut radikal mit gängigen Hörgewohnheiten und damit einhergehenden Erwartungen zu brechen: "Le Noise" wird man entweder schnell vergessen oder im Verlauf der nächsten zehn, zwanzig Jahre als bei Erscheinen ob seiner kryptischen Abstraktheit leicht verkanntes Werk umso mehr schätzen lernen. [bs: @@@]
NEW FOUND GLORY - STICKS AND STONES  (Tipp vom 30.05.2003 )
Die 5 Jungs von New Found Glory präsentieren uns auf ihrem 2.Studio-Album frischen, unbeschwerten Punk-Rock mit Alternative Einflüssen, ganz im Stile von Bands wie z.B. Blink 182. Die 12 Songs bleiben sehr schnell im Gehörgang hängen und es macht einfach nur Spaß, New Found Glory bei ihrer Arbeit zuzuhören.
In seinen Songtexten, die insgesamt nicht ganz so amüsierend wie die von Blink 182 sind, spricht Sänger Jordan Pudnik über die gewöhnlichen Probleme des Alltags (Beziehungskisten, Wilde Partys, Arbeit usw.). Musikalisch gesehen erfinden New Found Glory zwar das Genre Punk-Rock nicht gerade neu, überzeugen jedoch durch ihre Unverbrauchtheit und ihre schnörkellose Art und Weise, ihre Version von Punk-Rock zu präsentieren. Anspieltipps: "Understatement", "Something i call personality", "Forget my Name.
Nik Bärtsch - Llyria  (Tipp vom 17.10.2010 )
Ritual Groove Music nennt es Nik Bärtsch. Eine grandiose Fusion aus Jazz, Klassik, Prog Rock und japanischer ritueller Musik. Klingt abgefahren? ist es auch...unbedingt erfahren!
NILS PETTER MOLVAER - SOLID ETHER  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der Jazztrompeter Nils Petter Molvaer, 1960 auf einer kleinen Insel im Nordwesten Norwegens geboren und seit 1985 in erster Linie für das Münchner ECM Label tätig, wird oft mit Miles Davis verglichen. In der Tat hat er mit dem Übervater aller Jazztrompeter mindetens zwei Dinge gemeinsam: zum einen ist es die Art einzelnen Tönen ungewöhnlich viel Raum zu lassen und dabei eine einladende Relaxtheit zu schaffen und zum zweiten die Experimentierfreude. Molvaer führt auf seinem neuen Album "Solid Either" fort was er mit seinem Vorgänger "Khmer"begonnen hat. Er mischt zwei scheinbar unvereinbare Dinge und zwar Jazz mit elektronischen Beats. Nun gibt es heutztage bereits viele DJ´s, die in ihren Mixen - mehr oder weniger gelungen - auf Jazz Samples zurückgreifen, aber der andere Weg, nämlich daß sich ein virtuoser Jazzer einen "Elektroniker" ins Haus holt, gehört immer noch zu den seltenen Ereignissen der Musikszene. "Solid Either", fester Äther also, etwas was es nicht gibt, genauso wenig wie es eine Musik gibt, die man als Drum´n´Jazz Meditation mit norwegischen Wurzeln bezeichnen könnte. Oder doch?
NORAH JONES - COME AWAY WITH ME  (Tipp vom 31.05.2003 )
Seit RTL 2 weiß die deutsche Öffentlichkeit ja Bescheid über die Art und Weise wie angeblich jeden Tag "Popstars" gemacht werden. Ich kann jeden verstehen, der seitdem nachts schweißgebadet, von Albträumen geschüttelt erwacht, weil er sich von tanzenden Oberweiten und Mercedes-fahrenden 18-jährigen Gangster Rappern (mit angeblicher Street-Credibility) verfolgt fühlt. Eigentlich müßte es ja allen so gehen, für die die Musik vor dem Spektakel kommt - wenn man nicht selbst schon so abgestumpft wäre..... Trotzdem: nichts gegen No Angels oder Bro´Sis, jede Sternschnuppe soll ihren Moment haben. Ich aber entscheide mich für Norah Jones. Die 23-jährige Texanerin schert sich wenig um Trends und Schubladen und schafft es allein mit ihrem musikalischen Talent als Sängerin, Pianistin und Songwriterin auf ihrem Debutalbum "Come Away With Me" eine stimmige, charaktervolle Atmosphäre zu schaffen. Hier wird jedem sofort klar: man hat es hier mit einem Menschen zu tun und nicht mit einem Produkt. Ihre Wurzeln liegen gleichermaßen in der Folkmusik wie im Jazz und damit erinnert sie ein wenig an die Art und Weise wie auch James Taylor Songs schreibt. Nicht umsonst ist dies die erste nicht-Jazz CD, die auf dem renommierten Blue Note Label erscheint. ...und hier hat man schließlich einen guten Ruf zu verlieren, den andere nie haben werden.
(Edmund Epple 15.08.2003)
NOVA INTERNATIONAL - ONE AND ONE IS ONE  (Tipp vom 08.11.2005 )
Als 2003 das gleichnamige Debüt-Album des bestfrisierten Quartetts Süddeutschlands erschien, konnte man, bei genauem Hinhören, die Umrisse von Formen erkennen. Klare Linien - mit Sorgfalt zusammengesetzt, aber mit Dynamit gefüllt. Da waren Samples, Smarties-Gitarren und Anabolika-Beats, und ein paar ruhigere Nummern, deren Ecken fachmännisch abgeschliffen waren. Zwei Jahre sind seitdem vergangen. Die vier Augsburger haben sich gegen das Budget eines Major-Labels und für das hohe Gut künstlerischer Unabhängigkeit entschieden, ihr eigenes Plattenlabel gegründet und sich geschworen, bei der Arbeit an ihrem zweiten Longplayer so überhaupt nicht auf Singletauglichkeit zu achten. Aber viel wichtiger: Es stehen nicht mehr die Formen im Vordergrund, sondern die Farben. Man könnte ja jetzt herumwitzeln, dass es nichts Neues sei, dass das bestfrisierteste Quartett Süddeutschlands sich selbstverständlich auch gut mit dem Kolorieren auskennt. Derartige Scherze sind jedoch äußerst unangebracht, wenn eine Platte so hübsch geworden ist wie diese.
pm
NYLON - EINE KLEINE SEHNSUCHT  (Tipp vom 18.10.2005 )
Das zweite Album des Berliner Quintetts wartet mit locker leichten Melodien und nachdenklichen Texten auf, die jedoch von Frontfrau Lisa Bassenge immer mit einem Augenzwinkern zum Besten gegeben werden. Hier geht es nicht um Liebesgedudel oder Partysongs zum Mithüpfen, sondern um charmant bittersüße Texte. Das Rezept der Berliner ist die Kombination aus traditionellem deutschsprachigen Chanson und elektronischen Soundelementen. Acht Eigenkompositionen und zwei Coverversionen von Friedrich Holländer und dem Berliner Komponisten Theo Mackeben haben sie aus ihrem vielschichtigen Repertoire ausgewählt. Bei ihren Konzerten im vergangenen Herbst und Winter hat sich bestätigt, dass ihre klassische Song-Auffassung jenseits von fiebriger Teenager-Ekstase vom Publikum verstanden und angenommen wird.
pm
OLU DARA - NEIGHBOURHOODS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Als Kornettist war Olu Dara sowas wie der ewige Geheimtipp. Er spielte mit Art Blakey und tauchte immer mal wieder in verschiedensten Formationen auf. Erst mit 57 veröffentlichte er 1998 sein erstes Soloalbum "From Natchez To New York". Jetzt, drei Jahre später erscheint das Nachfolgealbum "Neighbourhoods". Olu Dara verbindet wie kein zweiter Jazz, Blues, Hip Hop, afrikanische Musik, Cajun und Pop auf sehr organische, entspannte und unprätentiöse Art und Weise. Das Kornett tauscht er dabei immer häufiger mit einer Gitarre und zeichnet auch als erstklassiger Sänger seiner eigenen Songs. Mit mittlerweile 60 beginnt für Olu Dara damit ein neues Musikerleben. Und ganz nebenbei erschafft er eine sehr persönliche und geniale Musik, die alles das verbindet, was ihn über die Jahre prägte und beeinflußte. Er vermittelt damit ein buntes Bild verschiedenster Kulturen und Generationen, die aber doch in nachbarschaftlicher Weise miteinander verbunden sind und Olu Dara stellt sozusagen deren Impressario dar!
OMARA PORTUONDO - BUENA VISTA SOCIAL CLUB  (Tipp vom 30.05.2003 )
Man nennt sie die Piaf Cubas: Omara Portuondo, hierzulande bekannt geworden durch ihr Mitwirken im Film und an den beiden "Buena Vista Social Club" CDs mit Ibrahim Ferrer, Ruben Gonzalez, Compay Segundo und vielen anderen vitalen Cubanern jenseits der Siebzig. Diese CD ist nun ganz allein dieser außergewöhnlich gefühlvollen und ausdrucksstarken Sängerin gewidmet und trägt auch den mittlerweile schon zum Markennamen avancierten Titel "Buena Vista Social Club". Bemerkenswert ist vor allem die Bandbreite von Omara Portuondos künstlerischem Ausdruck. Cubanischer Son, Lateinamerikanische Tanzrhythmen, latin-jazzige Balladen und nicht zuletzt eine ganz eigene Form des cubanischen Chansons runden ein wahrlich gelungenes Album zum perfekten Hörgenuss. Live ist diese Grande Dame Cubas demnächst beim großen Open-Air auf dem Königsplatz in München zu bewundern, und zwar innerhalb der diesjährigen Buena Vista Social Club Gala!
Panzerballett - HartGenossen  (Tipp vom 11.09.2009 )
...von Abba bis Zappa. Diese abgedroschene Floskel zu benutzen braucht in der Tat Mut. Aber das Panzerballett legt sich mit seiner Musik sowie mit jedem an...zuviel Metal für Jazzfans, zuviel Jazz für Metalfans, zuviel Helge Schneider für Helge Schneider nicht-Versteher, zuviel Virtuosität für die Indie Folks zuviel Zappa für Zappa Fans und überhaupt was soll das alles? ...am 24.10.09 live in der Licca Lounge. ...Gehirnwäsche...endlich!
Paolo Conte - Nelson  (Tipp vom 17.10.2010 )
Das neue Album 2010!
unaufgeregt - stilprägend - unwiderstehlich.
Paolo Conte eben!
PEEPING TOM - PEEPING TOM  (Tipp vom 13.06.2006 )
Mike Patton, der Ex-Sänger von Faith No More hatte seit dem Split 1998 der Band aus San Francisco für Pop-Musik überhaupt nichts übrig. Auch wenn er sein Pop-Projekt schon damals angekündigt hatte. Stattdessen gab es noisigen Rock mit Tomahawk, HipHop mit den X-ecutioners, Krach mit Fantômas und noch mehr Experimente mit allerlei anderen Projekten. Aber jetzt - endlich - hat es Patton geschafft, sein Pop-Projekt auf Platte zu verewigen. Mit dabei sind Dan The Automator von den Gorillaz, Norah Jones, Bebel Gilberto oder Massive Attack - Künstler also, die für "hörbare" Musik stehen. Und wenn man so will, ist das erste Peeping Tom Album durchaus Mainstream, wenn auch mit sehr viel Tiefgang.
pm
PHENOMENAL HANDCLAP BAND - FORM & CONTROL  (Tipp vom 20.02.2012 )
The Phenomenal Handclap Band ist ein eng verbundener Kreis von Musikern und Künstlern aus Lower Manhattan und Brooklyn. Die einträchtige Kulmination zahlreicher verschiedenster musikalischer Hintergründe resultiert in einem Sound, der in gleichen Teilen hymnisch, tanzorientiert und orchestral ist, und Elemente von progressivem Rock, Disco, Elektro und Psychedelia miteinbezieht. Das New Yorker Musikerkollektiv schließt auf ihrem zweiten Album perfekt die Lücke zwischen Sly & The Family Stone und Tom Tom Club bis hin zu CSS und the Go! Team:
http://www.cdstarts.de/kritiken/109318-Phenomenal-Handclap-Band-Form-%2526-Control.html
POET - A TRIBUTE TO TOWNES VAN ZANDT  (Tipp vom 30.05.2003 )
Ein Poet ist ein Mensch, der Gedichte schreibt. Nicht umsonst nennt sich daher diese Würdigung des verstorbenen Townes Van Zandt "Poet", denn zunächst mußte bei diesem grossen amerikanischen "Songwriter" ein Lied immer erst als zu Papier gebrachtes Gedicht funktionieren. Er galt schon zu Lebzeiten als Vorbild vieler jüngerer amerikanischer Musiker aus der Folk und Countryszene. Auf dieser CD erweisen viele davon ihre Referenz, wie zb die Cowboy Junkies, Lucinda Williams, Robert Earl Keen Jr oder Steve Earle. Aber auch die großen Namen wie Willie Nelson, Nanci Griffith und Emmylou Harris sind hier vertreten und interpertieren seine Songs. Townes Van Zandt gehörte zu den leisen Künstlern. Seine Themen waren nicht Cowboys und Pferde, Kitsch war nicht seine Sache. Wäre er schwarz gewesen, hätte man ihn einen Blues Musiker genannt. In der Tat war er ein Poet, den die Welt nicht vergessen sollte.
POP LEVI - THE RETURN TO FORM BLACK MAGICK PARTY  (Tipp vom 14.02.2007 )
Das Gründungsmitglied der Avantgarde-Rocker Super Numeri und Ex-Bassist von Ladytron veröffentlicht unter Pop Levi sein erstes Solo Debüt-Album, das in England bereits für großes Aufsehen sorgt. Der Multiinstrumentalist mit englischen Roots lebt seit langem in Los Angeles. Auf "The Return To Form Black Magick Party" überrascht er uns mit einem superlässigen Indie Rock Album erster Güte. Pop Levi kombiniert clever diverse Einflüsse á la Led Zeppelin, T.Rex, Lennon, The Byrds, The Undertones oder Jack White und katapultiert diese in das Hier und Jetzt. Alleine schon der Album Opener "Sugar Assault Me Now" verdeutlicht uns Levis Songwriter Ambitionen und musikalisches Feingefühl. Hier treffen catchy Gitarrenriffs auf rumpelnde Drums und verzerrte Bässe und Levis einzigartige Stimme, die man so schnell nicht wieder vergisst. Weitere Highlights der Acid-Folk von "Crying Chic" oder der Monster Groove von "Blue Honey". Klasse Debüt!
pm
Portico Quartet - Isla  (Tipp vom 17.10.2010 )
Spannender Post-Jazz aus Londons Osten!
Philip Glass, Steve Reich, Alice/John Coltrane, Radiohead, Arthur Russell, Sun Ra oder E.S.T. mit zusätzlichem Saxofonisten/Elektroniker als Quartett und Hang (ein melodisches Schlag-Instrument) anstelle des Pianos – das sind Referenzen, die einem beim Hören von "Isla" durch den Sinn mäandern, aber dennoch lässt sich nicht sagen, Musik wie die des jungen Londoner Portico Quartet schon einmal so gehört zu haben. Umso bemerkenswerter in post-modernen Zeiten, wo fast jedes Next Big Thing, ob bewusst Einflüsse zitierend oder nicht, letzlich doch meist wie irgendwas oder irgendwer klingt.
Nach dem Debüt "Knee Deep In The North Sea" (2007) produzierte Tonregisseur John Leckie (u.a. Radiohead) in den Abbey Road Studios den soeben veröffentlichten Zweitling – eine spannende Platte zwischen allen erdenklichen Stühlen, von der und über die wir noch viel hören werden.
Im April 2010 wird man sich hierzulande – hoffentlich bestuhlt und vor einem Publikum, das noch zuhören kann ohne nervös am Handy herumzufummeln – auch live von den Qualitäten der vier introvertierten Quertöner überzeugen können. (Kritik von unserem ehemaligen Mitarbeiter und Freund Bernhard Sauer auf schallplattenmann.de)
PORTUGAL.THE MAN - IN THE MOUNTAIN IN THE CLOUD  (Tipp vom 23.09.2011 )
...ein unglaubliches sechstes! Album, von einer in unseren Breitengraden fast schon übersehenen Band - aus der Rubrik "Musik für Entdecker"...

http://www.stageload.org/reviews/portugal-the-man-in-the-mountain-in-the-cloud
PROKOFIEFF - PETER UND DER WOLF  (Tipp vom 30.05.2003 )
Peter und der Wolf muß man gehört haben in der Fassung von Loriot mit dem European Chamber Orchester unter Daniel Barenboim. Auf dieser CD findet man auch Saint Saens Kinderklassiker Der Karneval der Tiere. Alternativ und ebenso spannend auch die Fassung gesprochen von Karlheinz Böhm mit den Wiener Philharmonikern, hier gekoppelt mit der musikalischen Schlittenfahrt von Leopold Mozart. In jedem Fall ein Spaß für alle Kinder von 4 bis 400.
PUBLIC ENEMY - HOW YOU SELL SOUL TO A SOULLESS PEOPLE WHO SOLD THEIR SOUL???  (Tipp vom 26.09.2007 )
Zum Einstieg ein paar Zahlen: Public Enemy haben in den vergangenen zwanzig Jahren nicht weniger als 1.300 Konzerte in 45 Ländern auf 58 Tourneen gegeben, außerdem mit drei Alben mehrfachen Platinstatus und mit drei weiteren Goldstatus erlangt. Unmessbar dahingegen ihre Bedeutung als politischste Rap-Crew aller Zeiten: Bis heute sind die New Yorker nicht müde, ihre Verdrossenheit gegenüber Obrigkeiten auf Albumlänge kundzutun. Der Release zum Bandjubiläum ist das sechzehnte Album - einschließlich Best Of- und Remix-Alben - seit der 1987er-Wegmarke "Yo! Bum Rush The Show". Die erste Single des Albums "Harder Than You Think" soll den ersten PE-Release vor zwanzig Jahren symbolisieren: Flav verwendete dafür die Lyrics von "Public Enemy No.1", jenem Track von PEs erstem Demo, der es bis in Rick Rubins Def Jam-Office schaffte, wo die große Karriere ihren Anfang nahm. Die beiliegende DVD zeigt einige Videos und Live-Footage, eine Photo Gallerie und ein Beitrag zum Public Enemy Comic Book.
pm
Pyeng Threadgill - Sweet Home  (Tipp vom 10.06.2010 )
http://www.myspace.com/pyeng

In Deutschland nicht veröffentlichtes Tribute an Robert Johnson. Daher nur als US-Import erhältlich bei uns für € 19,99!

Diese Investion lohnt! Blues & Jazz mit Referenzen an Cassandra Wilson, Joan Armatrading, Billie Holiday oder eben den gesamten Mississippi Delta Blues!
QUEENS OF THE STONEAGE - ERA VULGARIS  (Tipp vom 13.06.2007 )
Für leichte Kost war die Band um Mastermind Josh Homme ja noch nie bekannt, doch diese Platte sorgt für Schmerzen in den Ohren, zumindest solchen, die sich sonst nur mit seichten Melodien abgeben. Selbst der durchschnittliche Radio-DJ sucht hier - von dem noch halbwegs gefällig gleitenden "Into The Hollow" einmal abgesehen - vergeblich nach spielbarem Material. Doch der wahre QOTSA-Fan freut sich, denn das fünfte Album geht wieder sehr tief, in Mark, Bein und Magengrube. Der Sound tendiert stärker denn je in Richtung Industrial-Rock, was man der Mitarbeit von Nine Inch Nails-Boss Trent Reznor anrechnen könnte, doch der in Zusammenarbeit mit Reznor entstandene Song (es war sogar der Titelsong "Era Vulgaris") hat es letztlich gar nicht auf das Album geschafft. Auf den ersten Eindruck verstörend lärmende Stakkato-Stücke entpuppen sich bei genauerer Analyse als durchaus eingängige Hits, nur darf man hier selbstredend nicht die gängigen Popkriterien für einen Hit ansetzen. Schwere, schleppende Rock-Walzen wie der trocken-zähe Opener "Turnin´ On The Screw", das von Joey Castillos entfesseltem Drumming getriebene "Run Pig Run" oder das sperrige, sehr reduzierte "I’m Designer" mit dem traumhaft abdriftenden Refrain, genau das sind Songs auf die alle Queens-Fans gehofft haben.
pm
RABIH ABOU-KHALIL - CACTUS OF KNOWLEDGE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der libanesische Musiker Rabih Abou-Khalil lebt seit den Siebzigern in München, wo er zeitweise auch an der Musikhochschule unterrrichtet. Seine neue CD heißt "Cactus Of Knowledge" und verschreibt sich wie seine Vorgängeralben wieder der Symbiose von Musik verschiendenster Kulturkreise auf der Basis der arabischen Musik. Khalis Instrument die die Oud und er sucht stets nach neuen Möglichkeiten eine Musik zu erschaffen, die Grenzen sprengt. Diesen Versuch machen viele, aber ihm gelingt es. Man kann dieser Musik kein Etikett aufzwingen, selbst der sehr weit gefasst Begriff World Music greift zu kurz. Mit den Instrumenten Trompete, Tuba, Saxophone, Cello etc verschmilzt alles zu einer Art arabischen Jazz, eine nicht immer gefällige, ehert stachelige Angelegenheit. Ein "Cactus Of Knowledge" eben.
RACHEL'S - MUSIC FOR EGON SCHIELE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wenn es sonst schon keiner macht, dann begehen wir eben heute den zweiundachtzigsten Todestag von Egon Schiele, der am 31. Oktober 1918 verfolgt vom moralisierenden Spießbürgertum bereits in jungen Jahren das zeitliche segnete. Heute gilt der österreichische Maler trotz seiner kurzen Schaffenszeit als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts - man lernt ja bekanntlich nie aus. Zu einem Egon Schiele gewidmeten Tanztheater komponierte eine Absolventin der Chicagoer Musikhochschule namens Rachel Grimes eine äußerst gelungene "Musik zum Bild". Mit Piano, Viola und Cello trifft sie geschmackvoll die still sehnsüchtige Stimmung die von vielen Bildern Schieles ausgeht. Nicht umsonst beruft sie sich auf Schieles Zeitgenossen Anton Webern und Alban Berg. Ihre Kompositionen sind aber weit mehr als nur Reminiszenz. Sie sind vielmehr ein Beweis dafür wie vielfältig heutzutage komponiert werden kann ohne dabei beliebig zu sein. So erinnert einiges an den Stil der bereits genannten Berg und Webern, aber es sind genauso Elemente zeitgenössischer Komponisten wie Michael Nyman ("The Piano") oder Philip Glass spürbar. Eine rundum sehr gelungene CD mit geschmackvoller Verpackung, ein Kunstwerk für sich!
RAPHAEL SAADIQ - STONE ROLLIN´  (Tipp vom 23.09.2011 )
Es ist Black, es ist Rock, es ist Funk, es ist Soul. Raphael bringt den Motown zurück und entführt in die 60s und 70s. Teils klingt Saadiq wie Stevie Wonder, teils wie Lenny Kravitz oder Chuck Berry. Es ist eine spannende Mischung, die dafür sorgt, dass man diese Scheibe nicht nur ein Mal hören möchte. Für alle, die bereit sind, die gesamte Bandbreite des Souls zu spüren. Let’s groove!
REVEREND AND THE MAKERS - THE STATE OF THINGS  (Tipp vom 24.11.2007 )
Jon McClure ist ein Original. Ein so eindringlicher und überzeugender Typ, dass seine Freunde in Sheffield ihn nur "The Reverend" nennen. Wenn er den Mund aufmacht, hört man ihm zu. In der heimischen Szene ist er eine respektierte Größe, obwohl - oder weil - er sich nicht in den Vordergrund spielt. Den Arctic Monkeys ist er Freund und Vorbild, sein Tanzstil "like a robot from 1984" fand in ihre Textzeilen, obendrein ziert sein Bruder Chris das Cover ihres Debütalbums. Warum dann dauerte es bis jetzt, bis der Reverend auch den Rest der Welt außerhalb der Insel an seiner Musik teilhaben ließ? An Angeboten lag es nicht - in den letzten Jahren hat Jon mehrere sechsstellige Angebote ausgeschlagen. Doch Jon geht eben seinen eigenen Weg, wartete ab und beschert nun dem Wall Of Sound-Label UK-Top10-Platzierungen mit den ersten beiden Singles aus seinem Debüt Album. Mit seiner Band spielt er eigenwilligen Indie-Funk - tanzbar, aber auch durchdacht und bissig wie alles, das rockt und mischt die sonst so gitarrenfixierte Welt des Alternative Rock ordentlich auf. Sogar ein HipHop-typisches Feature macht er sich zu eigen: den Gastauftritt. Sänger wie Tim Hampton (Bromheads Jacket) oder Alex Turner (Arctic Monkeys, eh klar) freuten sich, Songs auf "The State Of Things" ihre Stimme leihen zu dürfen. Zwölf Gospels aus der Kanzel Sheffield - diesem Prediger hört man gerne zu!
pm
RICHARD ASHCROFT - KEYS TO THE WORLD  (Tipp vom 26.01.2006 )
Mit seinem 2000 erschienenen Solodebüt hat Richard Ashcroft sämtlichen The Verve- Fans einen Grund geliefert trotz der Trennung der "Bittersweet Symphony"- Macher nicht zu verzweifeln. Denn auch alleine bringt der charmante Sänger das rüber, was alle an The Verve liebten. Mit "Human Conditions" bewies der ex-Frontman dann ein zweites Mal, dass er es definitiv alleine sehr gut drauf hat. Doch dann wurde es plötzlich still. Man fürchtete schon, Herr Ashcroft hätte sich zur Ruhe gesetzt, doch nach drei Jahren schöpferischer Pause, in der er und seine Frau Kate ihr zweites Kind bekamen, ist der Songwriter mit einem neuen Album zurück. Auf seinem dritten Werk präsentiert Ashcroft zehn tiefgehende Titel mit insgesamt 44 Minuten Laufzeit. "Break The Night With Colour" ist die erste Singleauskopplung des Albums - ein Mut machendes Stück über das Ausbrechen aus Depression und Dunkelheit, über den Weg ins Licht. Unbedingt reinhören!
pm
Richard Galliano - Bach  (Tipp vom 09.06.2010 )
http://www.richardgalliano.com/

Richard Galliano, weltweit erfolgreicher virtuoses Akkordeonist, mit einem sehr gelungen und feinfühligen Album mit Bearbeitungen von Werken von J.S. Bach.
Robert Plant & Alison Krauss - Raising Sand  (Tipp vom 14.11.2007 )
Vor kurzem Erschienen und bereits jetzt derart erfolgreich, dass die Plattenfirma mit dem Pressen nicht mehr hinterherkam. Jetzt wieder lieferbar. Das Aufeinandertreffen von Led Zeppelin Gründer Robert Plant mit der "Queen Of Bluegrass" Alison Krauss.
Gegensätze ziehen sich eben an. Herausgekommen ist ein grossartiges homogenes Album, wo man gar keinen Song besonders hervorheben möchte. Unter der Regie vom fantastischen Produzenten und musikalischen Direktor T-Bone Burnett, der hierzulande durch die Federführung beim Johnny Cash Film "Walk The Line" erstmals auch einem grösseren Publikum näher kam und unter Mitwirkung exzellenter Musiker wie zb Marc Ribot klingen die Adaptionen von Songs amerikanischer Roots und Country/Singer-Songwritern wie Tom Waits oder Townes Van Zandt so stimmig als ob sie aus der Feder der beiden Sänger selbst stammen würden...
Ein Statement für die Albumkultur. Wir wissen, dass Musik mehr ist als ein Klingelton. Und wo auch immer die Reise hingehen wird, der Genuss eines Albums wie "Raising Sand" auf CD oder LP, liebevoll produziert, mit grandioser Klangtechnik aufgenommen war nie ein Fehler und wird es auch nie sein!
Rodrigo Y Gabriela - 11:11  (Tipp vom 11.09.2009 )
Rodrigo y Gabriela sind ein Gitarren-Duo aus Mexiko. Sie spielen akustische Gitarren, aber ihre Art zu spielen hat mindestens genauso viel vom Heavy Metal wie vom Flamenco. In England und Frankreich füllen sie bereits grosse Hallen. In Deutschland spielt ihre Musik niemand im Radio. Leider...
RODRIGO Y GABRIELA - LIVE IN FRANCE  (Tipp vom 23.09.2011 )
Das neue Live Album von Rodrigo Y Gabriela!

http://www.rodgab.com/liveinfrance.html
ROKIA TRAORE - WANITA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der Blues kommt aus Mali. Das wissen Musikkenner. Tatsächlich ist der Einfluß malinesischer Sklaven auf die heutige Musik der USA spürbar. Die 26 jährige Diplomatentochter Rokia Traore ist eine Malinesin, die die Welt bereist hat. Somit ist es konsequent, das ihr neues Album "Wanita" weitab von jedem Klischee afrikanischer Folklore ist. Die Musik ist ein facettenreiches Zusammenspiel verschiedenster akustischer Instrumente, die da neben Gitarre auch Kora, Balaba oder N´Goni heißen und laut einheimischem Musikverständnis nicht zusammenpassen. Rokia Traore hat es sehr viel Einsatz und Überzeugungsarbeit gekostet, die Musiker davon zu überzeugen, diese CD zu machen, sich zu lösen von ihren traditionellen Vorstellungen. Heraus kam ein wunderschönes Album, daß gerade in seiner fast minimalen Einfachheit besticht und den Hörer sofort in eine Art Trance zu versetzen mag. Die Texte von "Wanita" sind (mit Ausnahme eines Songs in französisch) in ihrer Landessprache "bamanan". Sie handeln in erster Linie von der Freiheit, der Freiheit des Geistes, der Freiheit des Geistes der Frauen in Mali, deren Schicksal fast immer vorherbestimmt und deren kleinste Freiheiten von einer rigorosen Männerwelt in "traditioneller Weise" verhindert werden.
ROX - Memoirs  (Tipp vom 09.06.2010 )
ROY HARGROVE - THE RH FACTOR - HARD GROOVE  (Tipp vom 17.09.2003 )
Schon vor einigen Jahren hatte Roy Hargrove begonnen an dem Projekt zu diesem neuen Album zu arbeiten. Immer wieder hat er sog. „home recordings“ gemacht, welche er dann bei verschiedenen Auftritten ausprobierte. Nach und nach setzte sich das Puzzle zu dem zusammen, was jetzt bei Verve unter erschienen ist. Hargrove schafft es hier ohne große Mühe die vermeintlich verschiedenen Stile von Jazz, Soul, Funk und Hip-Hop zu vereinen. Deutlich wird dies zum Beispiel bei „Poetry“, das er mit Q-Tip und Erikah Badu zusammenerarbeitete und einspielte. Durch Live-Auftritte mit den Soulaquarians für D´Angelo konnte er diesen für einen Gastauftritt gewinnen, was bei „I’ll stay" hervorragend zu hören ist. Neben den bekannten Namen sind auch die etwas in den Hintergrund geratenen Musiker wie der Saxophonist Jaques Schwarz-Bart, Bobby Sparks an sämtlichen Tasteninstrumenten, sowie Renee Neufville und Stephanie McKay als Vocalists zu nennen. Sie alle machen „The RH Factor Hard Groove“ zu einer der Neuerscheinungen dieses Jahres.
Anspieltipps: „Poetry“, „Common Free Style“, „Home/Kwah“ und „Juicy“.
M.H.
RY COODER - PULL UP SOME DUST AND SIT DOWN  (Tipp vom 23.09.2011 )
Ry Cooder´s back mit einem Protestsongalbum, indem er u.a. feststellt, das das soziale Netz in der organisierten Kriminalität noch recht gut funktioniert. "No Banker left behind". Dank Ihren Steuergeldern!

http://www.nonesuch.com/artists/ry-cooder
RYUICHI SAKAMOTO - CINEMAGE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der erfolgreichste Pop-Musiker Japans, ist auch einer der großen sinfonischen Filmmusikkomponisten. Auf einem seiner beiden gleichzeitig erschienen neuen Alben "Cinemage" hat er 6 seiner eindrucksvollsten Werke, wie "Der letzte Kaiser", "Little Buddha", "Merry Christmas Mr. Lawrence" auf einer CD vereint. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen schnöden Sampler, sondern um einen Live-Mitschnitt mit sinfonischen Orchester. Bei seinem bekanntesten Stück "Forbidden Colours" durfte bei diesem Auftritt sein langjähriger Freund und Ex-Japan Sänger David Sylvian nicht fehlen. Diese CD ist ein absolutes Highlight in der Rubik "Filmmusik", weil, von welchem Filmmusikkomponisten gibt es schon Live-Alben?!
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Weitere erhältliche Soundtracks von Ryuichi Sakamoto: Der letzte Kaiser, Seltering Sky, Little Buddha, Merry Christmas Mr. Lawrence, Snake Eyes Wuthering Heights, Handmaids Tale
SCHANDMAUL - MIT LEIB UND SEELE  (Tipp vom 19.04.2006 )
Die Heavy-Folkrock-Band aus dem Dachauer Umland gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten Vertretern des Mittelalter-Musik-Genres. Ihre letzten Produktionen „Wie Pech und Schwefel“ (2004) und „Kunststück“ (2005) kratzten jeweils an den Top 10 der deutschen Album-Charts. Diesmal hat das Sextett nun den Sprung in die Top Ten geschafft! Auf dem neuen Album setzen die Bayern ihren Weg konsequent fort. Mit lyrischen, deutschen Texten, ausgefeilten, aber nicht überladenen Arrangements und eingängigen Melodien finden sie genau die richtige Mischung aus Heavy Folk, zarten Balladen und mittelalterlichen Hymnen. Nie waren ihre Songs lebendiger, getragen von dem exzellenten Zusammenspiel der Rhythmusfraktion, und neben der markanten und berührenden Stimme sind die vielfältigen Streich- und Blasinstrumente (wie Geige, Flöte, Drehleier und Dudelsack) sicher einzigartig in Deutschland.
pm
SILJE NERGAARD - PORT OF CALL  (Tipp vom 30.05.2003 )
Bei Norwegen dachte man jahrzehntelang höchstens an Fjorde und Lachse. Musikliebhaber vielleicht noch an Terje Rypdal oder Jan Garbarek. Silje Nergaard, obwohl in ihrer Heimart bereits das was man landläufig einen Star nennt, ist bei uns bislang ein unbeschriebenes Blatt. Mit ihrer neuen CD "Port Of Call" wird sich das ändern. Mit ihrer gefühl- und ausdrucksstarken Stimme versteht sie es mit ihren eigenen Songs sowie diversen Standards (zb aus dem Repertoire von Billie Holiday oder Sting) den Hörer sofort in ihren Bann zu ziehen und sorgt auch für ausreichend Gänsehaut-Feeling. Dabei wirkt sie nie laut, schrill oder überheblich wie so viele ihrer heutigen Sängerkolleginnen. Hervorragende Begleitmusiker und ein Produzententeam, welches schon mit Aretha Franklin, Dr. John und Steely Dan auf sich aufmerksam gemacht hat runden das Bild ab. Ein sehr gelungener Brückenschlag zwischen Jazz und Pop.
Sir Simon Rattle/BP - Dvorak Tondichtungen  (Tipp vom 29.06.2005 )
Sir Simon Rattle, Chef der Berliner Philharmoniker und vorher lange Jahre an der Spitze des City of Birmingham Symphony Orchestra, hat zwar eine immens umfangreiche und vielseitige Aufnahmeliste vorzuweisen, doch es gibt auch für einen erfahrenen Dirigenten wie ihn immer noch Neuland zu entdecken.

So zum Beispiel die Orchestermusik von Antonín Dvorák, die lange ein weißer Fleck auf Rattles diskografischer Landkarte war. Nun kann man erleben, wie der Maestro dieses "Neuland" erkundet: In Live-Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern legt er die vier großen Tondichtungen Dvoráks vor: In ungemein sinnlichen Orchesterfarben heraufbeschworene Volkssagen-Sujets der osteuro-päischen Romantik, die leider noch immer im Schatten von Dvoráks Sinfonien und Konzerten stehen. 1896 kam Dvorák von seinem berühmten Amerika-Aufenthalt zurück und widmete sich, lange von Heimweh geplagt, alten Volkssagen seiner Heimat. Er fand sie in Form von Balladen des tschechischen Dichters Karel Jaromír Erben, dessen Gedichte ihn zu seinen vier orchestral riesig besetzten Sinfonischen Dichtungen inspirierten: Der Wassermann übt furchtbare Rache an einer jungen Frau, die ihm ein Kind geboren hat - ähnlich wie die Mittagshexe, die einer Mutter ihr Kind stiehlt. Das goldene Spinnrad ist eine tschechische Variante des Aschenputtel-Stoffes, während Die Waldtaube vor dem Szenario der böhmischen Wälder das schlechte Gewissen einer Mörderin weckt und sie in den Selbstmord treibt.

Erhältlich ab 18.07.2005
SMITH & BURROWS - FUNNY LOOKING ANGELS  (Tipp vom 28.11.2011 )
Es ist soweit: die Glühweinbuden stehen und die dazugehörigen Soundtracks häufen sich. Mit "Funny Looking Angels" reichen Tom Smith (Editors) und Andy Burrows (We Are Scientists, Ex-Razorlight) ihre Songs für das bevorstehende große Fest ein - ihr interpretierter Soundtrack zur besinnlichen Zeit. Natürlich ist das teilweise überzuckert, aber das gehört zu Weihnachten nun mal dazu, wie Lebkuchen und Christstollen...
http://www.intro.de/platten/kritiken/23065896/smith-burrowsfunny-looking-angels
SOLOMON BURKE - DON´T GIVE UP ON ME  (Tipp vom 30.05.2003 )
"Don´t give up on me" ist das Comeback eines ganz Großen! Solomon Burke hat das womit man seine Art von Musik gemeinhin bezeichnet, nämlich Soul. Sein unnachahmlicher Gesangsstil, der vom Blues und Gospel beeinflusst ist, prägte viele große Namen auch in der weißen Musik, allen voran den genialen Van Morrison. Auf seiner neuen CD interpretiert Solomon Burke Songs seiner Bewunderer, die diese eigens für ihn und dieses Album geschrieben haben. So hört man hier neue Werke von u.a. (natürlich) Van Morrison, Elvis Costello, Bob Dylan, Tom Waits und Brian Wilson. Ein Zusammentreffen des alten Recken mit seinen Bewunderern und eine großartige CD!
SOWETO STRING QUARTETT - RHYTHMS OF AFRICA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Als die Brüder Khemese - Gründer des Soweto String Quartetts – als Kinder in Johannesburg zum Geigenunterricht gingen wurden sie oft von weissen Polizisten aufgehalten. Die Hüter des Gesetzes konnten es sich einfach nicht vorstellen, daß Schwarze Geige spielen können und die Brüder mußten ihnen zum Beweis ihrer Fähigkeiten etwas vorspielen. Sie spielten dann irgendwelche burischen Volksweisen damit die Herren auch erkannten was sie spielten, denn von Bach hatten die selbsternannten besseren Menschen leider keine Ahnung. Nun können sich nicht nur Herrenmenschen von den musikalischen Fähigkeiten des Soweto String Quartetts überzeugen. Die Streicher gehen allerdings ihre eigenen Wege und bieten eine Wanderung zwischen europäischer Klassik und südafrikanischem Lebensgefühl. Der Rhythmus Afrikas und das Klangbild der Streichinstrumente verbinden sich zu einer leichten lebensfrohen Musik, die ihresgleichen sucht.
STEELY DAN - TWO AGAINST NATURE  (Tipp vom 30.05.2003 )
"Rikki don't lose that number", Hey Nineteen", "Josie" oder "Your Gold Teeth" waren Hits in den Siebziger Jahren. In den USA zählen Donald Fagen und Walter Becker alias Steely Dan zu den ganz großen der Popmusik, weil sie es irgendwie geschafft haben diese von den Kinderschuhen ins Erwachsenenalter überzuführen. Umso erwachsener klingt ihr neuestes Album, das erste nach ziemlich genau 20 Jahren! Zusammen mit vielen der besten Studiomusikern der USA gelingt den beiden Herren auch heute noch eine überzeugende Mischung aus Funk, Soul, Jazz und Popelementen, versehen mit hintergründig, bisweilen schwarzhumorig, sarkastischen Texten. Der typische Steely Dan Groove wird jeden in die Jahre gekommenen Fan sofort wieder begeistern,. Fagen's und Becker's Sound haftet etwas unverwechselbar zeitloses an und das war noch immer ein Zeichen für besondere Qualität!
STONESOUR - STONESOUR  (Tipp vom 30.05.2003 )
Um eine Sache gleich vorwegzunehmen:
Bei Stonesour handelt es sich nicht nur um eines der viele Sideprojekte, die kurz nach ihrer Veröffentlichung wieder in der Versenkung verschwinden, sondern um eine wirklich eigenständige Band um die beiden Slipknot-Members Corey Taylor(Gesang) und James Root(Gitarre), die eigentlich schon lange vor Slipknot existierte. Doch nun haben die beiden ernst gemacht und zusammen mit ihren 3 weiteren Mitstreitern ein wirklich sehr beachtliches Debüt hingelegt.

Doch anders als bei ihrer Hauptband haben die beiden hier wohl die Melodie für sich neu entdeckt. Das soll jetzt aber nicht heißen, daß die beiden nun dem Pop verfallen sind, aber bei Stonesour wird auf eine Mischung aus Härte und Melodie Wert gelegt. Weniger Doublebasses und Scratches, dafür mehr melodische Gesangslinien, vorgetragen durch einen sich wirklich in Bestform befindenen Corey Taylor, der bei der bereits durch den Spiderman Soundtrack bekannten Ballade Bother ungeahnte Gesangsqualitäten erkennen lässt. Auch bei Songs wie der Halbballade Inhale, dem rockigen, mit leichten Nirvana Einflüssen versehenem Take a Number oder dem mit einem äußerst treibenden Bass unterlegtem Tumult spielt Corey sein ganzes wahres Können aus. Desweiteren überzeugen vor allem der sehr kraftvolle Opener Get Inside und das mit typischem Slipknot-Shouting unterlegte Blotter. Alle Fans von modernem, harten Rock mit einer gehörigen Portion Melodie und alle aufgeschlossen Slipknot-Fans müssen hier zugreifen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mehr unter: http://www.roadrunnerrecords.de
Stoppok - Sensationsstrom  (Tipp vom 27.02.2008 )
Das neue Album von Stefan Stoppok „Sensationsstrom“ gehört zum besten was in Deutschland je an Rockmusik produziert wurde. Die Band und da vor allem die Rhythmusgruppe mit Schlagzeuger Benni Greb und Bassist Reggie Worthy präsentiert einen Groove , für den sich auch Ry Cooder und Jim Keltner respektvoll verneigen werden.

Aber Stoppok legt hier kein Plagiat vor, sondern etwas sehr authentisches. Bereits in den Achtzigern machte er sich einen Namen. Seine Alben verkauften hohe Stückzahlen, seine Songs liefen im Radio und er wurde von manchem Pressevertreter zum neuen Westernhagen hinstilisiert. Das gefiel Stefan Stoppok aber nicht wirklich. Denn einen Westernhagen gab es ja schon und das Music Business fraß auch damals schon gern seine Kinder. So verließ er die grossen Plattenfirmen als er nicht mehr das machen konnte was er wollte - auch wenn das bedeutete das ganz grosse Publikum nicht erreichen zu können.

Er gründete seine eigene Plattenfirma und gehört zu denjenigen, die nicht um jeden Preis ein Album auf den Markt werfen, sondern Qualität vor Quantität setzen. Auf „Sensationsstrom“ mussten die Fans in der Tat sehr lange warten, aber sie wurden belohnt. Seine grandiosen Texte, wie immer zwischen Ironie, Melancholie, Witz und Intelligenz als auch die Musikalität aller Beteiligten gehen einen Symbiose ein, die hoffentlich viele so wie mich begeistert. So klingt zB die Coverversion vom Peter Green/Fleetwood Mac Klassiker „Oh Well“ so frisch als ob der Song gestern erst geschrieben worden und der deutsche Text dazu die Originalversion wäre. Hier erkennt auch noch der letzte Langweiler vor dem Herrn sofort wie viel Spass es gemacht haben muß dieses Album aufzunehmen. Gratulation!
(Edmund Epple)
SUSANA BACA - ESPIRITU VIVO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Was es mit dem Datum 11. September auf sich hat muß man hier nicht extra noch erklären. Man kennt die Bilder und die schrecklichen Geschichten einzelner Betroffener. Trotzdem kann man deren Gefühle und Stimmungen unmittelbar nach dem Ereignis nur erahnen, wenn man nicht selbst vor Ort war. Die peruanische Sängerin Susana Baca war in der Woche nach dem 11.09. in New York für zwei Konzerte gebucht, die sie mit einheimischen Musikern bestreiten wollte. Erst wollte man die Konzerte absagen, entschloss sich dann aber doch für die Durchführung. Das Ergebnis hört man nun auf ihrer neuen CD "Espiritu Vivo", Mitschnitte eben dieser Konzerte. Man spürt die Konzentration von Musikern und Publikum auf die Musik, die unglaubliche warmherzige menschliche Intensität einer Sängerin, die aufgrund ihrer Herkunft das Leid nicht erst seit jenem Tag kennt, aber daran nicht verzweifelt. Susana Baca versinnbildlicht damit, was Musik bedeuten kann, ein Spiegelbild der eigenen Emotionen. Von ihrer Stimme geht eine Art entschlossener Sanftheit aus, die jenseits aller Naivität jede Art von Gewalt als dumm und lächerlich entlarvt und Hoffnung macht auf die sprichwörtlich bessere Welt.
Suzanne Vega - Close-Up  (Tipp vom 19.06.2010 )
http://www.suzannevega.com/

Ohne Band, nur mit Gitarre und ihrer nach wie vor tollen unverwechselbaren Stimme aufgenommene Klassiker aus dem umfangreichen Suzanne Vega Repertoire. Jetzt Teil 2!
Teenage Fanclub - Shadows  (Tipp vom 19.06.2010 )
http://www.teenagefanclub.com/


Nicht jeder kann es und mancher lässt es ganz! ...aber Teenage Fanclub sind Meister im Kreieren runder Popsongs, wie sie ohnehin nur britische (in diesem Fall schottische) Indie-Bands hinbekommen!
Teodoro Anzellotti - Goldberg Variationen  (Tipp vom 17.10.2010 )
Die Goldberg Variationen vom Akkordeon Virtuosen Anzellotti. Gewagt, jede Sekunde spannend und sehr gelungen.
In der wunderbaren Aufmachung der Winter & Winter Edition von der nach wie vor alles interessant und hörenswert ist.
The Beatles - Alles - Remastered  (Tipp vom 11.09.2009 )
Viel wird über das komplette Remastering der Original Beatles Alben geschrieben. Meist wird der EMI dabei unterstellt Geld verdienen zu wollen. ...wer will das nicht? Die EMI hatte nunmal zufällig oder nicht das Glück die beste Band der Welt unter Vertrag zu haben und mit George Martin nicht gerade eine Niete als Produzent. Das Ergebnis der Remasters klingt gut. Die Beatles leben! ....wahrscheinlich für immer. Man muß kein schlechtes Gewissen haben diese Edition zu empfehlen. Sie macht glücklich...
The Black Keys - Attack & Release  (Tipp vom 25.06.2008 )
Im Indie-Rock verwurzelte Menschen an die Hand zu nehmen und sie zum Blues zu führen gelingt den Black Keys auch mit ihrem fünften Album so gut, wie sonst nur den White Stripes oder Jon Spencer. Tief verwurzelt in rohem Blues und Garagen-Rock reiht sich ein staubtrockener, knarzender, bis auf die Knochen abgeschälter Song an den anderen. In diesem Punkt deutet Attack & Release auf einen deutliche Wende hin, da sich die 2001 gegründete Klein-Band mit Danger Mouse (Gnarls Barkley, Gorillaz) einen erfolgreichen, jungen Produzenten ins eigene Studio holte. Brian Burton alias Danger Mouse bringt mit seinem ausgeprägten Gespür für schlauen Pop abseits des Mainstreams nun eine Duftnote in die Black Keys Songs, die so nie hätte aufblühen können. Wo Geradlinigkeit herrschte, geht es wohltuend verspielter zu und doch seien alle Fans der Black Keys beruhigt - sie lassen es einige Male mal wieder richtig schmutzig krachen!
THE CHECKS - HUNTING WHALES  (Tipp vom 11.01.2008 )
Der Weg aus der quietschsauberen Welt eines Barbershop-Quartetts hin zum kehlig-urigen Heulen des Blues wird gemeinhin eher selten beschritten, doch genau jener ist es, der die erstaunlich jungen - nun fünf - aus Auckland, Neuseeland, 2007 an die Klippe des Erfolgs geführt hat. Ihr bluesiger, sämtliche Altersgrenzen ignorierender Garagenrock wurde im Jahr 2005 mit dem New Zealand Music Award ausgezeichnet. Ihr Gänsehaut verursachender, heiserer, Riff-getränkter Rock´n´Roll - ist jedoch unverkennbar ein Produkt unserer modernen Welt. Ein Song fiel Michael Stipe besonders auf und inspirierte ihn dazu, die Band als Support auf die R.E.M.-Tour 2005 durch Neuseeland einzuladen. 2005 erhielten sie die Chance, die NME Tour zu spielen. Sie bekamen einen Plattenvertrag und beschlossen, nach London zu ziehen. Das Ergebnis ihrer Mühen liegt nun mit "Hunting Whales" vor. Produziert von Ian Broudie, ist das eines der großen Debütalben, eine Rock´n´Roll-Platte voller Songs, die das wilde Tier in ihren Hörer weckt.
pm
THE CRIBS - MEN´S NEEDS, WOMEN´S NEEDS, WHATEVER  (Tipp vom 26.09.2007 )
"Whatever", das letzte Wort im Titel des dritten Albums ist Programm. Im positiven Sinne. Den drei Brüdern aus Wakefield ist es nämlich immer noch völlig egal, welche Trends in der britischen Popmusik angesagt sind. Sie machen weiter minimalistischen, zappelnden Rock, der ungeniert in Richtung Punk schielt. Ihr neuer Longplayer klingt zwar ein wenig sauberer produziert (von Franz Ferdinands Alex Kapranos) als die knarzigen Vorgänger, bleibt aber ungehobelt und knackig. Die Lyrics wirken reif, ohne altklug zu sein und entfalten nach wiederholtem Hören immer wieder ein paar Überraschungen. Und das ist nicht zuletzt ein cleverer Kontrast zu den rauen, enthusiastischen und reichlich ungezähmten Rock-Klängen, die schmissig und durchaus eingängig sind.
pm
THE DANCE INC. - LEGS AND ARMS  (Tipp vom 22.05.2007 )
Nach Veröffentlichung ihrer beiden hochgelobten EPs und der Absolvierung zahlreicher Konzerte in den letzten 3 Jahren hat die Hamburger Formation endlich das Debüt-Album im Handel. Nach den ersten Takten ist man zunächst irritiert - meinen die das ernst? Absolut! Das hier ist Synthiepop, voll gepropft mit 80er Jahre Melancholie. Die elegant elektrifizierten Wave-Pop-Tracks bilden eine musikalische Schnittmenge aus Heaven 17, LCD Soundsystem und Phoenix. Hier trifft die Eleganz des Edelpops der 80er auf den treibenden Eskapismus moderner Elektronika. Seltsame Endlosloops, die an den Minimalismus von Philip Glass erinnern, lassen sich - mit dem richtigen Beat unterlegt - in einen sehnsüchtigen Popsong umdeuten. Tobias Levins (Tocotronic, Kante, Slut) großartige Produktion tut ihr übriges um das Trio noch ein Stück größer und selbstbewusster zu machen.
Insgesamt ist es kein Album, dass einen nach dem ersten Hören nicht mehr los lässt, doch wer sich auf diesen ebenso mutigen wie verletzlichen Popentwurf einlässt, findet in "Legs and Arms" einen Freund, der einen in die Arme schließt und anschließend zum Tanzen ausführt.
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The Decemberists - The King Is Dead  (Tipp vom 13.01.2011 )
Nicht nur The King, alle Könige sind tot. Denn The Decemberists sind die neuen, guten Herrscher. Bei ihnen lebt alles, blüht alles neu auf. "The King Is Dead" ihr fantastisches neues Album, dass niemand etwas beweisen muß, nur für sich steht steht! Möglich, dass sich so Dylans Album 2025 angehört hätte. Ob dieses Jahr noch was besseres kommt...Kaum zu glauben.
...und Peter Buck von R.E.M. darf auch mitspielen.
THE DRUMS - PORTAMENTO  (Tipp vom 23.09.2011 )
...ein wünderschönes zweites Album von "The Drums" das einen auch gutgelaunt durch den traurigsten Herbst bringen kann.

http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8701
THE DYNAMICS - VERSION EXCURSIONS  (Tipp vom 24.11.2007 )
The Dynamics aus Lyon haben durch ihren einzigartigen Sound und Style innerhalb nur eines Jahres die Clubszenen in Europa, Japan und Nordamerika mit ihren 7"-Singles ordentlich aufgemischt. Wegen der grossen Nachfrage von DJs und Fans weltweit jagte eine Neuauflage die nächste...Jetzt endlich kann der Hunger nach mehr mit dem ersten Album gestillt werden! Auf dem Album präsentiert das Quintett Coverversionen von mehr oder weniger bekannten Stücken - das Ergebnis ist so unterschiedlich und verschroben, und so voll von den verschiedensten Einflüssen wie die Bandmitglieder selbst. Mit ihren Instrumenten analog und digital schaffen sie die Grundlage für den unschuldigen und ehrlichen Gesang ihres souligen Vokaltrios. Jede Art von Musik von Pop, Roots Reggae, Disco, Soul bis Rock wird durch ihre Filter gejagt. Das Ergebnis ist ein Sound, der einen mitnimmt auf eine Reise, die gleichzeitig nostalgisch und modern ist. Man sollte also nicht überrascht sein, auf dem Weg so verschiedenen Künstlern wie Madonna, Led Zeppelin, Curtis Mayfield, Prince, Rolling Stones, Bob Dylan, Herbie Hancock oder den White Stripes zu begegnen.
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The Holmes Brothers - Feed My Soul  (Tipp vom 10.06.2010 )
Feinster Gospel-Soul für laue Sommeernächte!
http://www.theholmesbrothers.com/main.html
THE KNIFE - SILENT SHOUT  (Tipp vom 19.04.2006 )
Das Stockholmer Geschwister-Elektro/Indie-Duo ist seit seiner Gründung im Jahr 1999 gemeinsam in Richtung Zukunft unterwegs. Nach ihrem Debüt aus dem Jahr 2001, das noch weitestgehend auf elektronische Punk-Pop-Gesten zurückgriff, stand mit Deep Cuts (04/05) ihr Durchbruch auch außerhalb der Grenzen Schwedens ins Haus. Mit Hilfe von wohl ausgesuchten Remixen für die Clubs unter anderen von M.A.N.D.Y, Rex The Dog und Mylo waren sie zu allererst ein Club-Phänomen und konnten über den Club den Weg in die heimischen Stereoanlagen finden. So fliessen auf Silent Shout eher überraschende, ja, auf den ersten Blick vielleicht sogar schwerlich passende Einflüsse ins eklektische und gemeinsam errichtete Sound-Gewächs von The Knife: Ambient-Klänge treffen auf Minimal-Techno und ein frühtechnoides Allerlei paart sich mit Indie Stilblüten.
pm
THE LIVING DAYLIGHTS - JOHN BARRY - JAMES BOND  (Tipp vom 30.05.2003 )
Wer kennt sie nicht die Musik die jeden James Bond Film -mittlerweile sind es 19 - begleitet. Die besten Soundtracks dieser Erfolgsserie werden in sporadischen Abständen vom Label "Ryko" wiederveröffentlicht, so auch "The living Daylights". Wer sich damals den Soundtrack schon zugelegt hat, wird dieses Mal erneut in Versuchung geraten, da die CD 7 unveröffentliche Stücke beinhaltet. Die Kompositionsarbeit hierfür zeichnet sich gleich durch 3 "Titellieder" aus. Das bekannteste wurde von der norwegischen Pop-Gruppe "A-HA" interpretiert. Die anderen beiden von den "Pretenders", deren Leadsängerin Chrissy Hynde durch ihre unverkennbare Stimme den Barry-Stücken einen ganz besonderen Touch verleiht. Der instrumentale Teil des Albums zählt zu dem abwechslungsreichsten und innovativsten zum Thema "James Bond" aus der Feder John Barry´s. Dieses Album, von 1987, ist der zwölfte und gleichzeitig letzte Score den Barry für einen James-Bond-Film abgeliefert hat.
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Weitere erhältliche Soundtracks von John Barry: Out of Africa (Oscar), Dances with Wolfes (Oscar), Octopussy, Mercury Puzzle, Born Free (2 Oscars), Diamonds are Forever, New York - Across the Sea of Time (IMAX-Film), The Scarlett Letter, On her Majesty´s Secret Service, King Kong, Highroad to China, The Lion in Winter (Oscar), Body Heat, Somewhere in Time, Moviola I + II.
THE MAGIC NUMBERS - THOSE THE BROKES  (Tipp vom 17.01.2007 )
In Form des letztjährigen Debüts haben die zwei Geschwisterpaare die Musikwelt in helle Aufregung versetzt und dank der überaus positiven Stimmen den verdienten Lohn für eine harmonische Höchstleistung geerntet. Im Vereinigten Königreich gab es Doppel-Platin und die Umsatzzahlen des selbstbetitelten Longplayers sind immer noch beachtlich für eine junge Band, die von Null auf hundert das Indie-Volk außer Rand und Band geraten ließ. Zusammen mit den Flaming Lips eroberten sie den Mittelwesten der USA, spielten im Vorprogramm von U2, fungierten als Special Guest bei Brian Wilson und sind dieser Tage schon wieder auf der Veröffentlichungs-Matte, dass es eine wahre, wiederkehrende Freude ist. Das erste, schwungvolle und melodienverliebte Viertel ist mit einer Zielstrebigkeit ausgestattet, dass man in der Hülle und Fülle an berührenden Wohltaten einfach jeden Song zu seinem persönlichen Lebensretter ernennen möchte. So eindringlich und zauberhaft herzlich kämpft sich dieser Reigen an brillanten Pop-Momenten ins Herz vor, dass man sich einfach nur ergeben kann und sich entzückt zurücklehnt. Im weiteren Verlauf der Scheibe tauschen die Vier die Folk-Orientierung gegen deutliche Soul-Elemente aus und beherrschen auch hier den strahlenden Glanz von harmonischer Glückseligkeit.
pm
THE MARBLE MAN - SUGAR RAILS  (Tipp vom 04.07.2007 )
Das gerade erschienene Debüt des erst 19-jährigen Josef Wirnshofer aus Traunstein wird bereits von der Musikpresse gefeiert: „eine absolute Ausnahmeleistung“ (spexx), „das sind Songs, bei denen aber auch alles am rechten Fleck sitzt, die Melodien, die Grooves, die kurzen, rasanten Ausflüge in die Beatherrlichkeit“ (musikexpress). Auf "Sugar Rails" präsentiert The Marble Man, der Szenegrößen wie Marc Liebscher (Manager der Sportfreunde Stiller) und Tobias Kuhn (Miles- / Monta-Sänger) zu seinen Fans zählt, einen bezaubernd melancholischen Folkpop-Reigen anglo-amerikanischer Prägung. Nach zahlreichen euphorisch gefeierten Konzertauftritten wartet der Singer/Songwriter nun mit seinem ersten Longplayer auf. Stilistisch zwischen Nick Drake, dem frühen Beck und v.a. Elliott Smith angesiedelt und fast im Alleingang eingespielt, bietet das Album 12 makellose Folkpop-Kompositionen mit gelegentlichen Country- und Indie-Rock-Anleihen. Hervorragend instrumentiert mit Akustik- und E-Gitarre, Orgel, Harmonika, Akkordeon und Schlagzeug, gelingen dem jungen Musiker, der u.a. Velvet Underground und Leonard Cohen zu seinen musikalischen Haupteinflüssen zählt, wunderschöne Harmonien und Refrains.
pm
THE NOTWIST - NEON GOLDEN  (Tipp vom 30.05.2003 )
Jetzt ist es passiert! Diese Woche stehen The Notwist mit ihrem neuen Album "Neon Golden" auf Platz 10 der deutschen Media Control Charts, geschlagen nur noch von medialen Weltstars wie Robbie Williams und Anastacia oder dem Soundtrack zum Kinogassenhauer "Der Herr der Ringe". Aber wer sind eigentlich The Notwist? The Notwist sind im Kern die Brüder Markus und Michael Acher aus Weilheim.. Sie gewannen 1986 einen Zündfunk Nachwuchswettwerb . Sie spielten im Jugendzentrum Weilheim und im Gasthof Post in Pürgen. Sie feierten das Erscheinen ihrer ersten Platte 1989 in unserem Laden (wobei sie von der angereisten Fotografin einer Landsberger Lokalzeitung mitleidig belächelt wurde, wohl aufgrund ihrer schüchtern bis seltsam anmutenden Zurückhaltung....was soll aus denen schon werden?). Die Brüder Acher fanden in Landsberg bei Wolfgang Petters und seinem Label Hausmusik Raum für diverse Nebenprojekte. So zb das viel beachtete Tied & Tickled Trio, eine höchst anspruchsvolle, den Hörer fordernde Mischung aus Jazz und moderner Elekronik. Dabei arbeiten sie mit dem Weltklassesaxophonisten Johannes Enders, ebenfalls ein Weilheimer. Markus arbeitete jahrelang für unseren Mailorder. The Notwist spielten im Hirsch in Pitzling, auf dem Kauferinger Open Air und in der Quere in Landsberg. Hausmusik ging nach München. In Landsberg wurde es zu eng, auch im übertragenen Sinn des Wortes. The Notwist veröffentlichten alle 3 bis 4 Jahre ein neues Album und ihre Fangemeinde wuchs - weltweit. Sie tourten durch England, ganz Europa und die USA. Sie lehnten Interview Wünsche der Bravo ab und spielten stattdessen im Feierwerk in München. Marketingtechnisch machten sie so ziemlich alles falsch, was es falsch zu machen gibt, wenn man Popstars werden will. Sie galten in Branche schon bald als die Schwierigen. Sie gingen ihren eigenen Weg. Sie entwickelten ihre ganz eigene musikalische Sprache zwischen Gitarrenrock, Songwriting, Jazz und Elektronik. Und jetzt dieser riesige Erfolg, der sie wohl selbst ein wenig überraschen dürfte. ....und die neue Platte? ...ach ja, sie ist fantastisch!
The Notwist - The Devil, You and Me  (Tipp vom 14.05.2008 )
Pfadi-Heim Weilheim, Gasthof Post Pürgen, Gewinner des Zündfunk Tape Wettbewerbs 1989 – das waren die ersten Stationen von The Notwist. Nach der ersten Platte zog man hinaus und spielte alle wichtigen Indie Clubs in Bayern. Dann, nach der zweiten LP 1995 in ganz Deutschland...später mehrere Europa- und USA Tourneen. The Notwist füllten die legendäre Knitting Factory in New York auf Anhieb. Ihr Album „Neon Golden“ erreichte 2002 die deutschen Album Charts und ist ein Meilenstein moderner intelligenter Popmusik. 6 Jahre danach – zwischenzeitlich ließ man Vodafone abblitzen, die eine sagenhafte Summe für einen Notwist Song geboten hatten – nun das neue Album „The Devil, You and Me“. Und es scheint, dass The Notwist populärer sind als je zuvor. Obwohl sie alles auf den Kopf gestellt haben, was man von Marketing-Experten im Musikbusiness so zu hören bekommt. Sie folgen keinen Erfolgsrezepten, nur ihrem eigenen künstlerischen Weg. 6 Jahre keine Platte und trotzdem wieder voll da. Ausverkaufte Hallen in ganz Deutschland, Platz 10 der Album Charts und – bevor ich’s vergesse zu erwähnen - ein grossartiges, wunderschönes neues Album auf CD und Vinyl. Wir wollen auch nicht unerwähnt lassen, dass in unserem Laden die Release Party zur ersten Platte von The Notwist stattfand und seinerzeit die Fotografin des Landsberger Tagblatts gar nicht herauskam aus dem Staunem vor soviel Haaren auf den Köpfen von Markus und Micha Acher und Mecki Messerschmidt. Viel zugetraut hat sie diesen "Bürscherln" wohl damals nicht...Markus arbeitete auch lange in unserem Mailorder "Raffmond" und versorgte die ganze Welt mit seinem exquisten Musikgeschmack aus unseren kleinem Landsberger Kabuff. Erst die Notwist Karriere mußte notgedrungen sein Engagement bei uns beenden. Das Leben schreibt auch schöne Geschichten!
THE PURCHELL QUARTETT Robert Wooley - LA FOLIA  (Tipp vom 30.05.2003 )
Variationen über ein Thema. Ein äußerst liebevoll zusammengestelltes und interpretiertes Album
THE RAPTURE - IN THE GRACE OF YOUR LOVE  (Tipp vom 23.09.2011 )
"Disco Punk" und mehr: Die Intention, Post-Punk mit einem Dancefloor-Groove zu verheiraten, wurde von der Band aus New York noch nie so konsequent umgesetzt wie auf diesem Album!

http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8713
THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES - A PRESENT FROM THE PAST  (Tipp vom 26.01.2006 )
Vergessen wir einfach mal all den technischen Schnickschnack - so könnte das Motto der sechsköpfigen schwedischen Rockband aus Göteborg lauten. Sie konzentrieren sich auf die Wurzeln des Rock. Auch deshalb wohl heißt die aktuelle Doppel-CD „A Present From The Past“.
Dem Hörer werden 32 Songs geboten, die entweder völlig neu sind oder schon auf EP´s oder als B-Seiten von Singleauskopplungen zu finden waren. Und obwohl diese Auswahl eine Zeitspanne von zehn Jahren abdeckt, schafft es diese Mischung, sich anzuhören, wie ein reguläres Album.
Das Spiel der Schweden bringt Erinnerungen an „The Stooges“, „The Beatles“ oder „Pink Floyd“ hervor, zieht den Hörer oft mit psychedelischen Refrain-Hymnen in den Bann und fasziniert dank virtuoser Arrangements. Für Rockfans ist es ein Geschenk!
pm
THE STREETS - THE HARDEST WAY TO MAKE AN EASY LIVING  (Tipp vom 20.04.2006 )
Das dritte Album von Mike Skinner, der mit seinem innovativen Debüt 2002 die gesamte House/Garage/HipHop-Szene aufmischte und neue Dimensionen setzte, um dann mit seinem Zweitwerk den Brit-Award zu erhalten - aber was hat Skinner in den letzten Jahren getan? Nun, da war die Gründung seines eigenen Labels The Beats, auf dem das von ihm produzierte Debüt der weit unterschätzten Mitchell Brothers erschien. Dann gab es einen sechsstelligen Reebok-Deal und das eine oder andere Skandälchen, in dessen Zusammenhang der Name Skinner fiel. Und jetzt: Die Wahrheit mit The Hardest Way To Make An Easy Living. Das neue Album erzählt dementsprechend auch die Geschichte, wie jemand zurück auf den Boden der Tatsache findet. Mit seinem unnachahmlichen Talent für die Kombination von Beats mit Rhymes brachte er alles, was er in den letzten Jahren gelernt hat, auf das Album. Das gab all dem, was er erlebt hat, einen Sinn. Und er hat viel gelernt: Alles ist ein bisschen schneller, ein bisschen packender und noch etwas mehr auf den Punkt - geschliffen und poliert als perfektes Vehikel für Skinners lyrische, kriminalistische Beobachtungsgabe, die zu seinem Markenzeichen geworden ist.
pm
THE STROKES - FIRST IMPRESSIONS OF EARTH  (Tipp vom 26.01.2006 )
Sie sind eine junge Band, hungrig, wild, und verdammt gut aussehend. Und so war das Debüt (09/2001) des Quintetts aus New York keine Eintagsfliege, sondern ein Grundstein für eine neue Rockgeneration. Im Herbst 2003 kam der etwas schwächere Zweitling. Jetzt gibt´s den dritten Streich und offenbar haben die Herren um Julian Casablancas Spaß daran, den Hörer etwas an der Nase herumzuführen. Denn die erste Single "Juicebox" klingt dann doch etwas ungewohnt. Gitarren, die man auch bei den Labelkollegen System Of A Down entliehen haben könnte, treffen auf eine Rhythmusarbeit, die nicht mehr rumpelt, sondern tight ist. Aber keine Sorge. Die Strokes haben nicht das Lager gewechselt. Nach wie vor geht es hier um den gepflegten und aufs Nötige reduzierte Popsong, der dem Hörer gewohnt schnoddrig, aber eben etwas versteckter dargeboten wird. Der ideale Opener des jungen Rock-Jahres!
pm
THE VIEW - HATS OFF TO THE BUSKERS  (Tipp vom 24.03.2007 )
Vier Newcomer aus dem schottischen Dundee, benannt nach dem "Bayview Hotel", einer Bar in der sie zunächst ihre Proben abhielten. Mit ihrem Debüt liefern sie eine gelungene Mixtur aus feurig-scharfem Teenage-Rock´n´Roll und erwachsenem Songwriting. Seit 2005 hat sich die Band bei annähernd 300 Shows in die Herzen vieler junger und alter Briten gespielt. Anfang 2006 wurde das Quartett von James Endeacott - der Mann der die Strokes und die Libertines entdeckte - für sein neues Label "1965" gesignt. 2007 wird ihr Jahr, zuerst landete ihre Single "Same Jeans" auf einem sensationellen Platz 3 in den UK-Charts und schließlich konnte das Debütalbum der Band sich mit über 100.000 abverkauften Einheiten auf dem Platz 1 der britischen Albumcharts platzieren und hat mittlerweile Platin mit 300.000 units.
pm
The Whitest Boy Alive - Rules  (Tipp vom 16.03.2009 )
Seit fast fünf Jahren wartet die Indieszene nun schon auf das dritte Album der Kings Of Convenience. Doch Erlend Oye hat geschickt davon abgelenkt, indem er im Herbst 2006 das deutsch-norwegische Bandprojekt "The Whitest Boy Alive" startete. Als konventionell besetzte Band spielten sie Soul, Disco und House, und bis heute sind die Tanzflächen der Indieclubs bei keinem anderen Song so gut gefüllt wie bei "Burning", der Übersingle vom Debüt "Dreams". Bis heute - denn jetzt erscheint das Nachfolgealbum. Noch immer gilt die Regel, dass Computer als Hilfsmittel nicht zugelassen sind. Doch weil sie sich diesmal stärker am Sound ihrer Liveauftritte orientieren, weist "Rules" noch entschiedener in Richtung Tanzfläche: Bass und Schlagzeug geben den Discobeat vor, während sich Synthies, Gitarrenfragmente und Oyes schwermütiger Gesang beim minimalistischen Tanz einen Platz in der zweiten Reihe suchen. Sollte bei Hits wie "Courage" trotzdem noch jemand in den Ecken der Clubs versauern: Das neue "Kings Of Convenience" Album kommt angeblich im Laufe des Frühjahrs.
THEES UHLMANN - st  (Tipp vom 23.09.2011 )
...das erste Soloalbum des Tomte-Frontmanns Thees Uhlmann.

http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8693
THIEVERY CORPORATION - VERSIONS  (Tipp vom 13.06.2006 )
Sei es nun Downbeat, Future-Bossa oder auch Dub: Rob Garza and Eric Hilton aus Washington DC bedienen schon seit jeher jedes dieser Genres. In musikalischer Hinsicht zeigte man sich in der Vergangenheit stets offen und bemühte sich, ein musikalisches Spektrum zu bieten, das keine Wünsche offen lässt. „Versions“ ist nun ein Album, das vollgepackt ist mit 18 Remixen, die im unteren Tempo der Sparte Elektro-Lounge anzusiedeln sind. Musikalische Höhepunkte lassen sich darauf ohne Zweifel sehr viele ausmachen, haben sie sich doch mit dem zweiten Remix-Album geschlagene sieben Jahre Zeit gelassen.
pm
THOMAS HENGELBROCK - MUSIK FÜR SAN MARCO  (Tipp vom 30.05.2003 )
Eine einzigartige Sammlung bedeutender Kompositionen, die für die Basilica San Marco in Venedig geschrieben wurden.

Eine ganz besondere CD für alle Freunde Venedigs hat jetzt Thomas Hengelbrock mit dem Balthasar Neumann Chor und Ensemble veröffentlicht. Im 16. Und 17. Jahrhundert, also in der Blütezeit Venedigs ließen sich viele Komponisten von der besonderen Atmosphäre der Lagunenstadt beeinflussen. Insbesondere die Basilica San Marco beflügelte manch einen zu wahren musikalischen Höchstleistungen. So zum Beispiel tüftelten Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli, Francesco Cavalli oder Claudio Merulo an ausgefeiltesten mehrstimmigen Chören oder gar mehrchörigen Werke. Hengelbrock, der seit langem ein untrügliches Gespür für herausragende Renaissancewerke beweist stellt auf der "Musik für San Marco in Venedig" zum Teil sehr seltene Juwelen dieser Epoche vor. In diese Musik, die spirituell und hochkünstlerisch zugleich ist möchte man als Hörer förmlich hineintauchen. Großartig!
THOMAS HENGELBROCK/ BALTHASAR NEUMANN ENSEMBLE - FESTA TEATRALE / KARNEVAL IN VENEDIG UND FLORENZ  (Tipp vom 30.05.2003 )
Eine Zeitreise in den Karneval Venedigs und Florenz des 16. Und 17. Jahrhunderts. Mit Werken Monteverdis, Rossi, Gastoldi et al

Nicht erst seit seiner sensationellen Entdeckung von Antonio Lottis Requiem ist der Dirigent Thomas Hengelbrock als ein Künstler bekannt, der sich mit außergewöhnlichen Projekten mit geradezu sinnlicher Vermittlung Alter Musik einen Namen gemacht hat. Er hat nun das karnevalistische Treiben, wie es im 17. Jahrhundert südlich der Alpen üblich war, zum Leben erweckt. "Festa Teatrale" heißt sein Projekt, bei dem Hengelbrock mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble und dem Balthasar-Neumann-Chor zusammenarbeitet - zwei Gruppierungen, die Hengelbrock selbst gegründet hat und die immer wieder in besonders lebendiger Weise Archivschätze in die Konzertsäle der Welt gebracht und auf CD eingespielt haben. Alles, was der italienische Karneval musikalisch zu bieten hatte - Opernszenen, Maskeraden, Tänze und Ballette, sogenannte "Canti carnevaleschi" ("Karnevalslieder") - ist hier zu erleben, das Ganze vereint in einer authentischen Dramaturgie, einer Art "Barock-Revue", die den Hörer so nahe an das historische Geschehen heranführt, als hätte er eine Zeitreise von 350 Jahren in die Vergangenheit unternommen.
THOMAS MANN - DER ZAUBERBERG  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Hörspiel war über Jahre eine ziemlich vernachlässigte Kunstform. Während Kinder sich gerne von guten Geschichten und guten Erzählern gefangen nehmen lassen, scheint in der Coolness der Pubertät diese Fähigkeit vorübergehend verloren zu gehen, um sie dann im Erwachsenenalter wieder zu entdecken. So erlebten in den letzten Jahren sogenannte Hörbücher auf CD und MC einen wahren Boom und der Absatz steigt und steigt. Ein echtes Meisterwerk des Hörspiels legte vor kurzem der Bayerische Rundfunk mit der neunstündigen Mammuth -Produktion von Thomas Manns Zauberberg vor, welche über die Weihnachtsfeiertage gesendet wurde. Nun liegt das Ganze als CD und MC vor und man kann sich nochmals an dieser akustischen Umsetzung eines der wichtigsten Werke der deutschen Literatur erfreuen.
TIGA - SEXOR  (Tipp vom 17.03.2006 )
Mr. Sontag zählt zu den großen DJ´s und hauchte Anfang der Neunziger seiner Heimatstadt Montreal ein gehöriges Maß an Clubleben ein. Er gilt als Dandy der Electro-Szene und interpretierte mit Zyntherius (Jori Hulkkonen) den Corey Hart-Song „Sunglasses At Night“. Trotz seiner Berufung als DJ, der Gründung des Labels Turbo und vielen Maxis und Remixes, fand der 30-Jährige genügend Zeit, seinem ersten Artist-Album den Glanz zu schenken, der vorerst die ruhelose Karriere formschön abrundet und endlich auch in die Wohnzimmer einzieht.
pm
TOM WAITS - BLOOD MONEY + ALICE  (Tipp vom 30.05.2003 )
Enfant Terrible ist gemeinhin der Begriff mit dem Tom Waits seit Jahrzehnten behaftet ist. Im Prinzip ist er nichts anderes als ein Songwriter, aber eben ein nicht alltäglicher. Beeinflußt von Jazz, Kurt Weill, Blues und Country, mit einer Stimme als ob ihre Bänder ein glühendes Reibeisen wären - manchmal mehr hustend als singend - braucht er meist nur wenige Sekunden um den Zuhörer zumindest aufmerksam werden zu lassen. Wer genauer hinhört wird ihm ohnehin schon längst verfallen sein. Zum unkonventionellen eines Tom Waits passt natürlich auch, dass er jetzt gleich zwei CDs gleichzeitig veröffentlicht. Zwei Alben mit einem jeweils durchgängigen Thema, der Literatur entspringend. "Blood Money" basiert auf Büchners Woyzeck und "Alice" hat Alice im Wunderland zum Thema. Beides verstörend schön und seltsam wunderbar. Wer sich gerne beschwert es gäbe keine Charaktere mehr in der Musik und schon gar keine gute Musik, bitteschön, hier ist ein Gegenbeweis. Ohren auf!
(Edmund Epple 06.05.2002)
Tomasz Stanko - Suspended Night  (Tipp vom 24.10.2004 )
Am Freitag, den 29.10.04 fand im Landsberger Stadttheater zum vierten Mal ein Konzert mit einem Künstler des ECM Labels statt. Mit Tomasz Stanko und seinem Quartett auch dieses Mal wieder ein absoluter Weltklasse Jazzer. Discy ist stolz auch diesen Musiker zusammen mit ECM und dem Landsberger Stadttheater für ein Konzert in der Lechstadt gewonnen zu haben.
TOMTE - BUCHSTABEN ÜBER DER STADT  (Tipp vom 21.02.2006 )
Ihr letztes Album markierte 2003 den Überraschungserfolg in Sachen deutschsprachiger Rockmusik. Die Hamburger Band, die einst aus dem niedersächsischen Hemmoor auszog, um mal vor Oasis aufzutreten, spielt in Deutschland mittlerweile längst in einer ähnlichen Liga wie die Briten. Nach Festivalauftritten und Support-Gigs für Coldplay erschien kürzlich das vierte Album des Quintetts um Sänger Thees Uhlmann. Mit einer Mischung aus Euphorie und unglaublicher Berührtheit machen Tomte ganz großes Kopfkino. Ein Album, zu dem letztlich viele Menschen finden werden und der die Band nach Ansicht engstirniger Schubladendenker ein Stück weiter vom "Indie-Sein" entfernt. Wen interessiert´s? Ich freue mich weiter darüber, wenn die Fünf mit mir das Marmeladenbrot teilen und aus dem Zugfenster sehen...
pm
Tony Allen - Secret Agent  (Tipp vom 18.06.2009 )
Tony Allen gilt seit langem als bester Schlagzeuger Afrikas und ist einer der einflussreichsten Musiker des Kontinents. Seine Einflüsse sind Soul/Funk, Jazz und traditionelle nigerianische Trommeln. An der Seite von Fela Kuti, mit dem er 15 Jahre zusammenspielte, erfand er den Afrobeat, einen treibenden, funkigen, politisch aufständischen Stil, der nicht nur innerhalb der afrikanischen Musik eine treibende Kraft wurde, sondern auch weltweit einflussreich war. Das Album Secret Agent ist nicht nur ein majestätisches Zeugnis der Wurzeln des Afrobeats, sondern auch Allens erste Veröffentlichung, seit er als Gründungsmitglied von The Good The Bad And The Queen neben Damon Albarn, Paul Simenon und Simon Tong für Aufsehen sorgte. "Secret Agent" wurde von Allen selbst produziert und mit seiner erprobten Tourband aufgenommen - darunter Musiker aus Nigeria, Kamerun und Frankreich. Das Ergebnis: nagende Gitarren, funky Keyboards, gefühlvoller Gesang, dicke Bläser und jede Menge treibende, unwiderstehliche Beats. "Ohne Tony Allen gäbe es keinen Afrobeat." (Fela Kuti)
TOO STRONG - DREAMACHINE  (Tipp vom 27.07.2005 )
Eine Legende kehrt zurück: Nach fünf Jahren Pause reformieren sich die „Drei vonne Funkstelle“ wieder und steigen in Originalbesetzung wieder in den Ring. In den 90er Jahren schrieben Pure Doze, Der Lange und Funky Chris mit Hymnen, wie z.B. „Rabenschwarze Nacht“, deutsche Hip Hop Geschichte und schufen mit der Gründung der Silo Nation eine eigene Kulturbewegung. Mit ihrem fünften Album reduzieren sie Hip Hop auf das Maximum und releasen den Soundtrack für alle, die den Pseudo-Ghetto Kram aus der Hauptstadt nicht wirklich ernst nehmen können. Keine pubertären Lyrics in denen zu Gewalt aufgefordert wird, sondern deutscher Hip Hop mit Aussage und Message untermauert mit fetten Beats, einer Prise Rock und Hooklines, die sich ins Ohr fressen. Auf den Punkt gebrachte Rhymes mit der Botschaft: Too Strong sind back! – zurück mit einer klaren Ansage an die Möchtegern-Gangsta-MeinBlock-Fraktion!
pm
TOOL - 10.000 DAYS  (Tipp vom 04.05.2006 )
Die derzeit unangefochtene Nummer #1 des Progressive Rock meldet sich nach fünf Jahren mit dem vierten Album zurück. Nachdem das kalifornische Quartett Mitte der Neunziger mit dem Debutalbum „Undertow“ und dem Zweitwerk „Aenima“ schnell vom Geheimtipp zu einer großen Avantgarde Band avancierte, gelang mit „Lateralus“ 2001 der weltweite Durchbruch.
Wie schon bei den Vorgänger-Alben sind die ersten Sekunden des Hörens von einem Gefühl der Vertrautheit und der gleichzeitigen Entfremdung geprägt. Sie klingen zwar immer noch so wie früher, doch auch dieses Album braucht seine Zeit, bis es sich dem Hörer vollends in aller Schönheit präsentiert. Neben dem Opener "Vicarious" zählen vor allem "Jambi", "The Pot" und "Right In Two" noch zu den eingängigeren Songs des Albums. Ansonsten geben sie sich bei den restlichen Stücken wieder gewohnt verschlossen, sphärisch und anspruchsvoll. Dazu zählen Geisterbeschwörungsgesänge, hörspielähnliche Zwischensequenzen und minutenlange Klang-Eskapaden aus verrückten Soundeffekten. Da empfielt es sich, die Kopfhörer aufzusetzen und das Album ungestört und in seiner ganzen Pracht auf sich wirken zu lassen.
pm
TRENTEMOLLER - REWORKED/REMIXED  (Tipp vom 07.11.2011 )
...der dänische Prince Of Darkness hat wieder einige Tracks elektronisch auf den Kopf gestellt und das macht Anders Trentemoller so oft und so gut, dass er jetzt eine Doppel-CD mit den besten Remixen - von ihm und von anderen Acts - veröffentlicht hat: http://www.egofm.de/default.aspx?ID=7181&showNews=1063182
Trio Elf - Elfland  (Tipp vom 24.11.2010 )
Die neue von unserem deutschen Lieblingsjazz Trio mit unserem Lieblingspianisten Walter Lang. Geht neue Wege wie die Vorgänger und würzt das Minimalistische und Repetitive mit einem Hauch Brazil. Gut für weite Horizonte. Alles wirkt sehr kompakt und ist harmonisch ohne schwülstig oder kitschig zu werden. Zum auf-Sofa-Liegen-und-genau-Zuhören genauso geeignet wie zum Loungen und Bathtubben.
Trombone Shorty - Backatown  (Tipp vom 27.09.2010 )
Trombone Shorty nennen sie den Mann, der seit seinem 4. Lebensjahr mit der Posaune alle an die Wand bläst. Den "Prince des Jazz" nennen ihn die US-Kritiker. Lenny Kravitz, Allen Toussaint, Wynton Marsalis und U2 heissen seine größten Fans und wir sind es auch. Das Album grooved, funked, und rockt. Einfach Genial!
Vassilis Tsabropoulos - Akroasis  (Tipp vom 24.11.2003 )
Auf ECM! Der griechische Jazz Pianist mit klassischer Ausbildung schafft mit Akroasis ein ungewöhnliches Werk. Solo-Piano Kompositionen, die allesamt auf byzantinischen Gesängen basieren. Ein gleichsam meditatives wie aufwühlendes Meisterwerk. Zur Zeit führt Tsabropoulos diese Komposition zusammen mit Anja Lechner in einer für Cello und Klavier arrangierten Fassung auf. Live zu erleben am Donnerstag 04.12.2003 im Stadttheater in Landsberg!
VIKTORIA MULLOVA - THROUGH THE LOOKING GLASS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Das Moskauer Konservatorium gilt als eine der besten Ausbildungstellen für klassische Musiker. Viktoria Mullova absolvierte nicht für ebendieses Konservatorium, sondern konzertierte in den letzten 20 Jahren auch mit allen großen Orchestern und Dirigenten. Sie spielte mit den Wiener Symphonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester, der Academy Of St. Martin-In-The-Fields und und und.... Ihre Aufnahmen der Bach Solo-Partiten und der Violinkonzerte von Bach, Brahms, Mendelssohn, und Paganini wurden mit Lob und Auszeichnungen überschüttet, ihre Konzertreisen mit teilweise auch sehr modernem Repertoire gefeiert. Viktoria Mullova lebt seit einiger Zeit in London und gehört sicherlich zu den außergewöhnlichsten und besten Violinistinnen unserer Zeit. Ihre neue CD "Through The Looking Glass" ist ein echtes Juwel. Sie wagt sich an Interpretationen von im wahrsten Sinne des Wortes zeitgenössischer Musik: Pop, Rock und Jazz. Ihre Arrangements von Songs von Miles Davis, Jaco Pastorius, Donald Fagen, den Bee Gees, den Hollies, Alanis Morissette uvm sind alles andere als ein Anbiedern an die populären Kollegen, kein billiges Show-Time Intermezzo. Ihre Interpretationen sind stets hochvirtuos, glasklar, elegant und voller Ausdrucksstärke. Ein Meisterwerk von zeitgenössischem Musikverständnis, Offenheit und Intelligenz.
VOOM VOOM - PENG PENG  (Tipp vom 09.05.2006 )
Voom Voom ist das Projekt von Peter Kruder, Christian Pommer und Roland Appel. Drei der größten Talente elektronischer Musik der letzten zehn Jahre - Kruder (von Kruder & Dorfmeister und Peace Orchestra), Pommer und Appel (von Trüby Trio und Fauna Flash) - haben ein beatorientiertes Album gemacht für das es keine Genregrenzen zu geben scheint. Kein Leitfaden, keine Vorschriften - die Drei machen so etwas wie intelligente, elektronische Musik, die auf den Dancefloor gehört, es aber gebietet den Kopf nicht an der Garderobe abzugeben. Detroit Techno, Deep House, Funk Fragmente, chilliger Ambient und smarte Grooves, all das findet sich auf dem fein verwobenen Album wieder. Peng Peng zeigt entschieden, dass Dance Music sich alles andere als in einer kreativen Sackgasse befindet.
pm
Walter Lang Trio - Romantische Strasse  (Tipp vom 28.10.2010 )
Walter Langs sehr gelungene Jazz Interpretation von Deutschlands beliebtester Touristenroute.
Kompositionen von Beethoven, Brahms (Guten Abend...) stehen neben Carol King und natürlich eigenen Stücken von Pianist Lang, Bassist Nicolas Thys und Drummer Rick Hollander.
Bei uns für nur € 17,99 (Japan Pressung)
WE ARE SCIENTISTS - WITH LOVE AND SQUALOR  (Tipp vom 19.04.2006 )
Ein Trio aus New York, das den musikalischen Zeitgeist mit seinem Debütalbum direkt auf die Zwölf trifft. Für einen Dreier machen sie ganz schön Alarm, mit ihren funky Tanzvergnügen-Gitarren, den Tanzbodenpanik auslösenden Drums und ihren großartigen Melodien. Für den Connoisseur feiner Indie-Tunes stellt das Album ein Schatzkästchen mit zwölf wertvollen Songperlen dar. 12 Tracks von denen locker die Hälfte als Aushängeschilder für die aktuelle Rockszene taugen, weil die Songs alles haben - sie sind tanzbar, haben packende Riffs, schöne Melodien und diesen einzigartigen Hauch von Größenwahn und Dilettantismus. Und am Ende ist alles ganz unmittelbar vorbei, und man will alles nochmal von vorne, und am liebsten gleichzeitig.
pm
WE HAVE BAND - TERNION  (Tipp vom 06.02.2012 )
Sollte man mit zwei Eheleuten eine Band gründen? Ja, dachte sich Darren Bancroft, als er mit Thomas und Dede Wegg-Prosser den entscheidenden Ausspruch wagte: We have band. Der Rest ist Geschichte: Auftritte beim Glastonbury-Festival, eine Welttournee und ein Debütalbum, das vom "NME" bis zu "Dazed & Confused" über den grünen Klee gelobt wurde. Dabei waren die Songs auf dem Debüt aus einem Spaß heraus entstanden. Jetzt wollte die Band Songs schreiben, von denen sie wusste, dass sie gehört werden. Das machte die Sache kompliziert, aber auch spannend. Die drei vollziehen auf "Ternion" eine Kehrtwende hin zu etwas Neuem, etwas sehr Persönlichem, zu etwas Zeitlosem zwischen Euphorie und Melancholie: http://www.musikexpress.de/reviews/alben/article132055/we-have-band-ternion.html
WEIß FERDL - I WOAß NET WIA MA IS  (Tipp vom 30.05.2003 )
Der Weiß Ferdl ist mit Sicherheit der populärste bayerische Volkssänger des 20. Jahrhunderts gewesen. Nun ist eine Doppel-CD mit dem Titel "I woaß net wia ma is" in der Serie "Rare Schellacks" auf Trikont erschienen. Diese umfaßt Aufnahmen aus den Jahren 1918 bis 1946. Neben den großen Erfolgen des Weiß Ferdls wie "Ein Wagen von der Linie 8" beeinhaltet diese CD auch einige zum Teil in Vergessenheit geratene Aufnahmen, die ein zwiespältiges Bild des Humoristen zeichnen. Zum einen ein begabter Sänger und Satiriker, zum anderen aber auch ein teils überzeugter, teils opportunistischer Verehrer Hitlers und der Nationalsozialisten. Zwei ausführliche Beihefte erzählen den Werdegang des Weiß Ferdls, erklären jedes G´stanzl und jeden Jodler. Die Autoren bemühen sich dabei um ein umfassendes Bild und leisten dadurch einen interessanten und wichtigen Beitrag zur bayerischen Kulturgeschichte.
WER DIE NACHTIGALL STÖRT - TO KILL A MOCKINGBIRD  (Tipp vom 30.05.2003 )
Gregory Peck spielt den alleinerziehenden Südstaaten Rechtsanwalt Atticus Finch, der in den 30er Jahren einen wegen Vergewaltigung angeklagten Farbigen verteidigt. Dieser Filmklassiker aus dem Jahr 1963 ist wohl auch durch seine Musik zu dem geworden was er heute ist. Elmer Bernstein einer der größten Filmmusikkomponisten der auf eine Schaffenszeit von 50 Jahren zurückblicken kann, hat für diesen Film wohl eine der schönsten Musiken der Filmgeschichte geschreiben. Dies war wohl auch der Grund weshalb er 1997 mit dem schottischen Philharmonie Orchester die gesamte Partitur neu einspielte. In dieser Bearbeitung mit 80-Mann Orchester spiegeln sich die 35 Jahre die Bernstein reifen ließen eindrucksvoll, wieder. Diese CD darf in keiner Soundtrack-Sammlung fehlen.
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Weitere erhältliche Soundtracks von Elmer Bernstein: The great Escape, Ten Comants, The Grifters, Ghostbusters, Die gloreichen Sieben, Keeping the Faith, The Field
YONDERBOI - SPLENDID ISOLATION  (Tipp vom 03.11.2005 )
Es liegt etwas Geheimnisvolles im Wesen dieses jungen Mannes aus Budapest. László Fogarasi Jr., als Yonderboi bekannt seit seinem Debütalbum „Shallow and Profound“. Darauf mischte der damals 20-Jährige entspannte Downbeats unter „ostalgische“ Versatzstücke. Auf seinem zweiten Werk das unter Mithilfe von Junkie XL-Frontmann Tom Holkenborg entstanden ist, scheint er seinen Sound gefunden zu haben. Überraschend düster und geradezu bildhaft sind die musikalischen Szenarien, die der heute 24-Jährige zeichnet: krächzende Krähen, ein Kinderchor, der eine traurige Melodie anstimmt, dicke Streicher-Schichten und eine bedrohliche Geräusch-Kulisse, die im Hintergrund schwelt und immer wieder aufkeimt. Auch der TripHop-Vorliebe ist er nicht durchweg treu geblieben - E-Gitarren und immer wieder ausbrechende, hypnotische Beats beherrschen das Geschehen. Routinierter klingt Yonderboi heute, aber auch wie jemand, der nicht mehr nur an das Gute in der Welt glaubt. Nicht abgebrüht, aber reifer.
pm
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